HC KRIENS LUZERN - SUHR 29:21: Kriens gewinnt auch gegen Suhr

Am Schluss war der Sieg des HC Kriens-Luzern unbestritten: 29:21 siegten die Zentralschweizer standesgemäss.

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Daniel Schmid kehrte mit einer eindrücklichen Leistung zurück. (Bild Philip Schmidli/Neue LZ)

Daniel Schmid kehrte mit einer eindrücklichen Leistung zurück. (Bild Philip Schmidli/Neue LZ)

Ins Stocken geraten war der Siegesexpress des HCK nur einmal, als zahlreiche Strafen den Favoriten aus dem Konzept brachten. Erfreulich: Mit Daniel Schmid kehrte auch der letzte Langzeitverletzte des HCK aufs Spielfeld zurück - mit einer wichtigen und starken Leistung.

Am Schluss zählen die Punkte. Und es zählen acht Tore Differenz. Mission erfüllt aus Krienser Sicht, die Buchhaltung stimmt. Für den Sieg aber musste der HC Kriens-Luzern gegen eine erwartet willige, junge Suhrer Truppe deutlich mehr fighten, als man es aufgrund der Tabellenlage hätte erwarten können.

Dabei hätte Kriens an sich gut begonnen. Nach 15 Minuten führte der Gast mit 9:4 und schien einem sicheren Sieg entgegenzueilen. Dann aber gerieten die Zentralschweizer ein Strafengewitter der beiden spanischen Schiedsrichter Bustamento/Mata, die anlässlich eines EHF- Kandidatenkurses in St. Gallen eingesetzt wurden. Nicht ganz alle dieser Strafen waren nachvollziehbar, was dem HCK Rhythmus und fast den Verstand raubte. Vorbei wars mit der Pace, die man eigentlich durchziehen wollte. Die unbelastet aufspielenden Suhrer nahmen dies dankbar zur Kenntnis und setzten nach. Als die Pausensirene ertönte stand es 12:12. Suhr hatte nicht unverdient ausgeglichen.

Nach dem Seitenwechsel aber war es schnell vorbei mit der Hoffnung des Gastgebers. Zwar gingen die Aargauer zuerst einmal in Führung. Dann aber wars vorbei. Vom 12:12 in der Pause zog Kriens auf 22:16 weg - der Gastgeber hate in 20 Minuten gerade mal 4 Tore erzielt. Klar zu wenig, um sich Chancen auf Punkte auszurechnen. Dabei hatte sich Suhr das irgendwie selber zuzuschreiben. Denn der bei einem Angriff unglücklich und wohl auch unabsichtlich am Kopf getroffene HCK-Goalie Tobias Hodel steigerte sich im Aerger zusammen mit der Deckung zu einer Gorssleistung und machte seinen Laden dicht.

Nicht noch deutlicher wurde das Resultat, weil der HCK in seiner im bisherigen Meisterschaftsverlauf bewährten Formation nicht wie egwohnt auf Touren kam. Da sprang Dani Schmid ein. Der Linkshänder machte nach fast einem Jahr Wettkampfpause wieder erste Schritte in einem Meisterschaftsspiel – und zeigte sich bereits wieder gut in Form. Leaderfigur im Krienser Team war der slowenische Kreisläufer Andraz Podvrsic, dem bei 10 Würfen 9 Tore gelangen - eine starke Visitenkarte am Kreis.

Jetzt steht dem HCK in diesem Jahr noch ein Spiel bevor: Am Sonntag um 16.30 Uhr gegen den TV Endingen. Die Endinger trotzten in ihrem Freitagsspiel Wacker Thun ein Unentschieden ab und dürften damit zwar nicht hochzufrieden, immerhin aber etwas gestärkt die reise nach Kriens antreten. Dort erwartet sie aber (hoffentlich) eine grossartige Heimatmosphäre am roten HCK-Sonntag ...

Benedikt Anderes

Telegramm
HSC Suhr Aarau - HC Kriens-Luzern 21:29 (12:12)

Schachenhalle Aarau, 650 Zuschauer. SR Ion Bustamento / Javier Alvarez Mata (ESP).

Spielverlauf: 1:2, 3:4, 4:8, 6:9, 9:9, 12:12; 14:15, 15:17, 15:19, 16:22, 17:26, 21:29.

HSC Suhr Aarau: Merz/Wipf; Affentranger (1), Heer (2), Kaufmann (6), Navarin (4), Parolo (3), Ramseier (2), Rätz, Sarac, Schmid, Stalder (1), Strübin (5), Messmer (2).

HC Kriens-Luzern: Hodel/Schebert; Bislimi (3), Hofstetter (1), Podvrsic (9), Schlegel, Schmid (1), Stankovic (3), Steiger (2), Willisch (2), Yalciner (7), Zimmermann.

Strafen: Kriens 9, Suhr 3 x 2 Minuten.