HCK glänzt mit 35:21-Kantersieg über GC Amicitia

Die Krienser NLA-Handballer bleiben in Kontakt mit der Tabellenspitze. Im zweitletzten Spiel des Jahres besiegten die Zentralschweizer das junge Team des Rekordmeisters GC Amicitia Zürich mit 35:21 (16:13).

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Nicolas Raemy beim Abschlussversuch, hier im Spiel gegen den TSV Gossau. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Nicolas Raemy beim Abschlussversuch, hier im Spiel gegen den TSV Gossau. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Anfangsnervosität beim HC Kriens währte nach dem knappen Cupsieg nicht lange. Dann hatte er seinen Tritt gefunden. Von der ersten Minute an ging der Gast in Front und zeigte, wer trotz «fremder Umgebung» Herr im Hause ist. Die Zürcher aber gingen nach dem Cupmuster vor und hofften erneut auf eine Baisse der Krienser – und auf blanke Nerven.

Doch diesmal zeigte der HCK, dass er die nötigen Lehren aus dem Cupspiel ganz offensichtlich gezogen hatte. Nach dem Seitenwechsel (16:13-Führung für den HCK) hielt GC Amicitia noch knappe 10 Minuten mit. Das war beim 16:20. Dann aber hatte sich die HCK-Deckung endgültig gefunden. Und dann war Keeper Roman Schelbert, der in Halbzeit 2 zwischen den Pfosten stand, endgültig im Spiel. Und weil beim knappen Personalbestand der Zürcher trotz der Rückkehr von Klimciauskas und Ramseier bald die Kräfte schwanden, war bei den Zürchern bald einmal endgültig Feierabend. Die Gegenwehr verschwand, und der Gast aus der Zentralschweiz nutzte das zu einer kurzen Gala.

35:21 stand es am Schluss. Mit Blick auf das Cupspiel, aber auch mit Blick auf die Qualität im Kader der jungen Zürcher darf sich das HCK-Team über diesen Teamerfolg durchaus freuen. Zwar nichts einbilden – aber freuen. Ganz offensichtlich war es, dass es beim HCK nach wie vor einiges braucht, um in einem Spiel in die Spur zu kommen. Und wenig, um aus der Spur geworfen zu werden. Im Spiel gegen GC Amicitia sorgte eine starke Deckung (8 Gegentore in 30 Minuten sind quasi der Ritterschlag für Keeper und Deckungsarbeit...) dafür, dass der HCK zur dringend nötigen Selbstsicherheit zurückfand und letztlich unwiderstehlich zum so wichtigen Auswärtssieg kam.Freuen kann sich das Team nach dieser Teamleistung insbesondere auch auf das letzte Spiel am kommenden Mittwoch. Dann gastiert der BSV Bern-Muri in der Krauerhalle zum Jahresabschluss. Und dem HCK bietet sich gegen einen direkten Tabellenachbarn die Chance, in der Tabelle eine Zäsur zu schaffen. Zusammen mit den eigenen Fans, auf die ein Risotto-Festival im Rahmenprogramm wartet ....

GC Amicitia Zürich - HC Kriens-Luzern 21:35 (13:16)

Saalsporthalle 800 Zuschauer. SR Jergen/Zaugg.

Spielverlauf: 1:2, 3:5, 6:8, 9:10, 10:14, 13:16; 14:18, 16:20, 18:23, 18:27,20:31, 21:25.

GC Amicitia: Bringolf/Schubiger; Ljubanovic (2), Filip Maros (1), Egger (2), Spengler (3), Klimciauskas (7), Sidorowicz, Ramadani (5/4), Ramseier, Bajramovic, Fongué, Luka Maros (1).

HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (31.); Fellmann, Willisch (2), Schmid, Båverud (4), Steiger (8), Raemy (5), Beljanski, Nyffenegger (2), Baviera, Hess, Stankovic (10/6), Petrig (4).

Bemerkungen: HC Kriens ohne Hedin (überzählig). GC Amicitia wieder mit den am Mittwoch noch verletzten bzw. kranken Ramseier und Klimciauskas. Strafen: Je 5x2 Minuten

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern