HCK verliert gegen Kadetten Schaffhausen

In Schaffhausen beim amtierenden Meister zu verlieren, ist keine Schade. Trotzdem wird das NLA-Team der HC Kriens-Luzern die Rückreise aus Schaffhausen nicht grade gut gelaunt antreten.

Drucken
Teilen
Trotz grossem Aufwand konnten sich die Krienser gegen Schaffhausen nicht durchsetzen. (Bild: Archiv Roger Grütter / Neue LZ)

Trotz grossem Aufwand konnten sich die Krienser gegen Schaffhausen nicht durchsetzen. (Bild: Archiv Roger Grütter / Neue LZ)

23:29 verlor das Team und entschied zwar Halbzeit 2 für sich. Aber weil Halbzeit 1 alles andere als brillant war, dürfte den HCK diese Niederlage trotzdem ärgern.

Es war eine schwere Mission für den HC Kriens-Luzern in diesem Finalrundenspiel bei Meister Kadetten Schaffhausen. Der Titelverteidiger gereizt nach der jüngsten Niederlage und wild entschlossen, Rang 1 der Finalrunde vorzeitig zu sichern. Da der HC Kriens-Luzern, der sich zuletzt auch bei viel Aufwand kaum richtig mit Punkten belohnen konnte und nach dem jüngsten Sieg von St. Otmar in Bern im Playoff-Fernduell weiter in Rücklage geraten ist. Dennoch reist der HCK mit der klaren Absicht nach Schaffhausen, aus der krassen Aussenseiter-Rolle das beste zu machen und den Ligakrösus zu ärgern.

So aber kam es nicht. Der Gastgeber legte los wie die Feuerwehr und liess keinen Zweifel aufkommen, wer in diesem Spiel Herr im Hause war. Schramm (2x) und Stankovic hatten sich auf Krienser Seite bereits vergeblich als Torschützen versucht, der Gastgeber lag 3:0 in Front, gespielt waren 5 Minuten...

Weil es in ähnlichem Stil weiterging, war die Partie eigentlich bereits nach 30 Minuten entschieden. 19:10 führte Schaffhausen. Und es war klar, dass in dieser Partie nicht mehr allzu viel passieren würde. Dazu trat der Gastgeber aus Schaffhausen zu seriös und zu zielstrebig auf. Dazu war beim Gastgeber die individuelle Klasse zu gross. Und dazu war aber insgesamt auch der HC Kriens-Luzern zu wenig überzeugend.

Insbesondere aus dem Rückraum hatte der HCK an diesem Abend Ladehemmung. Boris Stankovic (4 Versuche - 0 Tore), Luca Spengler (5/15) oder Peter Schramm (3/8) mussten sich Negativbilanzen notieren lassen. Den Schaden in Grenzen halten konnten dafür vier andere: Die beiden Aussen Adi Blättler (3 Versuche, 3 Tore) und Yves Mühlebach (3/4) spielten ebenso stark wie Philipp Reuter (5/7). Und im Tor hielt Andreas Portmann sehr gut, liess sich bis am Schluss 15 Saves gutschreiben und stand seinem Antipoden Marinovic in nichts nach

Damit ist auch gesagt: Defensiv wäre der HCK an diesem Abend einigermassen auf der Höhe seiner Aufgabe gewesen. Offensiv jedoch war die Fehlerquote klar zu hoch. So brachte der HCK keinen seiner zwei Siebenmeter ins Tor, weil Stankovic und Stojanovic im Direktduell mit dem österreichischen Nationaltorhüter scheeiterten.

Auch wenn der HCK insgesamt gut kämpfte und den Kampf mit den Schaffhausen aufnehmen wollte - irgendwo lag da halt auch der Zwang in der Luft, dass im Ferndiuell mit St.Otmar nur noch Siege nützten. Und wenn da ein seriös auftretendes Schaffhausen auf dem Platz steht, wird das schon fast zur Mission absolutely impossible. Inzwischen hat der HCK auf St. Otmar 3 Punkte Rückstand - bei zwei ausstehenden Runden. Und es ist klar, was es braucht für das Playoff-Wunder: Der HC Kriens-Luzern muss nicht nur das Heimspiel gegen die St. Galler, sondern auch das letzte Finalrundenspiel in Bern gewinnen - und dabei hoffen, dass die St. Galler ihr letztes Spiel (zu Hause gegen Wacker Thun) verlieren. Unrealistisch ist das nicht - aber beim HCK braucht es eine gewaltigen Ruck...  
 
 
Kadetten Schaffhausen - HC Kriens-Luzern 29:23 (19:10) 
BBC Arena, SR Castineiras / Zwahlen

Spielverlauf: 3:0, 3:1, 6:1, 7:3, 8:4, 10:5, 12:7, 14:8, 16:8, 18:10, 19:10; 19:11,m 21:11, 21:13, 22:14,  25:18, 27:19, 28:22, 29:22, 29:23.

Kadetten Schaffhausen: Marinovic/Portner (n.e.); Meister, Cvijetic , Karacic, Liniger (9/4), Küttel, Richwien (1), Graubner (2), Pendic (3), Brännberger (2), Stojanovic (5), Czaczar (6/1), Koch (1).

HC Kriens-Luzern: Portmann / Ineichen (n.e.); Fellmann (1), Mühlebach (3), Weingartner, Blättler (3), Spengler (5), Gwerder, Stojanovic, Baviera (2), Stankovic, Reuter (5), Schramm (3), Hofstetter (1).

Bemerkungen: Strafen: Schaffhausen 3, HC Kriens-Luzern 2x2 Minuten. Penalties: Schaffhausen verschiesst, 1, HC Kriens-Luzern verschiesst 2 Siebenmeter: 12. Stojanovic (HCK ) scheitert an Marinovic (4:1); 26. Stankovic (HCK scheitert mit Penalty an Marinovic (15:8); 34. Liniger scheitert mit Siebenmeter an Portmann (19:11).