HCK zerbricht an fehlerhaftem Spiel

Durchsetzungsvermögen, Überzeugungskraft in der Deckung, Überraschungsmomente, Präzision im Zusammenspiel – und letztlich ein Quentchen Glück, das man für sich erzwingt: Von all dem hatte der HCK am Samstag deutlich weniger als Gegner Wacker Thun.

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Mit sieben Treffern bester Krienser Schütze: Boris Stankovic. (Bild: Archiv Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Mit sieben Treffern bester Krienser Schütze: Boris Stankovic. (Bild: Archiv Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Nach 60 Minuten standen – während Wackers Spieler den Sieg feierten – die HCK-Spieler geknickt am Seitenrand. Sie wissen, dass ihnen dieses Spiel gründlich misslang. Was das Team sich phasenweise an Fehlern erlaubte, strapazierte die Nerven von Coach und Fans aufs äusserste. Das Team deckte mangelhaft ab und gestattete so dem Gegner teilweise erschreckend einfache Tore. Auf der anderen Seite kamen die Bälle nur selten aufs Tor – und falls doch, stand dort ein stilsicherer Andreas Merz, der mit einigen guten Paraden die Krienser Effizienz unter ein erträgliches Mass senkte.

Nach einer vorerst ausgeglichenen Partie war das Spielgeschehen Fehler FCK – Gegenstoss – Tor vorherrschend. Das Muster wiederholte sich vier Mal – der HCK taumelte bereits. Die 0:5 Serie nach 21 Minuten hatte ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem harrten die Fans in der Pause mit leiser Hoffnung aus, leider vergebens. Es ging nach dem Seitenwechsel im gleichen Stil weiter: Von 11:15 zum 11:18. Der Rest des Spiels war dann nur noch Schadensbegrenzung.

Was blieb, war die Erkenntnis, dass auch diese Thuner Mannschaft kein Überflieger-Team ist. Aber es hatte eben, was dem HCK im Moment fehlt. Dazu gehört auch die Kaderbreite. Zwar war mit Pasci Willisch ein Verletzter wieder zurück. Aber weil die Nachwuchsspieler nicht dabei waren, waren die taktischen Alternativen mehr als nur dünn. Wenn in kommenden Spielen Zählbares her soll, wird man sich im Team hier deutlich steigern müssen.

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

HC Kriens-Luzern – Wacker Thun 24:28 (11:14)

Krauerhalle, 500 Zuschauer. SR Brunner/Salah
Spielverlauf: 0:1, 2:1, 3:2,4:4, 7:7, 9:9, 9:13, 11:13, 11:14; 11:18, 13:18, 15:19, 16:22, 19:22, 19:25, 20:26, 21:27, 24:27, 24:28.
HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev (ab 44.); Fellmann (1), Willisch, Petrig (3), Båverud (4), Steiger (5), Raemy, Hess (1), Stankovic (7/4), Baumgartner (3).
Wacker Thun: Merz/Winkler (1 Penalty); Linder (2/1), Dähler, Isailovic (5), Franic (2), Caspar (5), Friedli (1), von Deschwanden (4), Chalkidis (3), Rathgeb, Eggenberger, Hüsser (4), Bourquin.
Bemerkungen: Strafen Kriens 3, Wacker Thun 5 x 2 Minuten. Kriens-Luzern ohne Baviera, Mühlebach und Jeremias. Penalties: 16. Linder schiesst Penalty an Latte (5:6); 20. Schelbert hält Penalty von Chalkidis (8:7).