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Heiri Bernet ist der Fifty-Fifty-Marathon-Man

Der Luzerner Heiri Bernet feierte am 
1. September seinen 50. Geburtstag. Und am Sonntag seinen 50. Marathonlauf.
Turi Bucher
Unterwegs auf dem Halbmarathon: Jubilar Heiri Bernet (in Rot), vor ihm Läuferkollege Stefan Notter. (Bild: Roger Zbinden, 28.Oktober 2018)

Unterwegs auf dem Halbmarathon: Jubilar Heiri Bernet (in Rot), vor ihm Läuferkollege Stefan Notter. (Bild: Roger Zbinden, 28.Oktober 2018)


«Dynamisch» sei sie entstanden, sagt Heiri Bernet, die Begeisterung für den Marathonlauf. Vom immer intensiveren Joggen zum Halbmarathon und dann zum Marathon. «Meine Marathon-Premiere hatte ich erst im Alter von 35», erzählt Bernet, «und zwar in Zürich.»

Inzwischen sind ein paar 42er dazugekommen: Der 50-jährige Bernet lief am Sonntag in Luzern sage und schreibe seinen insgesamt 50. Marathon und ist damit sozusagen der Fifty-Fifty-Marathon-Man. Es war der total 10. Marathon in Luzern, dazu kommen noch zwei Luzerner Halbmarathons.

«Man spürt das Alter. 
Einmal zwickt’s in der Leiste, einmal in der Hüfte.»

Bernet, gelernter Sanitärinstallateur, arbeitet als Sachbearbeiter im Büro und ist nebenher auch noch Feuerwehrkommandant – zuletzt am vergangenen Dienstag bei einem Brand im Luzerner Wesemlinquartier im Einsatz. Die stete Freude am Marathon: Sie ist reine Freizeitsache. «Eine gewisse Grundkondition ist natürlich schon vorhanden», sagt Bernet, und trotzdem: «Ich muss mich immer wieder gut vorbereiten. Gerade mit dem Alter merkt man das. Einmal zwickt’s in der Leiste, einmal in der Hüfte – und es scheint, dass es inzwischen immer etwas länger dauert, bis es ausgeheilt ist.» Bernet gestaltete das Training in den letzten Wochen intensiver, «vier 30-Kilometer-Läufe waren da schon mit dabei», meistens der Reuss entlang in Richtung Gisikon und wieder zurück.

14-mal den Zermatter 
Gebirgsmarathon bestritten

Der Lauf vom Sonntag in Luzern ging ohne Verletzungssorgen vonstatten. Dass es rund zwei Monate nach seinem 50. Geburtstag sein 50. Marathon sein würde, hat Bernet natürlich so geplant. «Seit vier Jahren habe ich bei der Anzahl Marathonteilnahmen darauf geachtet, dass es dann aufgeht.» Am meisten Teilnahmen kann Bernet beim Zermatter Gebirgsmarathon vorweisen, 14-mal startete er dort. Dazu kommen fünf Starts in Zürich, ein Start in New York plus diverse Marathon-Wettkämpfe in verschiedenen deutschen Städten (Hamburg, Berlin, Freiburg). Bernet, der Vater von zwei erwachsenen Kindern, konnte auch gestern auf die moralische Unterstützung seiner Ehefrau Manuela (46) zählen, sei es am Streckenrand oder später dann im Zielgelände beim Verkehrshaus. Selbst Bernets Bruder stand mit einem Transparent bei der Hofkirche und gratulierte so zum 50. Marathon.

Die gelaufene Zeit spielte für Bernet auch beim 50. Mal durchaus noch eine Rolle. Vier Mal gelang es ihm insgesamt, unter drei Stunden zu laufen, seine Bestzeit wurde bei 2 Stunden und 58 Minuten gestoppt. Für den persönlichen Jubiläumslauf beim Swiss City Marathon of Lucerne 2018 hatte Bernet sich eine Zeit unter dreieinhalb Stunden vorgenommen. Mit welcher Zeit ist Bernet gestern Mittag also ins Ziel gelaufen? Das wird später verraten. Nur so viel: Die kühlen Temperaturen waren für Bernet am Sonntagmorgen kein Problem. «Ich laufe viel lieber bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius.» Auch den verschneiten Luzerner Marathon von 2012 hatte Bernet bestritten. «Ich konnte die Zwischenverpflegung im Schneetreiben kaum noch öffnen, derart kalte Finger hatte ich», erzählt Bernet, «und auch kurz vor dem Ziel habe ich noch richtig geschlottert.» Andererseits: «Der Zermatt-Marathon findet jeweils im Juli statt. Bei 25 bis 28 Grad die Höhenmeter zu überwinden, das ist hart.» Vom diesjährigen Zermatt-Marathon hat Bernet eine berührende Erinnerung mitgenommen: «Vor uns hatte ein Läufer einen Herzstillstand. Es wurde sofort geholfen und reanimiert, und zwar von Läufern. Diese Solidarität unter den Marathon-Athleten hat mich beeindruckt, die Zeit war ihnen zweitrangig.»

Zum Dessert gab’s 
ein Vermicelles

Zurück zum Luzerner Marathon. «Die erste Hälfte des Rennens gelang mir sehr gut», erzählt Bernet, «ich lief mit meinem Kollegen Stefan Notter, und wir waren im Zeitplan drei Minuten voraus.» Doch dann: «Der Hammermann hat mir doch noch auf die Schulter geklopft, es wurde noch knapp.»

Am Schluss resultierte für Bernet der 232. Rang, und zwar mit der Zeit von 3:29:17,6 – Bernet hatte es also geschafft, unter 2 Stunden und 30 Minuten zu bleiben. «Stefan hat mich zum Glück noch ‹mitgezogen›.» Für seine gute Leistung am Luzerner Marathon belohnte sich Heiri Bernet am Sonntagabend nach dem Essen mit einem feinen Vermicelles-Dessert.

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