Helferinnen und Helfer gesucht
Rund drei Wochen vor dem Start der Winteruniversiade fehlen immer noch Volunteers

Ursprünglich haben die Organisatoren der Winteruniversiade mit 3800 Helferinnen und Helfern gerechnet. Zurzeit sind noch nicht alle Schichten besetzt. Die Veranstalter hoffen auf einen letzten Schub.

Claudio Zanini
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Wuli, das Maskottchen der Winteruniversiade, steht seit kurzem vor der Universität in Luzern.

Wuli, das Maskottchen der Winteruniversiade, steht seit kurzem vor der Universität in Luzern.

Philipp Schmidli /Keystone

Die Winteruniversiade wird greifbarer in der Stadt Luzern, der sogenannten Host City. Auf dem Europaplatz vor dem KKL sind derzeit die Aufbauarbeiten für den Universiade Park im Gang. Am 11. Dezember findet dort die Eröffnungsfeier statt. Luzern ist einer von acht Standorten der Universiade. Und dieser Grossanlass braucht selbstredend viele Helferinnen und Helfer.

Von insgesamt 3800 Volunteers gingen die Veranstalter ursprünglich aus, die Zahl ist eine Hochrechnung und basiert auf Erfahrungswerten von anderen Veranstaltungen. Letztlich hängt sie aber von der Einsatzdauer der einzelnen Volunteers ab. An der Winteruniversiade müssen 20'000 Schichten durch Helferinnen und Helfer abgedeckt werden, nur diese Zahl ist für die Veranstalter entscheidend.

Die Schichten sind noch nicht alle besetzt, sagt Guiliana Schmid, die Projektleiterin Volunteers der Universiade. Wie viele fehlende Schichten es sind, sei momentan schwierig abzuschätzen. «Einerseits stehen von vielen Volunteers die Bestätigungen der Einsätze aus, andererseits müssen wir noch viele Rückmeldungen abarbeiten», sagt Schmid. Vor kurzem hätte es vor allem bei den Fahrerinnen und Fahrer nicht gut ausgesehen, aber in den letzten zwei Wochen seien viele Anmeldungen hinzugekommen.

Warum sich die Suche nach Volunteers nicht einfach gestaltet, ist nicht eindeutig. «Wir merken schon, dass die Leute immer spontaner ihre Freizeit planen. Ausserdem spielt uns die Vorweihnachtszeit sicher nicht in die Karten. Bei vielen stehen private Termine, Geschäftsessen und andere Anlässe auf der Agenda», sagt Schmid. Sie ist aber dennoch zuversichtlich, dass sie und ihr Team es schaffen, alle Schichten zu besetzen.

Es braucht Fahrerinnen, Attachés, Pistenhelfer

Die Tätigkeitsfelder der Volunteers sind sehr divers. Aktuell braucht es noch Fahrerinnen und Fahrer mit Start in Luzern. Und Personen für die Zutrittskontrolle in Engelberg oder auf der Piste in St. Moritz. Und Leute, die beim Auf- und Abbau helfen. Oder Attachés, die als Bindeglied zwischen OK und den verschiedenen Delegationen fungieren.

Die beiden Wochenenden während der Universiade seien gut besetzt, die Wochentage eher schlechter. Grundsätzlich fehlen gemäss Schmid aber vor allem noch vor und nach dem Event Helferinnen und Helfer.

Die Einsätze werden nicht entlöhnt. Dafür stehen viele Goodies bereit. Ab fünf Einsatztagen dürfen die Volunteers die offizielle Bekleidung – bestehend aus einer Ski-Jacke, einer leichten Jacke, T-Shirts und Mütze – behalten. Mindestens ein Kleidungsstück hat jeder Volunteer, unabhängig von der Einsatzdauer, auf sicher. Ausserdem gibt es ein Fest für alle Helferinnen und Helfer sowie ein Diplom und die Gelegenheit, «gemeinsam etwas Grossartiges auf die Beine zu stellen», wie es die Veranstalter auf ihrer Website schreiben.

So werden Sie Volunteer

Haben Sie Lust, als Volunteer bei der Winteruniversiade vom 11. bis am 21. Dezember mitzuwirken? Auf www.winteruniversiade2021.ch/volunteer finden Sie weitere Infos und gelangen zur Anmeldung. Volunteers-Einsätze können nur mit einem gültigen Covid-Zertifikat absolviert werden. Die Veranstalter übernehmen allfällige Testkosten.