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Kolumne

Am Donnerstag ist für den EV Zug das wichtigste Spiel

Der ehemalige NL-Spieler Timo Helbling begleitet die Finalserie für diese Zeitung aus seiner Optik.
Timo Helbling

Spiel drei war eher enttäuschend. Kein Vergleich zur Intensität und den Emotionen der zweiten Partie. Die Zuger nahmen, wie erwartet, Anpassungen vor und mit Reto Suri und David McIntyre kamen zwei Spieler in das Line-up zurück, welche einen Ruck durch die Mannschaft hätten bringen können. Beide waren bemüht, aber man merkte ihnen an, dass sie nicht bei 100 Prozent waren. Auf der anderen Seite lief die SCB-Maschinerie in fast schon gewohnter Art und Weise. Der Gesichtsausdruck von Tristan Scherwey nach dem dritten Tor des SC Berns nach nur 13. Minuten war wiederum sinnbildlich: eine Selbstverständlichkeit, die, im positivem Sinne, für die «Arroganz» des SC Berns steht. Die Besten des SC Bern waren besser als die Besten des EV Zug.

Die Arcobello-Linie war einmal mehr sehr stark. Die Diskussionen der letzten Zeit rund um die Eiszeit der Top-SCB-Spieler und die Kritik am Trainer Kari Jalonen in diesem Zusammenhang kann ich nicht nachvollziehen. Spieler mit viel Eiszeit haben einen besseren Rhythmus und spielen dadurch noch besser. Betreffend Energiehaushalt haben die Stars einmal mehr gezeigt, dass sie noch Reserven haben. Es ist nicht so, dass die anderen Spieler nicht gut genug wären, aber die Top-Spieler sind besser und haben dadurch mehr Eiszeit verdient. Die Aufgabe jedes Trainers ist es, zu siegen und Meisterschaften zu gewinnen. Die Ausbildung der Spieler ist ein positives Nebenprodukt. Die Aufgabe von (jungen) Spielern ist es, sich aufzudrängen und sich Eiszeit zu verdienen. So wie dies die Jungen Yannick Burren (21) und André Heim (20) beim SC Bern und Sven Leuenberger (19) beim EV Zug gemacht haben in dieser Saison und nun in dieser wichtigsten Phase das vollste Vertrauen ihrer Coaches geniessen.

Für den EV Zug ist das heutige Spiel das wichtigste der Saison. Jeder Einzelne, aber vor allem die Leader müssen heute ihre beste Leistung der Saison abliefern. Nur so kann dieser «arrogante», vor Selbstverständlichkeit strotzende SC Bern noch gestoppt werden. Vor zwei Jahren, auch am Gründonnerstag, gelang dies dem EV Zug bereits. Das spektakuläre Tor von Fabian Schnyder in der Verlängerung und die Stimmung im Stadion nach dem Tor werde ich nie vergessen, und es gehört zu den Highlights meiner Karriere. Ich würde es Fabian Schnyder von Herzen gönnen, wenn er dies heute wiederholen könnte!

Timo Helbling (37) bestritt unter anderem für Bern und Zug über 700 Spiele in der National League. Er begleitet die Finalserie für diese Zeitung aus seiner Optik.

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