Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der Arzt sagt, wie Sportler bei Hitze trainieren sollen

Auch wenn es seit über zwei Wochen täglich über 30 Grad heiss ist – das Joggen, Biken und Kicken muss weitergehen. Mit ein paar einfachen Regeln ist Trainieren auch bei hohen Temperaturen kein Problem.
Laura Inderbitzin
Abkühlungen und Extra-Trinkpausen sind bei über 30 Grad ein Muss. (Bild: Getty)

Abkühlungen und Extra-Trinkpausen sind bei über 30 Grad ein Muss. (Bild: Getty)

Die Sonne brennt am Himmel, das Thermometer zeigt 31 Grad und es weht kein Lüftchen. Seit Tagen schwitzt man hierzulande schon vom blossen Rumsitzen. An Sporttreiben ist deshalb oft nicht zu denken. Aber: Die Hitze sollte kein Grund sein, das Training sausen zu lassen – und ist es für viele auch nicht. Auch bei den heissesten Temperaturen sind Jogger unterwegs und Fussballer rackern sich auf dem Platz ab.

Aus medizinischer Sicht ist es nicht gefährlich, auch bei hohen Temperaturen zu trainieren. «Wenn man einige einfache Regeln beachtet, ist das kein Problem», sagt Patrik Noack. Der St. Galler ist Chefmediziner von Swiss Olympic an Olympischen Spielen sowie Leiter des Zentrums für Medizin & Sport in Abtwil. Man müsse sich lediglich an die Bedingungen anpassen.

Fünf Tipps

Belastung: Die Trainingsdauer und die Trainingsintensität sollten reduziert werden.
Uhrzeit: Morgens, abends oder im Schatten trainieren. Mittagszeit und pralle Sonne meiden.
Wasser: Viel trinken, bis zu drei Liter pro Tag. Der Wasserhaushalt des Körpers muss im Gleichgewicht sein.
Salz: Wenn man schwitzt, verliert der Körper neben Wasser auch Salz. Durch etwas Kochsalz im Trinkwasser kann das ausgeglichen werden.
Kleider: T-Shirts aus Baumwolle sind nicht zu empfehlen. Besser sind atmungsaktive, eng anliegende Kleider.

Nicht an der prallen Sonne

Wegen der Hitze schwitzt man stärker. Der Puls ist sowieso etwas höher. «Deshalb sollte zuallererst die körperliche Belastung reduziert werden», sagt Noack. Der Tübacher rät, sowohl die Trainingsdauer als auch die Trainingsintensität zu verringern. Beides sollte um zehn bis zwanzig Prozent runter- gefahren werden.

«Trinken!» So lautet die zweite zentrale Regel. «An heissen Tagen kann man bis zu drei Liter anstatt der üblichen eineinhalb bis zwei Liter trinken.» Besonders wichtig ist das für Kinder, da der Wasseranteil ihres Körpers höher als bei Erwachsenen ist und sie im Verhältnis mehr Flüssigkeit benötigen. «Kinder haben zudem eine schlechtere Wahrnehmung für ihr Durstgefühl und vergessen oft schlichtweg zu trinken.» Deshalb sollten beispielsweise in Sportlagern bewusst Trinkpausen eingeschaltet werden.

Schliesslich muss man aufpassen, dass der Körper nicht überhitzt. In der prallen Sonne zu trainieren, ist unklug. Am Morgen oder Abend und im Schatten Sport zu treiben, ist dagegen ideal. «Und zur Abkühlung kann ein Sprung in den See nicht schaden.»

An Tokio gewöhnen

Besonders für Spitzensportler darf die Hitze kein Hindernis darstellen. So heisst es seitens des FC St. Gallen, dass grosse Anpassungen gar nicht möglich sind – das Team muss trainieren. Es werden höchstens Trainings auf den Vormittag verlegt.

«Athleten können sich durch die derzeitige Hitze auch an Tokio gewöhnen», sagt Noack. Dort finden 2020 die Olympischen Spiele statt. Durchschnittstemperatur im August ist 30 Grad.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.