HOCHZEIT: 21,1 Kilometer langer Weg vor den Altar

Für Rita Furrer und Ernesto Flury war der Halbmarathon nur das Vorspiel – zur anschliessenden Trauung im Luzerner Verkehrshaus.

Alexander von Däniken
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Wie es sich für einen Gentleman gehört, trägt Ernesto Flury seine zukünftige Ehefrau Rita Furrer über die Ziellinie. (Bild Roger Grütter)

Wie es sich für einen Gentleman gehört, trägt Ernesto Flury seine zukünftige Ehefrau Rita Furrer über die Ziellinie. (Bild Roger Grütter)

Geheiratet wurde wenig später in der Flughalle des Verkehrshauses. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Geheiratet wurde wenig später in der Flughalle des Verkehrshauses. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

«Jedes Mal war ich vor einem Marathon nervös. Nur jetzt nicht», sagt Ernesto Flury (52) kurz vor dem Start an der Haldenstrasse. Eine Premiere feiert auch seine Verlobte Rita Furrer (40): «Ich laufe das erste Mal mit einer ganzen Gruppe – das wird schön.» Die beiden werden von einer Entourage von zehn Leuten begleitet, inklusive Banner und Musikbox. Der tiefe Puls des Paars erstaunt. Schliesslich ist der 21,1 Kilometer lange Halbmarathon Teil einer grossen Hochzeit (Ausgabe vom Mittwoch). Auch der Regen scheint die gute Laune nicht zu beeinflussen. «Wer weiss, vielleicht wird das Wetter noch besser», sagt Furrer, und sprintet mit ihrem Verlobten los.

Zustimmung vom Streckenrand

Entlang der Laufstrecke werden die beiden immer wieder angefeuert – und erhalten Gratulationen. Kein Zweifel: Ernesto aus Luzern und Rita aus dem Entlebuch ziehen die Blicke auf sich. So auch beim KKL. «Es ist schön für die beiden, ich gönne es ihnen», sagt etwa Petra Odermatt aus Wilen bei Sarnen, die am Streckenrand steht. Für sie selbst wäre ein solcher Hochzeitsmarathon nichts: «Mir ginge die Puste aus.»

Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
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Ähnlich sieht es Max Fellmann aus Luzern: «Ich finde die Aktion toll. Es braucht Mut.» Immer wieder finden Rita und Ernesto Zeit für kleine Zwischenstopps, angestossen wird auch mit Cüpli. «Mit jedem Schritt will ich Ernesto mehr hei­raten», sagt Rita.

Erste Hochzeit im Verkehrshaus

Beim Zieleinlauf im Verkehrshaus stehen Jasmin Schelbert und Aisha Zuber aus dem Kanton Aargau. Die beiden Teenager machen grosse Augen, als sie Rita und Ernesto erblicken. «Megaherzig, dass die so heiraten. Das kann ich mir auch einmal vorstellen», sagt Jasmin. «Das ist sicher nicht einfach mit einer so grossen Gruppe», sagt Ai­sha. Die letzten Meter trägt Ernesto seine Verlobte auf seinen Armen. Nach 21,1 Kilometern und rund 2,5 Stunden ist der Lauf vorbei, aber die Traufeier fängt jetzt erst an. In der Flughalle unweit der Ziellinie warten schon die Hochzeitsgäste und Fatima Dyduch. Die Theologin wird Rita und Ernesto trauen. «Es ist die erste Hochzeit im Verkehrshaus», sagt Dyduch. Sie hat schon viele kuriose Trauungen durchgeführt, sogar ein Schweizer Paar in der Wüste von Abu Dhabi getraut. «Aber ein so sportliches Brautpaar hatte ich noch nie.»

Ein paar Minuten später schreiten schon Rita und Ernesto herein. Beide im gleichen Sportdress, beide kaum verschwitzt. Als sie sich das Ja-Wort geben, bekommen sie auch noch den Segen von ganz oben: Die Sonne scheint.