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O-Tour-Bike-Marathon in Alpnach: Huber, Staufer oder doch Lokalmatador Fanger?

Der O-Tour-Bike-Marathon am Sonntag ist auch Schweizer Meisterschaft und ein letzter Formtest für die WM im Wallis.
Martin Platter
Martin Fanger könnte sich mit Platz 3 zugleich auch den Schweizer-Meister-Titel sichern. (Bild: Martin Platter (Alpnach, 9. September 2018))

Martin Fanger könnte sich mit Platz 3 zugleich auch den Schweizer-Meister-Titel sichern. (Bild: Martin Platter (Alpnach, 9. September 2018))

Urs Huber hält sich derzeit wieder öfter in seiner Apfelbaumplantage im aargauischen Jonen auf. Bald steht die Ernte bevor. Für den gelernten Landwirt und vierfachen Schweizer Bike-Marathonmeister ist die Arbeit an den Obstbäumen der perfekte Ausgleich zum Sport, wo der 34-Jährige derzeit auf eine bisher beispiellose Siegserie zurückblickt. Begonnen hatte diese jedoch mit einer grossen Enttäuschung. An der Bike-Transalp raubte dem Zürcher ein technischer Defekt auf der letzten Etappe den sicher geglaubten Gesamtsieg. Doch nur eine Woche später erhob sich Huber wie Phönix aus der Asche. Im Wochentakt gewann er seither die Marathon-Klassiker im Montafon, das Ischgl Ironbike, die Eiger Bike Challenge, den Grand-Raid und den Nationalpark Bike-Marathon.

Diese Erfolge zeigen: Huber hat nicht nur physisch, sondern auch mental an Stärke gewonnen. An der O-Tour in Alpnach vom Sonntag ist der Mettmenstetter der grosse Favorit. Er sagt: «Ich bin der Titelhalter. Da darf man den Sieg erwarten.» Im letzten Jahr vermochte ihn nur ein Defekt in der Abfahrt vom Ächerlipass vom vierten Triumph in Alpnach abzuhalten. So kam Hansueli Stauffer zu seinem ersten O-Tour-Sieg. Dritter wurde erneut Martin Fanger.

Vom Sieg wagt Fanger nicht zu träumen

Der Obwaldner, der in Genf lebt, hat sich intensiv auf den Marathon-Titelkampf vorbereitet und dazu sein Crosscountry-Training umgestellt. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Trainingsverlauf. Der Sieg am France-Cup in der Bretagne vor knapp drei Wochen war gut für mein Selbstvertrauen», weiss Fanger. Die letzten Trainings habe er nicht mehr gesplittet, um auf der Langdistanz bestehen zu können.

Auch beim Material lässt sich Fanger nicht mehr auf Tests hinaus. Im Vorjahr hatte er auf der technisch anspruchsvollen 86-km-Runde über die Anhöhen um Alpnach noch auf ein vollgefedertes Mountainbike gesetzt. Das hätte ihm vor allem bergab einen Vorteil verschaffen sollen. Doch das höhere Gewicht gegenüber einem Hardtail-Bike ohne Hinterradfederung bremste ihn bergauf. Deshalb nimmt er diesmal wie seine Konkurrenten ebenfalls ein Hardtail. Vom Sieg wagt der gebürtige Obwaldner dennoch nicht zu träumen. Huber und Stauffer seien starke Gegner, das habe er bereits in den beiden Vorjahren zu spüren bekommen. «Ich rechne bestenfalls mit einem dritten Platz.»

Neben Huber, dem Schweizer Vizemeister Stauffer und Fanger ist auch von Marc Stutzmann, dem O-Tour-Sieger von 2017, und dessen Teamkollegen und Newcomer Michael Stünzi sowie von Andreas Moser ein gutes Resultat zu erwarten. Ungewiss ist, wie sich Konny Looser schlagen wird. Der Schweizer Meister von 2017 kämpft derzeit wieder mit einem Beinarterienproblem. Wahrscheinlich ist, dass es zu einem Rennen im Rennen kommen wird, mischen auch noch starke Ausländer wie der Belgier Frans Claes oder der Italiener Riccadro Chiarini an der Spitze mit. Gespannt sein darf man ausserdem auf die Leistung von Casey South, der erstmals an der O-Tour startet. Vor zwei Wochen hat der erst 21 Jahre jungen Schweiz-Australier zusammen mit seinem Teampartner Noah Blöchlinger des Swiss Epic überraschend mit Rang 2 beendet und dabei namhafte Langstreckenspezialisten hinter sich gelassen.

Duell zweier Schweizer Meisterinnen

Bei den Frauen kommt es zum Duell zwischen der siebenfachen Schweizer Meisterin Esther Süss und Ariane Lühtli, die den Titel bisher dreimal gewann. Als weitere Medaillenanwärterinnen sind die Romande Florence Darbellay und die Edlibacherin Andrea Ming im Rennen. Ob sie allerdings an der Littauerin Katazina Sosna vorbeikommen, die vor einer Woche überlegen den Nationalpark Bike-Marathon gewonnen hat, wird sich am Sonntag zeigen.

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