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Krienser Squash-Profi trainiert in Barcelona

Im vergangenen Oktober zog Roman Allinckx (20) nach Barcelona und machte Squash zu seinem Beruf. An den Schweizer Meisterschaften will der Krienser nun zeigen, welche Fortschritte er bereits erzielt hat.
Stefan Kleiser
Der 20-jährige Krienser Roman Allinckx hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens zwei Jahre als Squash-Berufsspieler unterwegs zu sein. (Bild: Stefan Kleiser)

Der 20-jährige Krienser Roman Allinckx hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens zwei Jahre als Squash-Berufsspieler unterwegs zu sein. (Bild: Stefan Kleiser)

Nichts lief rund, weder in der Schule und noch im Sport. Roman Allinckx hatte das Gefühl, er bleibe beim Squash in seiner Entwicklung stehen. «Ein Problem war ich selbst», sagt der 20-Jährige aus Kriens und liefert die Gründe: «Ich war nicht professionell genug, fiel im Spiel immer in die gleichen Muster zurück. Und ich trainierte nicht mehr in der höchsten Qualität. Logischerweise wird man so nicht besser. Ich musste mich hinterfragen: Was will ich denn wirklich?»

Die Sinneskrise aus dem letzten Jahr ist überstanden. «Ich will im Squash ganz nach oben kommen, das ist mein Ziel», weiss Allinckx inzwischen. Dazu habe er sich jedoch aus seinen Gewohnheiten herausreissen müssen. Er hatte bei sich «zu wenig Disziplin und zu wenig Lust» ausgemacht. So verliess er das Gymnasium und trainiert nun seit Oktober als Profi an der «Barcelona Global Squash Academy». Zwei Mal täglich im Court, drei Mal wöchentlich im Fitnessraum.

Nur noch selten ein Tourist

Kontakte nach Katalonien gibt es seit zwei Jahren. Roman Allinckx gewann im März 2017 das «German Junior Open», worauf ihn Victor Montserrat für eine Woche in seinen Trainingsstützpunkt einlud. «Ich sah, dass in Barcelona seriös gearbeitet wird», erzählt der Krienser. Montserrat betreut die aufstrebenden jungen Spanier Iker Pajares und Edmon Lopez, die Nummern 55 und 61 der Welt, sowie ein halbes Dutzend weitere ambitionierte Squasher.

So zog Allinckx nach Spanien. Zuerst für dreieinhalb Monate in ein Appartement zusammen mit anderen Squashern, vor zwei Wochen in ein Haus im Vorort Viladecans. Und in vier Monaten werden seine Eltern und Schwester Ambre nachkommen. Hier lernt der 20-Jährige Dinge, die nichts mit Squash zu tun haben: Putzen, Kochen, Waschen – und er hat eine Ausbildung zum Personaltrainer begonnen. Das Gefühl eines Touristen überkommt ihn nur noch selten. «Weil mein Spanisch noch nicht perfekt ist», sagt er lachend, «aber ich finde mich inzwischen überall zurecht.»

Fortschritte in Taktik und Technik gemacht

«Ich gebe mir zwei Jahre Zeit, um eine Entwicklung dahin zu bringen, dass ein Vorrücken im World Ranking möglich ist», sagt Allincks, der momentan Platz 223 belegt. In Taktik und Technik hat der Krienser bereits Fortschritte festgestellt. «Ich bin disziplinierter geworden im Court.» An das erste Training mit Pajares und Lopez erinnert er sich bestens: «Nach 20 Minuten dachte ich, ich müsse sterben.» Jetzt, vier Monate später, könne er 90 Minuten mit den beiden mithalten.

Ab Donnerstag will sich Roman Allinckx auch an der SM in Uster unter den Besten einreihen. Er gehe diese SM aber nicht ergebnisfixiert an. «Wenn du denkst, dass du gewinnen musst, verlierst du das Taktische.» Er wolle einfach sein bestes Squash abrufen, dabei helfe ihm das Gelernte von Barcelona. «Weil ich dort immer mit der Intensität wie in einem Match trainiere, ist es einfacher, im Spiel alles abzurufen.» Er wolle seinen stärker eingestuften Gegnern zeigen: «Ich bin besser geworden, nun müsst ihr mich zuerst einmal schlagen.»

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