«Ich brauche einen Monstertag»

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Achtelfinal Als Philipp Kohlschreiber (Bild) am Samstagnachmittag im schmucklosen Interviewraum des Billie-Jean King-Tenniscenters sass, liess er zum Abschluss der munteren Plauderrunde noch schnell ein Lichtlein der Hoffnung für sich selbst aufscheinen. Was er brauche, um endlich einmal Roger Federer (36) zu schlagen, wurde der Deutsche gefragt: «Einen Monstertag, nicht mehr und nicht weniger. Aber so einen Tag habe ich auch drauf.» Federer ist ein guter Freund Kohlschreibers, aber auch der ewige Spielverderber für ihn.

Elf Spiele bisher, elf Niederlagen, 0:11, es ist eine vernichtende Bilanz, ein Zeugnis, das einen in Depressionen stürzen könnte. Aber Kohlschreiber, in überzeugender Form in New York, kennt kein Verzagen, keine Angst und keine lähmenden Zweifel, jedenfalls nicht öffentlich: «Es sind die Spiele, für die man als Profi lebt. Da will man sein Herz auf dem Platz lassen, alles raushauen», sagt der 33-Jährige tapfer. Dass er auf wenig Unterstützung rechnen kann, ist ihm auch klar: «23 900 Zuschauer werden für Roger sein, 100 vielleicht für mich. Aber das ist normal bei seinen Matches.» Kohlschreiber will das Spiel geniessen: «Man muss eine gewisse Lockerheit mit auf den Platz bringen, aber auch unheimlich solide spielen. Sodass er sich gar nicht entfalten und wohlfühlen kann.» (all)