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EVZ-Trainer Tangnes: «Ich habe das grosse Ganze im Kopf»

Vor dem Lehner-Cup in Sursee sagt der Zuger Trainer Dan Tangnes, was ihm derzeit wichtig ist.
Interview: Sven Aregger
Dan Tangnes beim offiziellen Trainingsstart des EV Zug. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 29. Juli 2019)

Dan Tangnes beim offiziellen Trainingsstart des EV Zug. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 29. Juli 2019)

Zug absolvierte zwei Testspiele in Schweden gegen Färjestad BK. Mit diesem Klub will der EVZ künftig eng zusammenarbeiten. Was erhoffen Sie sich davon?

Dan Tangnes: Die Organisationen können in verschiedenen Bereichen voneinander profitieren – sportlich wie wirtschaftlich. Zwischen den Coaching-Staffs fand bereits ein interessantes Treffen statt, wir haben Ideen ausgetauscht. Das wollen wir vertiefen, Färjestad kommt ja nächstes Jahr nach Zug.

Was können die Schweden besser als die Schweizer Hockeyklubs?

In der Ausbildung sind die Schweden gemeinsam mit den Finnen die weltbesten. Die Nachwuchsabteilung von Färjestad ist vorbildlich. Wir können zum Beispiel lernen, welche finanziellen Mittel und personelle Ressourcen der Klub in die Entwicklung von jungen Spielern steckt. Die Schweden wissen, wie sie im Nachwuchs erfolgreich sein können.

Was ist der Schlüssel zu diesem Erfolg?

Klubs wie Färjestad setzen schon auf den untersten Stufen gutgeschulte Coaches ein, dafür investieren sie auch Geld. Hier in der Schweiz haben wir diese Möglichkeiten ebenfalls, aber wir müssen mehr Aufwand in der Trainerausbildung leisten.

Gegen Färjestad gewann Zug beide Spiele. Wo steht Ihre Mannschaft?

Ich habe viele gute Dinge gesehen und mag die Arbeitsmoral unseres Teams. Färjestad ist eine starke Mannschaft in Schweden, sie hat die Regular Season als Leader beendet. Die beiden Siege geben uns Selbstvertrauen, aber wir brauchen Zeit. Die neuen Spieler lernen unser System erst kennen, die Alteingesessenen müssen gewisse Abläufe auffrischen.

Grégory Hofmann und Jan Kovar sind bereits in guter Form. Sind Sie zufrieden mit den Neuzugängen?

Ja, sie haben eine tolle Einstellung. Aber ich schaute bisher noch nicht so sehr auf die ­Details, ich habe vor allem das grosse Ganze im Kopf. Es geht darum, wie die Spieler ihre Kollegen anspornen, wie sie das System umsetzen und wie sie die Anweisungen von uns Coaches implementieren. Die Neuzugänge sind offen und gewillt, Neues zu lernen. Das ist am wichtigsten für mich. In den nächsten Wochen werden wir tiefer ins Detail gehen.

Hofmann, Kovar, Martschini: Ist das die neue Traumlinie in der National League?

Alle drei sind sehr talentiert und haben in den Testspielen schon einige Skorerpunkte gesammelt. Genau das erwarten wir auch von ihnen. Aber ich bin nicht ­sicher, ob sie die ganze Saison eine Linie bilden werden. Wir werden sehen, wie es längerfristig funktioniert.

Am Donnerstag beginnt der Lehner- Cup in Sursee. Welche Bedeutung hat dieses Turnier für den EVZ?

Wir sind in der glücklichen Lage, uns in der Vorbereitung mit starken Gegnern messen zu können. Nach den Partien gegen Färjestad treffen wir am Lehner- Cup auf weitere gute Teams. Von Vítkovice Ridera aus Tschechien kenne ich die Trainer, und Barys Astana aus Kasachstan hat letzte Saison in der Kontinental Hockey League die Playoff-­Viertelfinals erreicht. Es macht Spass, gegen Klubs aus anderen Ligen zu spielen. Sie sind auch gute Gradmesser im Hinblick auf die Champions League, die Ende August startet.

7. Lehner-Cup in der Eishalle Sursee. Donnerstag, 17.00: EV Zug – Vítkovice Ridera. – Freitag, 19.45: Ambri-Piotta – Barys Astana. – Samstag, 16.00: Ambri-Piotta – Vítkovice Ridera.– 19.45: EV Zug – Barys Astana.

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