«Ich will mich zusammenreissen»

Nachgefragt bei Leana Barmettler (20), Skifahrerin aus Stans

Cza
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Leana Barmettler (20), Skifahrerin aus Stans (Bild: PD)

Leana Barmettler (20), Skifahrerin aus Stans (Bild: PD)

An den Junioren-WM in Åre stehen drei Zentralschweizer am Start. Nebst Carole und Semyel Bissig reiste am Sonntag die Stanserin Leana Barmettler (Bild) an. Die 20-jährige C-Kader-Athletin vom Skiclub Engelberg zeigt ihre bisher beste Saison. Im Europacup fährt sie regelmässig unter die besten 30. In Schweden bestreitet Barmettler Riesenslalom und Slalom.

Leana Barmettler, die Junioren-WM in Åre sind Ihr erster Grossanlass. Ihr erster Eindruck?

Am Tag der Anreise hat es mächtig gestürmt, und es war enorm kalt. Die Temperaturen lagen bei minus 14 Grad. Und der Schnee ist spezieller hier. Irgendwie trockener. Aber ansonsten gefällt es mir sehr gut. Wir sind zu dritt in einer gemütlichen Wohnung untergebracht. Nur die Internetverbindung ist ein wenig schwach. (lacht)

Mit welchen Ambitionen nehmen Sie die WM in Angriff?

Ich setzte mir nicht einen bestimmten Platz als Ziel. Wenn ich zwei saubere Läufe runterbringe, weiss ich, dass ich schnell sein kann. Vor allem im Riesenslalom rechne ich mir Chancen aus. Ich will mich zusammenreissen und mich vom Grossanlass nicht nervös machen lassen. Bisher klappte es gut. Im Training auf der Piste vergass ich schnell, dass ich eigentlich in Schweden bin.

Bei den vergangenen Junioren-WM holte die Schweizer Equipe sechs Medaillen. Gibt es eine Vorgabe für das Team?

Die gibt es nicht. Jedenfalls hat niemand gesagt «du musst eine Medaille machen, und du, und du». Aber etwa mit Loïc Meillard oder Camille Rast haben wir natürlich Athleten in unseren Reihen, die dazu sicher in der Lage sind.

In zwei Jahren finden in Åre die Ski-WM der Elite statt. Denken Sie schon daran?

Ich konzentriere mich jetzt mal auf diese Junioren-WM. Es ist meine letzte Möglichkeit bei den Junioren, da ich zum ältesten Jahrgang gehöre. Von der WM in zwei Jahren kann man vielleicht träumen, aber das spielt jetzt keine Rolle.

In diesem Winter scheint bei Ihnen vieles besser zu laufen. Wie bewerten Sie Ihre Saison?

Ich glaube, das ist meine bisher beste Saison. Meine FIS-Punkte konnte ich massiv verbessern. Und im Europacup fasse ich langsam Fuss. Schön war auch, als ich Vorfahrerin im Slalom an den Ski-WM in St. Moritz war.

Interview: cza