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Dem Urner Andi Imhof gelingen am Eidgenössischen Turnfest in Aarau der Hattrick und die endgültige Krönung

Dank dem Sieg im Urner Schlussgang im Schwingen gegen Matthias Herger gelingt Andi Imhof am Eidgenössischen Turnfest der Hattrick. Das Podest ist eine rein innerschweizerische Angelegenheit.
Simon Gerber
Andi Imhof (hinten) kämpft im Turnfest-Schlussgang gegen den Teamkollegen Matthias Herger (mit Stirnband). (Bild: Severin Bigler (Aarau, 15. Juni))

Andi Imhof (hinten) kämpft im Turnfest-Schlussgang gegen den Teamkollegen Matthias Herger (mit Stirnband). (Bild: Severin Bigler (Aarau, 15. Juni))

Mit leuchtenden Augen verfolgt Vater Markus Imhof, früher selbst ein erfolgreicher Nationalturner, den Schlussgang zwischen seinem Sohn Andi und Matthias Herger. Nach fünfeinhalb Minuten fällt die Entscheidung. Imhof kontert einen Schlunggversuch seines ehemaligen Schülers und drückte ihn ins Sägemehl. Sofort ist Andi von seiner Familie umringt, sie gratuliert ihrem grandiosen Dädi.

Für den 34-jährigen Andi Imhof ist im Leichtathletikstadion Schachen in Aarau ein Traum in Erfüllung gegangen: Als zweiter Nationalturner nach dem Luzerner Steve Anderhub holte der mental starke und vielseitige Kraftathlet nach 2007 und 2013 die dritte Siegeskrone in Serie an einem Eidgenössischen Turnfest. Damit geht der 123 Kilogramm schwere und 190 Zentimeter grosse Andi Imhof, der diese Sportart seit Jahren prägt, endgültig in die turnerischen Geschichtsbücher ein. «Dieser Erfolg ist ein grossartiges, ja einzigartiges Gefühl. Ein riesig grosser Stein ist mir vom Herzen gefallen. Gegen einen Trainingskameraden den Schlussgang zu bestreiten, war für mich sehr emotional und speziell», resümierte der Konstrukteur aus Bürglen. «Wir kennen uns vom Training in- und auswendig. Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen. Diesmal lag der Vorteil bei mir.»

Nun steht das Eidgenössische im Fokus

Am ersten Wettkampftag gelang Imhof noch nicht alles nach Wunsch. In den leichtathletischen Disziplinen gab es keinen Exploit, Imhof musste aber auch keinen Taucher hinnehmen. Im ersten Duell im Sägemehl setzte es mit dem Unentschieden im Schwingen gegen Ernst Bühler einen kleinen Dämpfer ab. Am zweiten Wettkampftag war der 34-Jährige in den vier Duellen im Ringen und Schwingen dann nicht mehr zu stoppen. Das Meisterstück auf dem Weg in den Schlussgang war der Sieg im Ringen gegen den defensiv eingestellten Robin Straub, den er mit der Maximalnote besiegte.

Ab sofort steht für den dreifachen Familienvater das Eidgenössische Schwingfest in Fokus, bei dem er den vierten eidgenössischen Kranz gewinnen will. «Hoffentlich gelingt mir eine ähnlich gute Leistung wie im Nationalturnen», so Imhof.

Der Turnverein Bürglen hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Trotz Prüfungsstress in seinem Studium als Maschineningenieur gelang auch Matthias Herger ein fast perfekter Wettkampf. Nach acht Durchgängen lag der 24-Jährige noch an der Spitze des Zwischenklassements.

Zweiter Platz für Marcel Bieri

Trotz dem Remis gegen Jeremy Vollenweider im Ringen genügten ihm die Punkte für die erste Schussgangteilnahme an einem Grossanlass. «Schade, dass ich meine Chance nicht packen konnte. Beide suchten jedoch kompromisslos den Sieg. Andi ist ein verdienter und würdiger Sieger», gab Matthias Herger zu Protokoll.

Die Innerschweizer dominierten den Wettkampf über die zwei Tage. Wie schon an den Schweizer Meistermeisterschaften letztes Jahr brillierte Marcel Bieri erneut mit dem zweiten Platz. Mit diesem Resultat sei er sehr zufrieden. «Gegen Jeremy Vollenweider und Robin Straub hatte ich keine Siegeschancen und verpasste mit dem Unentschieden den Schlussgang. Umso schöner war der Exploit gegen Martin Roth zum Abschluss», sagte der Primarlehrer.

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