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Thurgauer WM-Neuling will Halbfinal-Fluch der Unihockeyaner begraben

Am Samstag beginnt in Prag die Unihockey-WM. Für Nils Conrad aus Weinfelden ist es die erste Endrunde mit der A-Nationalmannschaft. Das Schweizer Team will den Ruf des «ewigen» Dritten ablegen.
Pascal Koster
Schon 18-mal spielte der Weinfelder Nils Conrad für die Schweizer A-Nationalmannschaft. Davor war er Captain der U19-Auswahl (Bild: Markus Wolf)

Schon 18-mal spielte der Weinfelder Nils Conrad für die Schweizer
A-Nationalmannschaft. Davor war er Captain der U19-Auswahl (Bild: Markus Wolf)

Es ist bewundernswert, mit welchem Fleiss die Schweiz Bronzemedaillen sammelt. Wenn man aber weiss, dass sie seit 1998 in jedem einzelnen WM-Halbfinal stand, ist es viel eher bedauernswert, dass noch keine goldene dazugekommen ist. Das Endspiel: für die Schweiz stets greifbar und doch erst einmal erreicht. 1998 gewann sie Silber in Prag.

Ab Samstag versucht die Nationalmannschaft den Halbfinal-Fluch abzustreifen. Wie vor 20 Jahren findet die Endrunde in der tschechischen Hauptstadt statt – ein gutes Omen? «Ich bin sehr zuversichtlich. Seit der vergangenen WM konnten wir alle Top-Nationen besiegen – erstmals in der Verbandsgeschichte auch Schweden», sagt Nils Conrad.

Ein weiterer Ostschweizer im WM-Aufgebot

Er gehört seit gut zwei Jahren zum Stamm des Nationalteams. Für den Offensivverteidiger aus Weinfelden ist es die erste WM in der Elite. Mit Nicola Bischofberger aus Nesslau ist noch ein zweiter Ostschweizer im Kader.

Vor etwas mehr als fünf Jahren führte Conrad bereits die U19-Auswahl der Schweiz als Captain an die Endrunde. Sie gewann Silber. Heute trägt der 24-Jährige auch im NLA-Club Rychenberg-Winterthur die Binde. «Nils ist ein Leader.», sagt Nationalcoach David Jansson. Conrad selbst nimmt sich zurück:

«Im Nationalteam haben andere das Sagen. Es gibt Spieler, die schon das zehnte Mal an die WM fahren. Aber klar: Wenn ich etwas zu sagen habe, sag ich es.»

Seine Laufbahn startet Conrad in Weinfelden, bei Floorball Thurgau. Er durchläuft einige Juniorenstufen des NLB-Vereins. In der Sekundarschule Erlen wird er deswegen in die rund 30-köpfige Unihockeyklasse aufgenommen. Morgens büffeln, nachmittags trainieren. Die Mischung gefällt ihm. So entscheidet er sich, der Sportklasse der Pädagogischen Maturitätsschule (PMS) Kreuzlingen beizutreten.

In einer schwedischen Birchermüeslifabrik gereift

Während der PMS kommt Conrad mit einem Kollegen auf die Idee, ein Jahr nach Schweden zu gehen, das dortige Unihockey zu erforschen. «Anfangs war es mehr ein Jux. Doch nach dem Abschluss fragten wir uns: Warum eigentlich nicht?»

Tatsächlich landet Conrad bei IBF Örebro, das in der zweithöchsten schwedischen Liga spielt. Um über die Runden zu kommen, arbeitet er in einer Druckerei und einer Birchermüeslifabrik. «Reich wurde ich damit nicht», gesteht er, «doch in dieser Zeit bin ich extrem gereift.» Dies unterstreicht er mit Leistung.

2015 schliesst er sich dem HC Rychenberg-Winterthur an. Seither hat er kaum ein NLA-Spiel verpasst. Eine Konstanz, die ihm letztlich sein erstes WM-Ticket bescherte.

Der Spielplan der Schweizer:

01.12. 12.00 Uhr Schweiz – Lettland
02.12. 14.00 Uhr Deutschland – Deutschland
04.12. 19.30 Uhr Tschechien – Schweiz
06.12. 16.30 Uhr evtl. Viertelfinal*
08.12. 16.00/19.00 Uhr evtl. Halbfinal**
09.12. 13.00/16.00 Uhr evtl. Spiel um Platz 3 oder Final

* Die Schweizer qualifizieren sich direkt für den Viertelfinal, wenn sie Platz 1 oder 2 in ihrer Gruppe erreichen. Werden sie 3. oder 4., so ist eine Viertelfinalqualifikation via Playoff immer noch möglich.

** Verlieren die Schweizer ihren Viertelfinal, bestreiten sie die Klassierungsspiele um den 5. bis 8. Rang.

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