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Ehemaliges FCSG-Talent Ilija Ivic: In St. Gallen angekommen

Ilija Ivic führt den SC Brühl morgen in der Promotion League gegen Cham als Captain auf das Spielfeld. Der 27-jährige Balgacher galt beim FC St. Gallen einst als grosses Versprechen.
Ives Bruggmann
Brühls Ilija Ivic (links) klatscht mit Mitspieler Samel Sabanovic ab. Trainer Uwe Wegmann lobt Ivics positive Art. (Bild: Kurt Frischknecht)

Brühls Ilija Ivic (links) klatscht mit Mitspieler Samel Sabanovic ab. Trainer Uwe Wegmann lobt Ivics positive Art. (Bild: Kurt Frischknecht)

Es ist Frühsommer 2013, als Ilija Ivic kurz vor dem Durchbruch als Stammspieler der ersten Mannschaft des FC St. Gallen steht. Der damals 21 Jahre junge Verteidiger kommt in den letzten zwei Spielen der Saison 2012/13 zu zwei Einsätzen im Team von Jeff Saibene. Und überzeugt. Trotz zweier knapper Niederlagen gegen die Grasshoppers und Basel betreibt Ivic Werbung in eigener Sache. «Obwohl die Abwehr beim Gegentor nicht gut aussah, war erneut unverkennbar, dass Ivic über grosses Potenzial verfügt», schreibt diese Zeitung am 2. Juni 2013 zu Ivics Leistung im letzten Saisonspiel gegen Meister Basel.

Mit der Profikarriere abgeschlossen

Heute, fünf Jahre später, ist Ivic Captain des SC Brühl. Kurz nach seinem Wechsel zum St. Galler Promotion-League-Club im Sommer 2017 tritt er eine 100-Prozent-Stelle bei einer Versicherung in St. Gallen an. Mit der Karriere als Fussballprofi habe er «grundsätzlich abgeschlossen». Doch was ist passiert aus dem hoffnungsvollen Verteidigertalent von 2013?

Diagnose für Saibene «niederschmetternd»

«Der Kreuzbandriss war wohl der Knackpunkt», sagt Ivic heute. In der Vorbereitung auf die Saison 2013/14 zieht sich der Balgacher mit kroatischen Wurzeln im Trainingslager die schwere Knieverletzung zu. Saibene bezeichnet die Nachricht damals als «niederschmetternd». «Ivic war auf einem hervorragenden Weg und wir haben uns von ihm in dieser Saison sehr viel erwartet.» Damit verpasst Ivic nicht nur die Chance, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, er muss auch zusehen, wie seine Mitspieler in der Europa League aufhorchen lassen und damit dem Publikum magische Europacupnächte bescheren.

In Chiasso Captain

Nach der Verletzung rollt der Ball nicht mehr wie gewünscht. Der Trainer setzt auf andere Spieler. Der Kroate lässt sich auf eigenen Wunsch hin zu Schaffhausen ausleihen. Aber auch dort findet Ivic nicht zurück in die Spur. Die nächste Station heisst Chiasso, wo Ivic «zwei super Jahre» verbringt. Im zweiten Jahr führt er die Mannschaft gar als Captain an. Doch Ivic stellt sich die Sinnfrage, will nicht einfach Profi sein, nur damit er Profi ist. «Entweder es reicht für mehr oder ich lasse es bleiben», sagt er sich. Das Angebot Brühls kommt genau zu diesem Zeitpunkt. Und so entscheidet sich der Innenverteidiger im vergangenen Sommer, in seine Heimat zurückzukehren. Er wohnt wieder in Balgach, arbeitet und trainiert in St. Gallen. Er ist mit sich im Reinen, trauert nicht seiner entschwundenen Profikarriere nach. «Wenn sich eine Türe schliesst, öffnet sich eine andere», sagt er. Den Umbruch in einen Alltag ohne Profifussball habe er gut gemeistert. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben.»

Kopfballstarker Leader

Brühls Trainer Uwe Wegmann schätzt Ivics Qualitäten so sehr, dass er ihn nach einem Jahr zum Captain ernannte. «Ilija ist ein positiver, offener Typ, der sehr geeignet ist für dieses Amt», sagt er. Der Deutsche bezeichnet Ivic als natürlichen Leader, der alle fussballerischen Qualitäten mitbringe. Neben seinem ausgezeichneten Kopfballspiel und seiner körperlichen Präsenz stehe Ivic auch für einen gepflegten Spielaufbau. Alles Attribute, die ihn bereits vor fünf Jahren zu einem der hoffnungsvollsten Talente der Ostschweiz machten.

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