«Ich bin stolz, dass ich da bin – hier lebt der Fussball» – das war der erste Medienauftritt von Ciriaco Sforza als FCB-Trainer

Am Donnerstagnachmittag kurz nach 14 Uhr traten der neue Trainer Ciriaco Sforza und Präsident Bernhard Burgener vor die Medien. Der neue Cheftrainer des FC Basel wurde begrüsst und äusserte sich zu seinen Zielen und seiner Philosophie.

Laura Pirroncello
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Sforza äusserte sich nach seiner Begrüssung durch Präsident Burgener als erstes dazu, was der FCB für ihn bedeutet und bezeichnet ihn als etwas Grossartiges. Es gäbe hier Menschen mit Zielen, sowie tolle Fans, eine tolle Muttenzerkurve. «Wir wollen mit Power, frech und dominant auftreten. Alles geben für den FCB», sagt Ciriaco Sforza. Er wolle positiv mit dem Verein ein Ziel verfolgen und das heisst «wir wollen immer gewinnen».

«Als Team stark werden im Positiven.» Das Positive - ein Wort, das in Sforzas Rede immer und immer wieder fällt. Man wolle keinen Krieg, keine negative Stimmung, es gebe dazu keinen Grund: «Hier drin wird positiv gearbeitet und wir wollen Leute, die positiv mit Herz dabei sind.» Das sei seine Philosophie sowie sein Ziel. Das wolle er mit dem FC Basel machen und erreichen.

Anschliessend konnten die anwesenden Journalistinnen und Journalisten ihre Fragen stellen. Unter anderem auch die Rücktritte von Sportchef Zbinden und U21-Trainer Frei. Burgener kommentierte das Ganze im Wesentlichen mit «das ist ihre Sichtweise» und «das waren ihre Entscheidungen».

Eine klare Philosophie für eine positive Zukunft

Danach ging es wieder vermehrt um Sforza als neuen Trainer. Menschlich habe er in Basel einen ruhigen und klaren Verein angetroffen: «Es ist eine klare Philosophie vorhanden, wie man neu in die Zukunft starten will.» Er habe in der Sitzung gespürt, dass er mit Leuten zusammensitze, welche etwas Neues beginnen wollen.

Von einem der Anwesenden wird der Posten, den Sforza antritt, als einen der schwersten Jobs aktuell im Schweizer Fussball bezeichnet. Er selbst traut sich diese Aufgabe aber klar zu: «Es gibt eine sensationelle Infrastruktur, sensationelle Unterstützung von den Fans und auch Leute und Protential. Ich bin stolz, dass ich hier bin.» Er sei überzeugt davon, dass man mit dem Verein in Zukunft sehr positive Zeiten haben werde.

Einer der Journalisten fragte im Verlauf der Konferenz, was genau von dieser «neuen» Philosophie denn genau zu ihm als Trainer passe. Darauf antwortete Ciriaco Sforza, dass vieles zu ihm passe. Das heisst, es gebe viele junge Talente und eine Mannschaft, die sehr kompakt sei, mit viel Potential. «Daraus kann man viel machen», schliesst er seine Ausführung ab.

«Die Jungen haben eine einzigartige Persönlichkeit vor sich»

Auch Burgener bezieht sich auf die Förderung der jungen Spieler: «Ich habe schon vor drei Jahren, als ich den Verein übernahm, gesagt, dass wir wieder mehr Junge in der ersten Mannschaft haben wollen.» Das sei ein wichtiger Punkt gewesen, der den Präsidenten von Ciriaco Sforza überzeugt hatte. Zudem bezeichnete Burgener den neuen Trainer für die Jungen als eine einzigartige Persönlichkeit, die sie künftig vor sich haben werden.

Bernhard Burgener.

Bernhard Burgener.

Keystone

Sforza betont im Verlauf seines ersten Medienauftritts nochmal, dass es die neue Philosophie sei, den Jungen eine Chance zu geben: «Ich will den Jungen ins Herz geben, wenn man Ziele erreichen will, dann muss man arbeiten, Leidenschaft und Bereitschaft zeigen sowie als Team auftreten.»

Anspruch auf den Meistertitel und gute Stimmung

Burgener betont nochmals das Ziel von Basel, die Meisterschaft zu holen. Mit Sforza habe man nun einen Trainer gefunden, der diesen Willen auch habe. Ob das ein kleiner Seitenhieb in Richtung Marcel Koller war oder nicht (bewusst oder unbewusst), sei jetzt mal dahin gestellt.

Auch die Stimmung in und rund um den Verein wird von den Medienschaffenden angesprochen. Man höre zur Zeit mehr von einer negativen Stimmung als von einer positiven, auch von internen Personen des Vereins. Burgener scheint von dem nichts mitzukriegen: «Ich habe den Eindruck, unsere Stimmung ist gut. Sonst wären wir sportlich nicht so weit gekommen.»

Sforza freut sich auf seine neue Aufgabe in Basel

Zum Abschluss der Medienkonferenz tut Sforza seine Freude über sein neues Amt Kund: «Ich freue mich auf meine Zukunft. Doch der Fokus liegt jetzt zuerst auf dem Cupfinal.» Er wünsche sich, dass alle miteinander positiv ans Werk gehen und somit auch Positives erreicht werden kann.

Das Schlusswort hat Bernhard Burgener und nutzt dieses dazu, ein grosses Dankeschön an Marcel Koller auszusprechen.

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