Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Jetzt wird in Hongkong auch noch gegen LeBron James demonstriert

Basketball-Superstar LeBron James geht auf Distanz zu China-Kritiker Daryl Morey – und erntet Proteste.

Der US-Basketballer LeBron James hat mit seiner Kritik an General Manager Daryl Morey von den Houston Rockets für dessen Pro-Hongkong-Tweet für Irritation gesorgt. «Ich glaube, er war falsch informiert und nicht mit der gegebenen Situation vertraut, als er sprach», sagte LeBron James über den Funktionär nach der Rückkehr von einer «schwierigen» PR-Tour mit den Los Angeles Lakers durch China.

Demonstranten halten in Hongkong ein unvorteilhaftes Foto von Basketballer LeBron James in die Höhe. Bild: Mark Schiefelbein/Keystone

Demonstranten halten in Hongkong ein unvorteilhaftes Foto von Basketballer LeBron James in die Höhe. Bild: Mark Schiefelbein/Keystone

Manager Morey hatte mit seiner Twitter-Unterstützung für die Demonstranten in Chinas Sonderverwaltungszone Hongkong eine Debatte über China-kritische Stellungnahmen aus der nordamerikanischen Profiliga NBA ausgelöst.

«Natürlich haben wir das Recht auf freie Meinungsäusserung, aber damit kann auch viel Negatives verbunden sein», sagte der zweimalige Olympiasieger James vor einem Testspiel der Lakers weiter. «Es gibt negative Folgen, die passieren können, wenn man nicht an andere denkt, wenn man nur an sich denkt. Deswegen muss man vorsichtig sein mit dem, was wir twittern, sagen und tun.»

Kritische Reaktionen in den USA

Moreys Tweet («Kämpft für Freiheit. Steht zu Hongkong.») hatte im Reich der Mitte für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. NBA-Chef Adam Silver lehnte allerdings ungeachtet von Sanktionen und weiteren Drohungen aus dem chinesischen Milliardenmarkt eine von China erwartete Entschuldigung für Moreys Aussage ab.

Die wichtigste Werbefigur in China

In China kam die Kritik des Idols und Superstars LeBron James an Morey jedenfalls gut an. User in sozialen Netzwerken feierten James als «bewundernswert» und «unabhängig denkenden Star». Kritischer fielen die Reaktionen in den USA aus. Zahlreiche Nutzer erinnerten James daran, dass es derzeit gerade für die Demonstranten in Hongkong und Minderheiten in China schwierig sei. Ein Grund für James zur Distanzierung von Kritik an China könnten allerdings persönliche Interessen sein. Der 34-Jährige ist für seinen Ausrüster (Nike) eine der wichtigsten Werbefiguren in China.

James mit vielen PR-Reisen durch China

Im Zuge seines millionenschweren Vertrages mit dem US-Sportartikelriesen hat James schon viele PR-Reisen für den Konzern durch China unternommen. Ausserdem bilden die Einnahmen der NBA und damit auch der Lakers aus TV- und Werbeverträgen mit China einen wichtigen Teil der Grundlagen für die Millionengehälter von James und seinen Kollegen. (sid)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.