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João Oliveira vor Rückkehr zum FC Luzern

Der FC Luzern bestreitet am Samstag (19 Uhr) auswärts gegen den FC Basel das letzte Saisonspiel. Der FCL könnte einen Punkterekord aufstellen, derweil wird hinter den Kulissen das neue Kader geplant.
Daniel Wyrsch
João Oliveira (links) kehrt wohl vom polnischen Erstligisten Lechia Gdansk zurück. (Bild: P. Matusewicz/PressFocus (Danzig, 23. April 2018))

João Oliveira (links) kehrt wohl vom polnischen Erstligisten Lechia Gdansk zurück. (Bild: P. Matusewicz/PressFocus (Danzig, 23. April 2018))

Im letzten Match dieser Saison muss der FC Luzern in Basel antreten. Im St.-Jakob-Park geht es für beide Teams nicht mehr um die Tabelle. Der FC Basel ist schon seit Ende April definitiv Zweiter in der Schlussrangliste. Bekanntlich hat YB den Meisterpokal erobert und den FCB vorher schon im Cup-Halbfinal bezwungen. So muss der zuletzt achtfache Serienmeister vom Rheinknie erstmals seit neun Jahren eine Spielzeit ohne Titel abschliessen. Das war dem dominierenden Schweizer Verein der letzten anderthalb Dekaden letztmals 2009 unter dem damals abtretenden Coach Christian Gross widerfahren. Immerhin hatte der Zürcher in seinen zehn Jahren in Basel vier Meistertitel und vier Cupsiege mit Rotblau gewonnen.

Nun steht Raphael Wicky (41) beim FCB an der Seitenlinie. Wie Luzerns Gerardo Seoane (39) wurde er als U21-Coach zum Cheftrainer der Super-League-Mannschaft ernannt. Doch der Walliser konnte die sehr hohen Erwartungen in der Meisterschaft und teils auch im Cup nicht erfüllen. In der Champions League holte Basel mit der Achtelfinal-Qualifikation das Maximum aus den Möglichkeiten heraus.

Unaufgeregter Seoane kommt gut an

Aufseiten des FCL coacht am Samstag einer der Gewinner dieser Saison. Seoane hat die Innerschweizer, die im letzten Herbst sogar zweimal das Tabellenende geziert hatten, als Nachfolger von Markus Babbel von Rang 9 auf Schlussplatz 3 geführt. Am Donnerstag dankte er den Innerschweizer Medienvertretern für die angenehme Zusammenarbeit in den letzten Monaten. Kein Wunder, kommt Seoane mit seiner unaufgeregten Art gut an, er ist nicht nur mit seiner Mannschaft sehr erfolgreich, er macht auch einen professionellen Job mit den anderen Playern rund um das Team.

So informierte er am Donnerstag über den ersten Zuzug, der beim ersten Training der neuen Saison am 13. Juni aller Voraussicht nach auf dem Platz stehen wird. Es handelt sich dabei um João Oliveira. Der 22-jährige Schweiz-Portugiese ist korrekt bezeichnet ein Rück­kehrer. Denn der schnelle Flügelstürmer spielte schon zwischen 2013 und 2017 für Luzern im Nachwuchs und bei den Profis. In der Super League kam er zu 779 Einsatzminuten, aufgeteilt in 32 Partien. Oliveira erzielte 2 Tore und gab 1 Assist.

Zu Beginn der laufenden ­Saison wurde er an Lechia Gdansk ausgeliehen. Für den Club aus der höchsten polnischen Liga bestritt er 18 Partien und schoss in 746 Einsatzminuten 3 Treffer und gab 2 Assists. Seoane kennt Oliveira aus der Luzerner U21, wo er unter seiner Führung in 35 Partien 16 Tore erzielte und sechsmal die Torvorlage leistete. «Für unser Umschaltspiel ist João ein interessanter Spieler», sagt Seoane. Zwar hat der FCL-Trainer noch nicht die Gewissheit, dass Oliveira zurück in die Innerschweiz ziehen möchte, doch vieles deutet auf ein Comeback des Aussenangreifers hin. Oliveira dürfte seine Chance packen wollen, im erfolgreichen Team von Seoane zu spielen. Wenn er den Wunsch auf eine Rückkehr in die Schweiz bei Lechia Gdansk erklärt, dürften ihm die Polen keine Steine in den Weg legen und ihn trotz Kaufoption ziehen lassen. Beim FCL besitzt der Spieler, der ähnlich wie Ruben Vargas (19) sehr schnell und technisch recht gut beschlagen ist, noch einen Vertrag bis Sommer 2019. Wie Vargas hat er aber das Problem, dass er nach einer Stunde Spielzeit meistens erschöpft ist. Vielleicht hat Seoane den Plan, dass die beiden quirligen Profis künftig in den Spielen gegenseitig aus­getauscht werden können.

Geplant sind die Abschiede von Jong und Juric

Ein anderer schneller Spieler, der mit Seoane schon im Nachwuchs arbeitete, ist der Schwyzer Dario Ulrich (20). Er war an den Challenge-League-Club Winterthur ausgeliehen (17 Spiele, 527 Minuten Einsatzzeit, 1 Assist). Auch der Rechtsaussen Ulrich kann sich Hoffnungen machen, dass er ins Profiteam des FCL zurückkehren kann. Dagegen ist die Zeit des Nordkoreaners Il-Gwan Jong (25) nach vier Einsätzen in der Super League und einem Tor für den FCL bereits zu Ende. «Wir sind bestrebt, eine Lösung für Il-Gwan zu finden», erklärt Seoane. Jong hat noch einen Einjahresvertrag in Luzern, er konnte sich in der Rückrunde auch als Leihspieler bei Wil in der Challenge League nicht durchsetzen.

Weiter ist bekannt geworden, dass der auslaufende Kontrakt von Nicolas Schindelholz (30) nicht verlängert wird. Dereck Kutesa (20) kehrt nach der Ausleihe zum FCB zurück. Klar ist auch, dass der FCL darauf hofft, dass er den zurzeit angeschlagenen Stürmer Tomi Juric (26) nach der WM mit Australien in eine grössere Liga verkaufen kann. Auch darum verzichtet Seoane in Basel auf Juric, obwohl der FCL mit einem Punktgewinn seinen Halbsaisonrekord egalisieren könnte. Der Bestwert steht bei 34 Punkten aus der Rückrunde 2014/15.

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