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Joel Wicki ist Königsanwärter Nummer 1

Keiner überzeugt am ersten Tag des Eidgenössischen Schwingfests so wie Joel Wicki. Der Sörenberger ist nicht nur auf Königskurs, sondern Königsanwärter Nummer 1. Im 5. Gang wird er aber einen ganz harten Brocken als Gegner haben.
Jonas von Flüe
Joel Wicki, rechts, freut sich nach seinem Schwung gegen Jonas Lengacher im 3. Gang am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Samstag, 24. August 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Joel Wicki, rechts, freut sich nach seinem Schwung gegen Jonas Lengacher im 3. Gang am Eidgenoessischen Schwing- und Aelplerfest (ESAF) in Zug, am Samstag, 24. August 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der erste Tag des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests hat uns mehrere Erkenntnisse gebracht. Die Berner sind stärker als gedacht. Christian Stucki schwingt an der Spitze mit, Kilian Wenger ist in Lauerstellung. Aber auch die sogenannte zweite Garde ist bärenstark. Etwa Fabian Staudenmann, der zwar überraschend, aber äusserst souverän gegen Sven Schurtenberger gewonnen hat.

Die Innerschweizer ihrerseits sind zum Teil am grossen Druck zerbrochen. Pirmin Reichmuth, Benji von Ah, aber auch Andreas Ulrich, Erich Fankhauser oder Philipp Gloggner mussten allesamt unten durch. Unter den besten 40 Schwingern nach dem ersten Tag sind nur gerade 8 Innerschweizer klassiert.

Aber mit Joel Wicki und Marcel Bieri haben zwei Innerschweizer all ihre vier Gänge gewonnen. Das ist nur Christian Stucki und Armon Orlik ebenfalls gelungen. Wir nehmen die vier an der Ranglistenspitze genauer unter die Lupe:

Joel Wicki (22)

(Bild: Urs Flüeler/Keystone)

(Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Der Sörenberger hat nicht nur vier Mal gewonnen, sondern vier Mal in äusserst überlegener Manier: Vier Mal mit Kurz, vier Mal in der ersten Minute. So explosiv und so entschlossen ist er der Königsanwärter Nummer 1. Das letzte Eidgenössische verpasste er verletzungsbedingt. Deshalb geniesse er die Stimmung und den Wettkampf in der Zuger Arena erst recht. Nachdem Lokalmatador Pirmin Reichmuth früh aus der Entscheidung fällt, unterstützt das Innerschweizer Publikum Wicki umso frenetischer. Die Sehnsucht nach dem ersten Königstitel seit 1986 ist in der Region riesig. Er selbst verzichtet auf grossen Jubel. Den will er sich für morgen Nachmittag aufsparen - für nach dem Schlussgang.

Christian Stucki (34)

(Bild: Urs Flüeler/Keystone)

(Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Der Berner hat nicht nur die Königsträume des einheimischen Pirmin Reichmuth zerstört, sondern auch die anderen starken Gegner in überzeugender Manier besiegt. Besonders eindrücklich hat er den Defensivkünstler Werner Suppiger bezwungen. Ein Stucki in dieser Form ist fast nicht zu zerstören, seine Routine im Vergleich zu den jungen Gegnern ein wichtiger Vorteil. Doch die Hitze und die Länge des Fests sind für den 140 Kilogramm schweren Stucki ein Nachteil.

Armon Orlik (24)

(Bild: Claudio Thoma/Freshfocus)

(Bild: Claudio Thoma/Freshfocus)

Der Wettkampf läuft auch für Orlik genau so, wie er es sich erhofft hat: Siege über Glarner, Gnägi, Arnold und Schenk. Er marschiert im Gleichschritt mit Wicki und Stucki, ist jedoch bislang noch nicht so überzeugend wie die anderen beiden. Er nimmt zunächst Revanche an Matthias Glarner für die Niederlage im Schlussgang des letzten Eidgenössischen, bleibt insgesamt von den ganz starken Gegnern verschont. Zudem steht er einiges länger im Sägemehl als Wicki oder Stucki. Hat das Kraft gekostet? Oder kann er morgen Sonntag noch mehr aufdrehen?

Marcel Bieri (24)

(Bild: Urs Flüeler/Keystone)

(Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Dank ihm hat das Zuger Publikum doch noch Grund zur Freude. Mit Zenger, Graber und Kämpf besiegt er drei Berner Eidgenossen, allerdings jeweils mit Nachdrücken. Das bringt ihm einen Rückstand von 0,5 Punkten auf das Spitzentrio ein. Bieri hat noch keinen Eidgenössischen Kranz gewonnen. Dieses grosse Ziel sollte er morgen erreichen. Schafft er auch die Sensation? Dazu müsste er im gleichen Stil weitermachen. Denn morgen Vormittag wird er wohl auf Orlik oder Stucki treffen.

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