Joel Wicki macht in Wolhusen Titel-Hattrick perfekt

Topfavorit Joel Wicki aus Sörenberg triumphiert beim Bad-Schwinget in Wolhusen nach 2017 und 2018 zum dritten Mal. Der Formstand zum Saisonstart stimmt.

Simon Gerber
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Joel Wicki jubelt über seinen Sieg beim Bad-Schwinget. (Bild: Roger Grütter, Wolhusen, 7. April 2019)

Joel Wicki jubelt über seinen Sieg beim Bad-Schwinget. (Bild: Roger Grütter, Wolhusen, 7. April 2019)

Perfekter Start von Joel Wicki ins neue Jahr: Beim Bad-Schwinget in Wolhusen triumphiert er sogleich. Der Sörenberger wurde den Vorschusslorbeeren mit fünf Siegen und dem Unentschieden gegen Werner Suppiger auf eindrucksvolle Weise gerecht. Der Schlussgang dauerte nur gerade 28 Sekunden. Der Sörenberger fing den Übersprung seines Gegners Adrian Klossner vom Schwingklub Frutigen perfekt ab und holte damit die dritte Maximalnote des Tages. Zum Auftakt brillierte Joel Wicki gleich beim ersten Angriff mit einem explosiven Kurzzug gegen den Eidgenossen Philipp Gloggner.

Auch bei den nächsten Gegnern machte der 22-Jährige mit seiner vielseitigen Technik kurzen Prozess und benötigte nie mehr als eine Minute Kampfzeit. Einzig beim Ringerspezialisten Werner Suppiger gelang es ihm nicht, die starke Verteidigung zu durchbrechen. «Schade, dass mir der erste Angriff bei ihm misslungen ist», hält Wicki fest.

Joel Wicki legt Adrian Klossner (vorne) ins Sägemehl. (Bild: Roger Grütter, Wolhusen, 7. April 2019)

Joel Wicki legt Adrian Klossner (vorne) ins Sägemehl. (Bild: Roger Grütter, Wolhusen, 7. April 2019)

Joel Wicki: «Der Fahrplan stimmt»

Es zeigte sich in diesem Duell jedoch, dass der Entlebucher auch in der Bodentechnik grosse Fortschritte macht. Er sei froh, dass es nach einem intensiven Wintertraining endlich losgegangen sei. «Der Formstand ist schon gut und der Fahrplan stimmt. Zudem legte ich noch etwas an Gewicht zu. Mit dem Start in die neue Saison bin ich rundum zufrieden», resümierte Joel Wicki. In einer Woche reist er zusammen mit Remo Käser, Lario Kramer und Co. zu einem einwöchigen Trainingslager nach Sölden.

Im Windschatten von Wicki kämpfte die Konkurrenz um eine Schlussgangteilnahme. Nach 2017 und 2018 winkte Michael Müller die grosse Chance, ein drittes Mal gegen Wicki anzutreten. Der zehnfache Kranzgewinner zog gegen Damian Egli im fünften Gang sämtliche Register seines Könnens, doch er verpasste mit einem Unentschieden das Ziel. Dank dem platten Wurf im letzten Duell gegen den Berner Stefan Gäumann erreichte der 23-Jährige den zweiten Platz. «Damit ging die Rechnung für mich doch noch auf. Ich bin ex­trem glücklich», so Müller.

Seine gute Frühform bestätigte Werner Suppiger. Nach einem starken Beginn mit drei Siegen fiel er mit dem Remis im fünften Durchgang gegen Sven Lang aus der Entscheidung.

1300 Zuschauer in Wolhusen

Trotz der recht kühlen Witterung lockte die Eröffnung am Sonntag 1300 Zuschauerinnen und Zuschauer an. Mit 150 Schwingern wurde zudem eine Rekordmarke registriert. Man spürte förmlich, wie die Schwingerwelt der neuen Saison mit dem Höhepunkt, dem Eidgenössischen in Zug, entgegenfiebert. Von den drei gemeldeten Eidgenossen melden sich Sven Schurtenberger (Erkältung) und Erich Fankhauser (Schulterprobleme) ab. Philipp Gloggner verletzte sich im ersten Gang gegen Joel Wicki an der Schulter und gab danach den Wettkampf auf.

Bad-Schwinget. Wolhusen (150 Schwinger, 1300 Zuschauer). Schlussgang: Joel Wicki (Sörenberg) bezwingt Adrian Klossner (Horboden) durch Abfangen eines Übersprungs. Schlussrangliste: 1. Wicki 58,50. 2. Michael Müller (Kottwil) 57,75. 3. Alex Huber (Tuggen), Jan Wittwer (Faulensee) und Michael Graber (Schötz) je 57,50. 4. Werner Suppiger (Wauwil), Dominik Streiff (Tuggen), Ronny Schöpfer (Wiggen), Damian Egli (Steinhuserberg) und Ueli Zürcher (Buttisholz) je 57,25. 5. Klossner, Damian Stöckli (Wolhusen), Reto Gloggner (Ettiswil), Stefan Gäumann (Häutligen) und Martin Bättig (Kleinwangen), je 57,00.

Schlussgang für Pirmin Reichmuth

 Nach Sarnen und Oberarth erreichte Pirmin Reichmuth als Gast am Gibelschwinget im zürcherischen Bonstetten zum dritten Mal in dieser Saison den Schlussgang. Im offensiv geführten Duell gegen Samuel Giger erhielt der Zuger die Note 8,75. Damit verpasste der 23-Jährige den dritten Saisonerfolg um einen Viertelpunkt. Diesen erbte als alleiniger Sieger der Zürcher Samir Leuppi.