Jonas Omlin kehrt gegen Belgien zum ersten Mal nach Luzern zurück

Der ehemalige Torhüter des FC Luzern, Jonas Omlin, kehrt ausgerechnet mit der Nationalmannschaft  zum ersten Mal nach Luzern zurück. Sein Aufstieg verlief rasant.

Raphael Gutzwiller
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Hält jetzt die Bälle auch für die Schweizer Nationalmannschaft: Jonas Omlin. (Bild: Toto Marti/Freshfocus)

Hält jetzt die Bälle auch für die Schweizer Nationalmannschaft: Jonas Omlin. (Bild: Toto Marti/Freshfocus) 

Seine erstmalige Rückkehr ins Luzerner Stadion hätte sich der Obwaldner Goalie Jonas Omlin, der im Sommer vom FC Luzern zum FC Basel wechselte, wohl selber nicht so vorgestellt. «Es ist sicher speziell, mit der Nationalmannschaft nach Luzern zu kommen. Aber ich freue mich natürlich sehr. Es ist für mich ein Heimspiel, ich kenne mich im Stadion sehr gut aus», sagt der noch immer in Obwalden wohnhafte Schlussmann.

Heute gegen Belgien figuriert Omlin hinter Yann Sommer und Yvon Mvogo als Nummer drei des Nationalteams. Zum ersten Mal überhaupt ist er dabei. Bis zu diesem Aufgebot verlief sein Aufstieg rasant. Noch vor weniger als zwei Jahren meinte er im Winter-Trainings­lager des FC Luzern: «Mein Ziel ist es, Stammgoalie beim FC Luzern zu sein.» Dieses Ziel hatte er drei Monate später erreicht, im März 2017 verdrängte er den langjährigen Stammtorhüter David Zibung. Wobei: Der damalige FCL-Trainer Markus Babbel wollte wohl nicht ganz an das Talent des damals 23-Jährigen glauben. So sagte der Trainer öffentlich, dass Omlin zehn Spiele zur Probe erhalten soll. Was in der Nachbetrachtung angesichts des grossen Talents Omlins fast absurd wirkt, war damals einleuchtend. Schliesslich hatte Omlin bei seinem Début im FCL-Tor als erst 21-Jähriger gegen den FC Basel zweimal danebengegriffen, daraufhin hatte er zwei Jahre auf seine erneute Chance warten müssen.

«Ich profitiere bereits vom Goalietraining bei Patrick Foletti»

Auch seinen Paraden war es zu verdanken, dass der FCL Omlins erste ganze Saison als Stammgoalie auf dem dritten Rang abschloss. Spätestens seit seinem Wechsel nach Basel spielte sich der Torhüter aus Sachseln in den nationalen Fokus. Sowohl in der Champions-League-Qualifikation als auch in der Meisterschaft zeigte er starke Leistungen. Mit dem Aufgebot folgt das nächste Highlight. «Man konnte sicher nicht erwarten, dass es so schnell gehen würde. Ich habe einige richtige Entscheide getroffen und bin sicher zufrieden mit der Entwicklung», so Omlin, der hervorhebt, dass er sich durch das Aufgebot besonders freut – auch wenn er nicht zum Einsatz kommt. «Ich kann alleine im Goalietraining mit Goalietrainer Patrick Foletti viel lernen. Es ist natürlich schön, dass ich hier dabei sein darf.» Sein erstmaliges Aufgebot überhaupt – er war nie Teil der Juniorennationalteams gewesen – habe auch mit seinem Wechsel zum FC Basel zu tun, meint Omlin. «In Basel ist alles noch einmal eine Schuhnummer grösser. Deshalb denke ich schon, dass durch den Wechsel das Thema Nationalmannschaft konkreter geworden ist. Das Aufgebot zeigt mir, dass ich mich auf einem guten Weg befinde.»


Für Omlin ist das Spiel gegen Belgien die erstmalige Rückkehr nach Luzern. Eine Woche später ist er wieder in Luzern zu Gast. Diesmal mit dem FC Basel. Dann wird er auch spielen.