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JUDO: Tschopp scheitert an Kosovos Sportidol

Evelyne Tschopp scheidet im Limit bis 52 kg in den Achtelfinals aus. Bereits nach 24 Sekunden war für Tschopp der Traum vorbei.
Die Kosovarin Majlinda Kelmendi (in Weiss) legt die Baselbieterin Evelyne Tschopp auf die Matte. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Die Kosovarin Majlinda Kelmendi (in Weiss) legt die Baselbieterin Evelyne Tschopp auf die Matte. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

sda. Die Kosovarin Majlinda Kelmendi, die aktuelle Weltranglisten-Erste, entschied mit dem Sieg gegen Evelyne Tschopp das vierte Duell (vorher alle im Jahr 2015) gegen die Schweizerin zu ihren Gunsten. Dabei gewann Kelmendi unter anderem den Final am Grand Slam in Paris 2015, wo Tschopp mit Rang 2 ihr bislang wertvollstes Resultat errang.

Tschopp kannte die Gründe für ihre schnelle Niederlage: «Kelmendi ist extrem kräftig. Deshalb hätte ich sie nicht mit dem Arm oben kommen lassen dürfen. Und ich stellte mich noch rechts ausgerichtet und damit falsch hin. Dadurch eröffnete ich ihr die Uchi-Mata-Technik. Eigentlich hätte ich ihr den Arm kontrollieren und unten behalten müssen.» Kelmendi holte gestern bei der erstmaligen Olympia-Teilnahme des Kosovo mit Gold die erste Olympia-Medaille überhaupt für dieses Land. Kelmendi war bereits Weltmeisterin von 2013 (in Rio de Janeiro) und 2014, zudem gewann die 25-Jährige 2014 und 2016 jeweils den EM-Titel.

Innerhalb des nun abgeschlossenen Olympia-Zyklus blieb Kelmendi zwischen 2013 und 2015 zwei Jahre lang ohne Niederlage. Im Kosovo ist sie ein Sportidol oder einfach die bedeutendste Athletin des Landes. Tschopp hatte schon auf U-14-Stufe in der Schweiz Kelmendi wiederholt gegenübergestanden. Sie erkennt zumindest einen Ansatz von Schwäche bei der gleichaltrigen Kelmendi: «Sie versucht, den Kampf in den ersten zwei Minuten zu entscheiden. Wenn sie bis dahin keine Wertung zu Stande bringt, lässt sie etwas nach. Doch sie bleibt auch dann schwierig zu werfen.» Tschopp hatte bei ihrem Olympiadebüt ihre happige Startaufgabe durch einen Disqualifikationssieg gemeistert. Der Schiedsrichter ahndete etwas streng, aber korrekt, eine «Notbremse»-Aktion von Priscilla Gneto, der Olympia-Dritten von 2012 und aktuellen EM-Zweiten. Die Französin hatte ein unerlaubtes Beingreifen begangen, um Tschopps Angriff zu neutralisieren. Tschopp hatte mit ihrem druckvollen Vorgehen die Französin indes überhaupt zu diesem Fehlgriff verleitet. Dadurch gewann die Baselbieterin mit Ippon.

Medaille 2020 als Ziel

Nach dem Achtelfinal-Out von Tschopp sind die Schweizer im Frauenjudo bei Olympia (seit 1992) immer noch ohne Diplomgewinn. Die aufstrebende EM-Fünfte Tschopp will dies auf jeden Fall ändern. Eine Medaille im Judo-Mutterland Japan 2020 in Tokio ist ihr erklärtes Ziel. «Edelmetall hatte ich allerdings schon hier holen wollen.» Mit einer Quote von 50 Sieg-Prozenten gegen die Top 8 der Welt war die Medizin-Studentin in Rio de Janeiro bereits mit der viel versprechendsten Bilanz des Schweizer Judo-Trios angetreten.

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