Kriens-Luzern greift gegen St.Otmar auf die Jugend zurück

Die Handballer von Kriens-Luzern treffen am Sonntag auf St. Otmar. Das Verletzungspech zwingt Trainer Goran Perkovac viele junge Spieler einzusetzen.

Roland Bucher
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Der HC Kriens-Luzern spielt gegen den HSC Suhr Aarau. Fotografiert am 20. Oktober 2019 in Kriens.Im Bild: HCK Trainer Goran PerkovacBoris Bürgisser / LZ

Der HC Kriens-Luzern spielt gegen den HSC Suhr Aarau. Fotografiert am 20. Oktober 2019 in Kriens.
Im Bild: HCK Trainer Goran Perkovac

Boris Bürgisser / LZ

Handball Kriens legt bisher eine gute Saison hin. Rang 4 nach acht Runden, jetzt folgt ein weiterer Reifetest bei St.Otmar (Sonntag, 17 Uhr). Die Krux: Mit Regisseur Hofstetter, Rechtsaufbauer Papez, Rechtsflügel Ramseier sowie den in der Saison-Startphase überzeugenden Talenten Rellstab und Goalie Eicher melden sich gleich fünf wichtige Leute verletzt ab. Erste Reaktion: Mit Tomas Piroch hat man aus dem Fundus von Bundesliga-Verein Melsungen einen jungen Linkshänder für die rechte Aufbauerposition rekrutiert. Melsungen? Genau: Das ist die Mannschaft von Heiko Grimm, der jahrelang die Krienser Geschicke führte. Piroch? Genau: Einer, der als Nachwuchs-Juwel gilt, kürzlich sein Debüt in der tschechischen Nationalmannschaft gab. Er freue sich enorm, für Kriens «in dieser Notsituation einspringen und Impulse setzen zu dürfen».

Piroch, dessen Vertrag bis Ende Jahr befristet ist, zählt erst 19 Jahre und habe noch viel zu lernen, betont HCK-Trainer Goran Perkovac. Aber der 1,92-Meter-Mann könne durchaus helfen in dieser personell angespannten Lage: «Er ist kein Shooter, aber technisch hoch begabt. Ich erhoffe mir einiges von ihm.»

Kommt Piroch bereits zum Einsatz?

Den Entscheid, ob Piroch schon gegen St.Otmar tschechisches Handball-Flair zum Sieg beisteuert, fällen die HCK-Techniker erst vor Spielbeginn. Er wäre ein zweiter Debütant neben Goalietalent Patrick Rast (20), der für den ebenfalls langzeitverletzten Kayoum Eicher (21) in die Bresche springt. Und auf den Perkovac in heiklen (Penalty-)Situationen durchaus setzen will: «Ich vertraue ihm, er hat gute Qualitäten.»

So also wäre, was das Verletzungspech des HCK betrifft, nur noch die Absenz von Captain Tom Hofstetter (Ellbogenoperation) zu thematisieren. Das Krienser Herzstück ist nicht zu ersetzen, aber sauber abzudecken. Moritz Oertli, der Sohn vom HCK-CEO, hat mit einer starken Leistung beim 22:20-Sieg gegen Suhr bewiesen, dass er ein Team führen kann. Wie auch immer: Jugendpower wird beim HCK gefragt sein. Nicht abwegig ist in Spezialsituationen diese Formation: Rast (20); Idriz (21), Piroch (19), Oertli (18), Delchiappo (21), Harbuz (25), Schlumpf (20). Die Krienser U21 will Otmar an den Kragen.

NLA. 9. Runde. Heute, 17.00: Wacker Thun – GC Amicitia Zürich. – 17.30: Pfadi Winterthur – Endingen.

Sonntag, 16.00: Suhr Aarau – RTV Basel. – 17.00: St. Otmar St. Gallen – Kriens-Luzern. BSV Bern – Kadetten Schaffhausen.