Kadetten zeigen dem HCK den Meister

Gut genug, um den Meister zu herauszufordern – aber nicht gut genug, um ihn ernsthaft ins Wanken zu bringen: Der HC Kriens-Luzern verliert sein Heimspiel gegen Kadetten Schaffhausen mit 25:30 (11:14).

Merken
Drucken
Teilen
Nicolas Raemy beim Abschluss. Insgesamt erzielte er gegen Schaffhausen 5 Treffer. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Nicolas Raemy beim Abschluss. Insgesamt erzielte er gegen Schaffhausen 5 Treffer. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

3:0 führte der HCK nach 6 Minuten, als Schaffhausens Trainer Petar Hrachovec seine grüne Karte fürs Team-Timeout auf den Tisch legte. In aller Ruhe und Sachlichkeit erklärte der Coach seinem Team den Weg. Wenig später war der Fehlstart korrigiert, Kadetten kam auf Betriebstemperatur.

Dass es in der Folge nicht eine Kanterniederlage absetzte, lag einerseits daran, dass der HCK seine durchaus guten Phasen hatte. Allen voran Roman Schelbert, der in 45 Minuten mit 10 Paraden wichtige Bälle hielt. Dann aber gefiel der HCK in dieser Phase auch mit einer durchaus passablen Angriffseffizienz. Es lag aber mitunter sicher auch daran, dass Schaffhausen nach dem Champions League-Start am Samstag in Zagreb nicht mit völlig frischen Batterien zu Werke ging.

Das war aber auch nicht nötig. Denn der Gastgeber hielt zwar ordentlich dagegen, an die ganz grosse Sensation aber schien bei den Zentralschweizern irgendwie niemand so recht zu glauben. So wurde in der Defensive nicht mit dem letzten Biss gefightet, und in der Offensive unterliefen immer wieder blöde Fehler. Dass sowas von einem Team mit der Klasse Kadettens gnadenlos bestraft wird, das wusste an sich jeder in der Halle schon vor dem Spiel. Nach den 60 Minuten hatte er höchstens noch die Bestätigung dafür.

So geht der HCK mit einer «ehrenvollen» Niederlage in die Finalrunde. Und die beginnt bereits am kommenden Freitag mit dem Spiel gegen Wacker Thun. An Rang 4 ändert die Niederlage gegen Schaffhausen nichts.

Benedikt Anderes/HCK/zim

HCK-Spieler Daniel Baverud wird von David Graubner aufgehalten. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
11 Bilder
Der Krienser David Nyffenegger (rechts) gegen den Schaffhauser Vaclav Vrany. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Überzeugte mit zahlreichen Paraden: Kriens-Luzern Torhüter Roman Schelbert, hier bei einem Penalty gegen Schaffhausens Iwan Ursic. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Leszek Starczan (rechts) hat das Nachsehen gegen den HCK-Spieler Boris Stankovic. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
HCK-Spieler Daniel Baverud im Zweikampf mit Rares Jurca. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Daniel Baverud war mit sechs Treffern der beste Krienser. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Nicolas Raemy verzielte fünf Treffer. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Benjamin Steiger vom HC Kriens findet die Lücke zwischen den Kadetten-Spielern Rares Jurca (links) und Elio Bucher. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
HCK-Spieler Nicolas Raemy versucht aufs Tor zu schiessen. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Krienser David Nyffenegger (am Ball) gegen den Schaffhauser Vaclav Vrany. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Luzerner im Dress von Kadetten Schaffhausen: Nik Tominec. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

HCK-Spieler Daniel Baverud wird von David Graubner aufgehalten. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)

HC Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 25:30 (11:14)

Krauerhalle Kriens. – 650 Zuschauer. – SR: Brunner/Salah Spielverlauf: 3:0, 3:2, 5:3, 6:4, 6:6, 8:8, 8:10, 9:11, 10:13, 11:14; 12:15, 15:15, 16:16, 16:21, 17:22, 19:22, 20:24, 21:26, 23:27, 24:28, 25:30.

HC Kriens-Luzern: Schelbert (10 Paraden)/Aleksejev (ab 45., 2 Paraden); Willisch, Hedin, Schmid, Båverud (6), Steiger (3), Raemy (5), Beljanski (4), Nyffenegger (2), Baviera, Hess, Stankovic (2), Lengacher (3/1).

Kadetten Schaffhausen: Vaskevicius/Quadrelli; Kukucka (1), Vrany (1), Göpfert (4), Graubner (3), Straczan (4), Stojanovic (2/1), Schelbert (3), Jurca (4), Bucher, Ursic (2/1), Tominec (4), Elezovic (2).

Strafen: HC Kriens-Luzern 3, Kadetten 2x2 Minuten.

Bemerkungen: Kriens ohne Fellmann und Petrig. Schelbert hält 2 Penalties (16. von Ursic, 7:7, sowie 36. von Stojanovic, 15:15). Vaskevicius hält Penalty von Stankovic (41., 16:18).