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KARATE: Grosse Revanche mit leichter Verzögerung

Sanne Dokter (18) wird in Fribourg ihrer Reputation gerecht und kämpft sich in der Kategorie bis 55 Kilogramm auf Rang 1 vor. Die Schötzerin hat ein Fernziel – im Mutterland des Kampfsports.
Roland Bucher
Sanne Dokter, Karatekämpferin aus Schötz. (Bild: pd)

Sanne Dokter, Karatekämpferin aus Schötz. (Bild: pd)

Es war ein turbulenter Sonntag für Sanne Dokter, die junge Schötzerin mit holländischen Wurzeln. «Der Tag begann nicht so gut», rekapituliert das hoffnungsvolle Talent, denn im U21-Wettbewerb sei sie, die mit so grossen Erwartungen in diese Swiss League gestartet war, bereits gestolpert: aus der Traum von der goldenen Auszeichnung.

Doch der zähen Athletin der Karateschule Schötz/Wauwil gelang die Revanche postwendend: Am Nachmittag hielt sich die 1,67 Meter grosse und 54 Kilo schwere Athletin in der Elite-Kategorie schadlos und stieg nach überzeugenden Auftritten aufs höchste Podesttreppchen. Es war für Sanne Dokter eine doppelte Genugtuung. Denn nicht vergessen war, dass «mir meine Finalgegnerin damals 2013 in einem Endkampf Gold weggeschnappt hatte. Diese Revanche mit leichter Verzögerung hat mich sehr gefreut.»

Den Dank für das Erfolgserlebnis, das nach dem missratenen Vormittag wichtig für das Selbstvertrauen gewesen sei, adressiert Sanne Dokter gleich um. Einerseits an Eveline Kaufmann, ihre Vereinstrainerin: «Sie ist seit Jahren eine wichtige Bezugsperson für mich, quasi eine zweite Mutter. Sie ist eine unerhörte Motivationskünstlerin.»

Zweite Trainerin und Mama Nummer 1 ist Marcia Dokter. Sie kennt den Karate-Betrieb aus ihrer früheren Aktivkarriere wie ihre eigene Hosentasche: «Ihre Erfahrung ist für mich enorm wichtig», erklärt die Tochter, «sie spürt, wo sie mich verbessern kann, und geizt auch nicht mit Lob.» Und sie hat eine zweite Kernkompetenz: «Meine Mama ist in ihrem zweiten Beruf Physiotherapeutin, da bin ich genau an der richtigen Adresse, wenn es mal blaue Flecken absetzt.»

Grösster Karriereerfolg in Holland

Kaum blaue Flecken gab es für sie und ihre beiden Vereinskolleginnen Alma Polozani und Drenu­sha Sejdijaj vor einem Monat am JKA-Europacup in Sittard, wo Dokter in ihrem Heimatland mit dem Sieg im Teamverbund ihren bisher höchsten Karriereerfolg errang. «Es war ein einzigartiges Erlebnis», schwärmt sie, die mit fünf Jahren erstmals Karate-Luft einatmete. «Mama nahm mich damals einfach mit ins Training. Und da hat mich der Spass ganz schnell gepackt.»

Mit den Siegen in Sittard und am Sonntag in Fribourg hat Sanne Dokter zwei Etappenziele elegant erreicht, doch die KV-Lehrtochter bei den CKW («mein Arbeitgeber unterstützt mich in jeder Beziehung») will mehr. So zum Beispiel die Bestätigung ihrer grossen Klasse am JKA-Weltcup Ende August in Dublin. Ambitionen auf eine Medaille? «Auf jeden Fall», sagt sie, die von ihrer Mutter mit auf den Lebensweg bekommen hat: «Von nichts kommt nichts.» Sie sei kein Fan von Lebensmottos, aber dieser Leitspruch sei haften geblieben.

So arbeitet sie hart an ihrer Karriere, bezeichnet Karate als «beste Lebensschule» und verrät: «Sportlich habe ich ein ganz grosses Ziel. Das sind die Olympischen Sommerspiele 2020 in Japan. Dort, im Mutterland des Kampfsports, mit dabei sein zu dürfen – das wäre grossartig.»

Roland Bucher

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Swiss Karate League

Fribourg. 2. Turnier.Frauen. Mädchen U12. Kata: 2. Jessica Peter (Sursee). 3. Jael Felber (Schötz/Wauwil). – Mädchen U14. Kumite, über 47 kg: 1. Audry Pentassuglia (Taisho Luzern). – Jugend U16. Kumite, bis 54 kg: 2. Selin Bagderelli (Schötz/Wauwil). – Juniorinnen U18. Team-Kata: 3. Taisho Luzern (Moira Dillier, Alessia Lao, Audry Pentassuglia). – Kumite, über 59 kg: 2. Sejdijaj Diellza (Schötz/Wauwil). – Juniorinnen U21. Kumite. Bis 55 kg: 3. Sanne Dokter (Schötz/Wauwil). – Über 68 kg: 2. Alma Polozani (Schötz/Wauwil). 3. Emma Dillier (Taisho). – Über 68 kg: 1. Fabienne Kaufmann (Sursee). – Elite, über 18. Team-Kata: 2. Taisho (Emma Dillier, Meret Helbling, Nathalie Künzle). – Kumite. Bis 55 kg: 1. Sanne Dokter. – Bis 68 kg: 1. Alma Polozani. – Über 68 kg: 1. Fabienne Kaufmann.

Männer. Knaben U14. Kata: 2. Marco Böhler (Sursee). – Kumite, bis 40 kg: 1. Yanis Gerber (Sursee). – Jugend U16. Kata: 3. Flavio Maiorano Flavio (Taisho). – Junioren U18. Kumite, bis 55 kg: 2. Andrés Acevedo (Taisho). 3. Ivan Fajardo (Sursee). – Elite. Kumite. Bis 75 kg: 3. Michael Unternährer (Taisho). – 84 kg: 3. Florian Weber, Marco Waltert (beide Sursee. – Über 84 kg: 2. Bujar Sejdijaj (Schötz).

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