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KARATE: «Ich bewege mich ausserhalb der Komfortzone»

In Sursee fällt traditionell der Startschuss zur Schweizer Meisterschaft im Shobu-System. Der Krienser Elio Romano (15) rechnet sich gute Podestchancen aus – auch wenn er in seiner Kategorie zu den Leichtgewichten zählt.
Stephan Santschi
Der 15-jährige Krienser Elio Romano hat das Finalturnier im Herbst im Blickfeld. (Bild: PD)

Der 15-jährige Krienser Elio Romano hat das Finalturnier im Herbst im Blickfeld. (Bild: PD)

Elio Romano, sind Sie vor dem Saisonstart am Wochenende in Sursee schon nervös?

Nein, es geht. Kurz vor dem Einlaufen kommt dann das Kribbeln. Als ich mit den Wettkämpfen an Turnieren begonnen habe, war es noch anders, jetzt bin ich mich daran gewöhnt und kann es eher cool nehmen.

Wie sieht Ihre Zielsetzung bei den U16-Junioren aus?

Ich habe vor kurzem die Gewichtsklasse gewechselt, starte nun neu in der Kategorie «bis 70 Kilo» und nicht mehr wie davor bei den bis 63 Kilo schweren Athleten. Das heisst: Ich treffe auf neue, grössere und schwerere Gegner. Mein Ziel ist trotzdem ein Podestplatz.

Weshalb kam es zu dieser Veränderung?

Es war ein Muss. Ich bin nun 64 Kilo schwer. Wenn ich in der leichteren Klasse geblieben wäre, hätte ich sehr streng auf mein Gewicht schauen müssen. Doch um in den harten Trainings eine bessere Leistung zu zeigen, muss ich genügend essen.

Was ändert sich konkret auf der Kampffläche?

Die Distanz zum grösseren Gegner ist länger. Es geht darum, zu pendeln, in die Lücke zu schiessen und in den Infight zu gehen. Darauf muss ich mich einstellen.

Die Umstellung scheint aber nichts an Ihren grossen Zielen zu ändern.

Ich bin schnell auf den Füssen, mir liegt es, die gegnerische Linie zu durchbrechen. Ein Podestplatz ist realistisch. Der erste Baustein für den weiteren Verlauf ist der Kampf zum Auftakt gegen den Surseer Janis Bösiger.

In Sursee bietet sich den Karatekas traditionell die erste Gelegenheit, um sich die Teilnahme am Finalturnier der Schweizer Meisterschaft im Shobu-System im Herbst zu sichern. Welchen Stellenwert hat das Turnier für Sie?

Einerseits liegt Sursee nicht so weit weg von meiner Taisho-Schule in Luzern. Andererseits ist es immer schön, an jenen Ort zurückzukehren, an dem ich mein erstes Turnier auf einem höheren Level bestritten habe. Hier erreichte ich dritte und zweite Plätze, hier feierte ich letztes Jahr mit dem Team im Kata der U18-Junioren sogar einen Sieg.

Welches sind die Eigenheiten des Shobu-Systems?

Der Sieger braucht acht Punkte. Der Körper ist besser geschützt als im Ippon Shobu, wo man nur einen Hand- und einen Zahnschutz trägt. Mir gefällt das Ippon Shobu noch etwas besser, dort wird mehr erlaubt. Und es geht nur auf zwei Punkte, was so viel bedeutet wie: Ich muss von Beginn weg zu 100 Prozent bereit sein, sonst kann der Kampf nach zwei Sekunden vorbei sein. Das sorgt für einen zusätzlichen Adrenalinschub.

Werden Sie auch an den weiteren Qualifikationsturnieren in Lausanne und Neuenburg am Start stehen?

Ja, dort fehlte ich im letzten Jahr verletzungsbedingt. Ich möchte in meiner Gewichtsklasse am Ende Schweizer Meister werden. Ich setzte die Messlatte bewusst hoch. Wer grosse Ziele hat, sollte sich ausserhalb der Komfortzone bewegen.

Interview: Stephan Santschi

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Swiss Karate League, 1. Turnier in Sursee (Stadthalle). Samstag: ab 8.30 Nachwuchs U12–U16. – Sonntag: ab U18, U21 und Elite (über 18). Infos: www.karate.ch

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