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KARATE: Kaufmann verpasst doppelte Krönung

Fabienne Kaufmann holt im Final der Schweizer Meisterschaften eine Gold- und eine Silbermedaille. Damit ist die 20-jährige Saisondominatorin aus Oberkirch nicht ganz zufrieden. Das Jahr wird sie dennoch mit einem Lächeln beenden.
Stephan Santschi
Zeigte an der SM eine starke Leistung: Fabienne Kaufmann (links). (Bild: PD (Liestal, 19. November 2017))

Zeigte an der SM eine starke Leistung: Fabienne Kaufmann (links). (Bild: PD (Liestal, 19. November 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Bald wird sie 21 Jahre alt, die Karriere als Juniorin geht damit zu Ende. Am Final der Swiss Karate League in Liestal setzte Fabienne Kaufmann einen gelungenen Schlusspunkt. Am letzten Samstag gewann sie zum zweiten Mal in Serie im Kumite der ältesten Juniorinnen (über 68 Kilo) den Schweizer-Meister-Titel und wurde damit ihrer haushohen Favoritenrolle gerecht.

Tags darauf allerdings folgte eine Enttäuschung, als sie im Final des Elitewettkampfs der Baselbieterin Ramona Brüderlin mit 0:3 unterlag. In den drei Qualifikationsturnieren während des Jahres, welche Kaufmann alle für sich entschieden hatte, liess sie ihre grösste Rivalin jedes Mal hinter sich. Weshalb zog sie diesmal den Kürzeren? «Ich war eigentlich mental und körperlich parat. Doch im Kampf fehlte mir die Überzeugung. Ramona hat die Taktik gegen mich umgestellt. Ihre Schläge gingen nicht mehr gegen meinen Kopf, sondern zum Bauch.» Und Piero Lüthold, Kaufmanns Trainer an der Karateschule Sursee, hielt fest: «Ramona hatte am Samstag frei, weil sie nicht mehr bei den Juniorinnen startet. Sie war ausgeruht und hatte Zeit, um Fabienne zu beobachten. Zudem hatte sie einen Trainer aus Japan zu Besuch, der ihr Tipps gab.»

Für Kaufmann öffnet sich Tür zu K1-Turnieren

Fabienne Kaufmann wartet damit weiterhin auf ihren ersten nationalen Titel in der Elite. Doch auch wenn es ihr an den Schweizer Meisterschaften nicht ganz nach Wunsch lief, schaut die junge Frau doch mit einem guten Gefühl auf die Saison zurück. In der Weltrangliste hat sie sich dank einer kontinuierlichen Steigerung an ausländischen Turnieren auf Platz 40 emporgearbeitet. Am nächsten Wochenende wird sie im japanischen Okinawa ein letztes internationales Turnier bestreiten, um ihre Klassierung nochmals zu verbessern. Bereits jetzt hat sie ihn aber auf sicher, den Top-50-Platz, der ihr nächstes Jahr Einsätze an erstklassigen K1-Turnieren ermöglicht. Und der ihr zur Aufnahme in den olympischen Pool von Swiss Olympic verholfen hat.

Fest steht jedenfalls: Ihr Potenzial hat Fabienne Kaufmann noch nicht ausgeschöpft, ihr Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, das hat sie schon früher betont. Nach dem Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung an den Frei’s Schulen im letzten Sommer legt sie den Fokus noch stärker auf den Sport. Beim Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband ist sie zu 40 Prozent als Sachbearbeiterin in der Versicherungsabteilung angestellt, den Rest der Zeit investiert sie ins Training und in Wettkämpfe. Dank der Unterstützung von Sponsoren und der Tatsache, dass sie weiterhin bei den Eltern wohnt, geht für sie die Rechnung momentan auch finanziell auf.

Als nächstes möchte sie sich in der Weltspitze etablieren, Kaufmann strebt 2018 an den K1-Turnieren nach Podestplätzen. Für die Teilnahme an der Europameisterschaft hat ihre Rivalin Ramona Brüderlin derzeit noch die Nase vorne, doch spätestens für Olympia 2020 möchte sie ihre ärgste Rivalin hinter sich wissen. «Hierzu muss Fabienne weitere Fortschritte machen», sagt ihr Trainer Piero Lüthold und bezieht sich damit auf die Konsequenz ihrer Angriffe und ihre konditionelle Fitness. «Sie muss lernen, ihr Pensum über die zwei Minuten Wettkampfzeit durchzuziehen. Sie darf nicht schon nach einer Minute auf Abwarten umstellen und warten, dass die Gegnerin kommt. Das geht heute nicht mehr, das Niveau ist athletischer geworden. Im Grossen und Ganzen sieht es für Fabienne aber gut aus.» Und für den Gewinn des Schweizer-Meister-Titels bei der Elite bleibt der 20-Jährigen ja noch genügend Zeit.

Swiss Karate League

Liestal BL. Schweizer Meisterschaften. Zentralschweizer Resultate. Frauen. Jugend U16. Kumite. Bis 54 kg: 3. Alessia Lao (Karate Taisho). – Über 54 kg: 3. Selin Bagderelli (Karateschule Schötz/Wauwil). – Juniorinnen U21. Kumite. Bis 68 kg: 3. Alma Polozani (Schötz/Wauwil). – Über 68 kg: 1. Fabienne Kaufmann (Karateschule Sursee). 2. Drenusha Sejdijaj (Schötz/Wauwil). Elite 18+. Kumite. Bis 68 kg: 3. Alma Polozani. – Über 68 kg: 2. Kaufmann Fabienne. 3. Drenusha Sejdijaj.

Männer. Knaben U1. Kumite.Über 40 kg: 2. Valon Denzler. 3. Ceric Eldar (beide Sursee). Jugend U16. Kumite. Bis 63 kg: 3. Elio Romano (Taisho). – Bis 70 kg: 2. David Ciric (Sursee). Junioren U18. Kumite.– Bis 55 kg: 2. Andrés Acevedo (Taisho). 3. Ivan Fajardo (Sursee). Junioren U21. Kumite.– Bis 67 kg: 3. Brun Dominik (Sursee).

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