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KARATE: Zahltag in Tallinn für Pascal Egger

Erstmals überhaupt gewinnt die Schweiz als Team einen EM-Titel im Kimura-Shukokai-Stil. Mittendrin ist der Weggiser Pascal Egger (34), der sich auch noch über zahlreiche Erfolge seiner Schüler freut.
Starker Auftritt der Schweizer an der EM in Tallinn. Der Weggiser Pascal Egger stemmt nach dem Sieg im Teamwettkampf den Pokal. (Bild: PD (Tallinn, 14. Oktober 2017))

Starker Auftritt der Schweizer an der EM in Tallinn. Der Weggiser Pascal Egger stemmt nach dem Sieg im Teamwettkampf den Pokal. (Bild: PD (Tallinn, 14. Oktober 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

«Fantastisch!» Pascal Egger schwärmt nach der Rückkehr aus Tallinn vom Coup an der Europameisterschaft des Kimura-Shukokai-Karate. Mit der Schweiz gewann er im Kumite die Goldmedaille im Teamwettkampf, welcher in der Szene als Königsdisziplin gilt. Der 34-jährige Weggiser war dabei der einzige Luzerner im siebenköpfigen Nationalteam, wovon jeweils fünf Kämpfer pro Runde zum Einsatz gekommen sind. Drei Gegner galt es auf dem Weg zum Triumph auszuschalten, zunächst die Schweden (5:0), danach die zweite Mannschaft Estlands (3:0) und im Final schliesslich die erste Auswahl des Gastgebers. «Wir wussten, dass uns gegen Estland A schwierige Duelle bevorstehen würden. Sie schlugen davor Vize-Weltmeister Finnland und England, das die letzten fünf Europameisterschaften gewonnen hat», erzählt Egger.

Am Ende gaben sich die Schweizer keine Blösse und gewannen die Best-of-5-Wertung vorzeitig mit 2:0, nachdem sie zwei Kämpfe für sich entschieden und zwei weitere mit einem Unentschieden abgeschlossen hatten. Damit kamen sie zum EM-Titel, ohne einen einzigen Kampf verloren zu haben.

Pascal Eggers geglückte Revanche im Teamfinal

Egger machte im Final den Anfang, und dies aus einem besonderen Grund. Im Einzel hatte er am Vormittag im Kampf um Platz drei gegen einen Esten verloren. Anstatt ihm in der Folge aus dem Weg zu gehen, strebte Egger nach der Revanche und meldete sich als Startkämpfer, weil er davon ausging, dass auch sein Rivale als Nummer eins gesetzt sein würde. Der Poker funktionierte, und als es losging, zeigte sich bald, dass der Luzerner aus der Niederlage die richtigen Lehren gezogen hatte. «Ich war geduldiger, änderte meine Taktik und siegte 7:1», zeigte sich Egger hinterher sehr zufrieden mit seinem Auftritt. Für die Schweiz sei dies ein historischer Sieg, «im Shukokai-Karate gewann unser Land noch nie einen EM-Titel im Teamwettkampf».

Pascal Egger ist damit auf einem weiteren Karrierehöhepunkt angelangt. Den EM-Titel in der Hauptstadt von Estland stellt er auf eine Stufe mit seinem Weltmeistertitel vor einem Jahr in Berlin. «Ich habe konstant und hart gearbeitet, nun hat sich der Aufwand ausbezahlt.» Der Fokus gilt nun der WM im nächsten Jahr in Stockholm.

Drei weitere Goldmedaillen für Luzerner Schule

Gestern war Pascal Egger wieder als Trainer zurück in seiner Karateschule in Luzern, die er seit 2009 mit seiner Freundin Antonella Bergamin führt. Sein Erfolg in Tallinn war dabei nicht der einzige seines Dojos, insgesamt resultierten elf Medaillen. Besonders erwähnenswert sind die drei goldenen Auszeichnungen von Eva Schneider (Kata Veteraninnen), Catarina Bieler (Kumite Leichtgewicht) und Thalita Check (Kumite U18 Schwergewicht), die alle zu Eggers Schülerinnen zählen.

Kimura Shukokai

Tallinn. Europameisterschaft. Luzerner Resultate. Teamkumite Männer: 1. Schweiz (Pascal Egger/Weggis). – Kata Veteraninnen: 1. Eva Schneider (Horw). – Kumite Frauen Leichtgewicht: 1. Catarina Bieler (Kastanienbaum). – Kumite Frauen U18, Schwergewicht: 1. Thalita Check (Ebikon). 2. Maria-Teresa Bergen (Luzern). – Teamkumite Frauen: 2. Schweiz (Bieler). – Kumite U16-Kadetten, Schwergewicht: 2. Gian Fehlmann (Horw). – Kumite Veteraninnen: 3. Schneider. – Kumite Kadettinnen, Leichtgewicht: 3. Luana Sigrist (Luzern). 3. Jesika Kostov (Luzern). – Teamkata Jugend: 3. Schweiz (Valentina Brun/Horw; Kostov, Sigrist.

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