Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kariem Hussein präsentiert sich in alter Stärke

Raya Badraun, Zürich
Kariem Hussein wird im Letzigrund Dritter. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Kariem Hussein wird im Letzigrund Dritter. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Diamond League Bei Weltklasse Zürich war es gestern fast ein bisschen wie in London. Zwar hörte der Regen noch vor den ersten Entscheidungen auf, doch im Letzigrund blieb es kühl und windig. So ähnlich war das Wetter auch an der WM beim Final über 400 m Hürden. Ansonsten war jedoch alles ganz anders. Da war etwa der Norweger Karsten Warholm, der in London zu Gold stürmte und danach scherzte, dass ihn das Wetter an einen guten norwegischen Sommertag erinnere. In den vergangenen Wochen stand der Überraschungssieger im Mittelpunkt. Müde habe ihn die ganze Aufmerksamkeit gemacht, sagte er im Vorfeld. Davon war gestern jedoch nichts zu sehen. Er nahm die Hürden ähnlich unbekümmert und frisch wie an der WM, lange lag er auch vorne. Doch seinen Sieg konnte er nicht bestätigen. Er musste sich mit Rang zwei begnügen. Denn beim Diamond-League-Final war auch Kyron McMaster am Start. Der Jahresschnellste war an der WM disqualifiziert worden – und holte sich nun gestern die Diamond Trophy in 48,07 Sekunden.

Auch für den Thurgauer Kariem Hussein lief gestern alles anders als noch in London. An der WM kam er nie ganz auf Touren, die Energie hatte ihm gefehlt. Dabei hatte er im Vorfeld ein gutes Gefühl, auch mental war er bereit. «Ich weiss bis heute nicht, was da los war», sagte der 28-Jährige gestern Abend nach dem Rennen. Doch es schien fast so, als habe er die Probleme hinter sich gelassen, den schwachen Auftritt im WM-Final abgehakt. Mit einem starken Auftritt lief der 28-Jährige auf den dritten Rang und liess dabei auch den Silbermedaillengewinner Yasmani Copello und den US-Amerikaner Kerron Clement hinter sich, der in London noch Dritter geworden war.

«Wie ein zweiter Grossanlass»

Mit 48,45 Sekunden egalisierte Hussein zudem seine persönliche Bestzeit, die er 2015 an der Schweizer Meisterschaft in Zug aufgestellt hatte. Damit war er gleich 34 Hundertstel schneller als noch bei Athletissima Lausanne Anfang Juli. «Heute ist alles aufgegangen», sagte der Hürdenläufer. Einen Einfluss hatte dabei wohl auch die aussergewöhnliche Stimmung im ausverkauften Zürcher Letzigrund. «Für mich ist Weltklasse Zürich wie ein zweiter Grossanlass», sagte Hussein, der mit dem Stadion auch seinen grössten Erfolg verbindet. An diesem Ort wurde er bei der Heim-EM 2014 Europameister. «Es war extrem motivierend, hier zu starten.» Nach seinem Auftritt hängte er deshalb noch eine Ehrenrunde an und lief 20 Minuten lang durch das Stadion. «Um mich bei den Fans zu bedanken», sagte Hussein.

Raya Badraun, Zürich

sport@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.