Karin Thürig mit Top-Resultat zum Karrierenende

Karin Thürig egalisierte mit Platz 6 in Hawaii ihr Topresultat aus den Jahren 2003 und 2010. Die 39-jährige Luzernerin setzte damit einen würdigen Schlusspunkt unter ihre eindrucksvolle Karriere als Multisportlerin.

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Karin Thürig (Mitte) feiert zusammen mit der Deutschen Sonja Tajsich am Ziel des Hawaii-Triathlons. (Bild: Keystone)

Karin Thürig (Mitte) feiert zusammen mit der Deutschen Sonja Tajsich am Ziel des Hawaii-Triathlons. (Bild: Keystone)

Die 39-jährige Luzernerin aus Retschwil ist seit 2000 erfolgreiche Duathletin und Triathletin mit Ironman-Siegen in Zürich, Frankreich und Lanzarote. Im gleichen Zeitraum schaffte sie als Radprofi zwei Weltmeistertitel im Zeitfahren; an den Olympischen Spielen in Athen und in Peking reichte es ihr in dieser Disziplin zur Bronzemedaille. Bei ihrer vierten und letzten Teilnahme auf Big Island will Thürig ihre beste Placierung (Rang 6, 2010) verbessern und dabei erneut das Mass der Dinge auf dem Rad sein: Im letzten Jahr unterbot sie mit 4:48:22 für 180 km den seit 13 Jahren bestehenden Rekord. Ihre Motivation ist simpel: «Ich läute hier das Ende meiner Karriere als Spitzensportlerin ein und werde erst recht mein gesamtes Leistungsvermögen ausschöpfen wollen.» Das hat sie mit dem 6. Platz wahrlich geschafft.

Die Vorjahres-Zweite Caroline Steffen belegte Platz fünf, der überraschende Romand Mike Aigroz. Caroline Steffen (33) übernahm bei den Frauen nach dem ersten Drittel der Laufstrecke gar die Führung, büsste dann aber wegen einer Schwächephase auf dem Weg und nach dem legendären Energy Lab noch einige Plätze ein. Die sechsfache Ironman-Weltmeisterin Natascha Badmann (44) belegte bei den Frauen Platz 14.

Der Australier Craig Alexander sorgte in 8:03:56 Stunden für einen Streckenrekord und feierte seinen dritten Triumpf. Bereits zum vierten Mal siegte bei den Frauen die Britin Crissie Wellington.

Der 33-jährige Waadtländer Mike Aigroz aus Château d'Oex rettete mit seiner Topklassierung die Schweizer Ehre bei den Männern. Denn die beiden eigentlichen Hoffnungsträger, Ronnie Schildknecht und Mathias Hecht, gaben das Rennen wie zahlreiche andere Top-Ten-Anwärter auf. Der Romand Mike Aigroz feierte mit Platz 6 am bedeutendsten den grössten Erfolg seiner Karriere. Er hatte in den beiden Vorjahren in Hawaii jeweils weit ausserhalb der Spitzenränge gefinisht.

si/rem