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Kehrt Torhüter Simon Enzler von Kriens zum FCL zurück?

Beim SC Kriens spielt Torhüter Simon Enzler eine überzeugende Saison, ist inzwischen die klare Nummer 1. Nun könnte die FCL-Leihgabe auch beim FC Luzern bald Stammgoalie werden. Als Vorbild dient hierbei Ex-Teamkollege Jonas Omlin.
Raphael Gutzwiller
Fühlt sich auf dem Krienser Kunstrasen wohl: Simon Enzler. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 18. April 2019))

Fühlt sich auf dem Krienser Kunstrasen wohl: Simon Enzler. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 18. April 2019))

Der Fussballer Simon Enzler ist ein anderer Typ als sein Namensvetter, der Appenzeller Comedian Simon Enzler. Der Fussballer ist in erster Line keiner, der Sprüche reisst, sondern ein ruhiger Zeitgenosse. Seine Antworten sind durchdacht und sympathisch, Enzler ist gut gelaunt beim Gesprächstermin im Kleinfeld. Kein Wunder, denn ihm läuft es derzeit richtig gut.

Er ist im Krienser Tor in der erfolgreichen Rückrunde gesetzt. Siegt Kriens am Samstag (17.30) gegen Schaffhausen, beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz mindestens acht Punkte. Beachtlich für den Aufsteiger.«Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir gegen Schaffhausen gewinnen, damit wir den Ligaerhalt möglichst früh klarmachen können», so Enzler.

Vertrag beim FCL bis 2021 verlängert

Schon jetzt kann aber festgestellt werden: Enzler und Kriens – das passt. Der Goalie aus Unterägeri ist vom FC Luzern bis Ende Saison an Kriens ausgeliehen, soll auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln. Der Vertrag beim FCL wurde diese Woche um zwei Jahre bis im Sommer 2021 verlängert. Die Meldung war zwar nur noch Formsache, und doch kann sie für die Zukunft beim FC Luzern von grosser Bedeutung sein. Denn auf der Goalieposition hat der FCL Bedarf, nachdem sich Mirko Salvi nicht als die gewünschte Verstärkung herausstellte und David Zibung mittlerweile schon 35 Jahre alt ist.

Mit Enzler, der noch immer in Unterägeri wohnt, würde man den Weg mit einheimischen Talenten weitergehen. «Natürlich sehe ich es als positives Zeichen, dass der FCL den Vertrag verlängern wollte», äussert sich Enzler diplomatisch. Von FCL-Sportchef Remo Meyer ist zu vernehmen, dass noch kein Entscheid gefällt ist, wie es im Sommer weiter geht. Enzler selber sagt:

«Für mich ist es im Moment wichtig, dass ich spielen kann.»

Also: lieber Stammgoalie bei Kriens, als Ersatz in Luzern.

Die Ausleihe im letzten Sommer nach Kriens wünschte sich Enzler selber. Zuletzt hatte er beim FCL in der U21 gespielt. Beim SCK tat er sich am Anfang aber etwas schwer. Aufstiegsgoalie Sebastian Osigwe (25) stand ihm vor der Sonne. «Nach einem Aufstieg setzt man normalerweise auf den selben Torhüter. Für mich war das sicher keine leichte Zeit», sagt Enzler, der zum ersten Mal in seiner Karriere um seinen Stammplatz kämpfen musste. Osigwe machte seine Sache gut, in der 8. Runde erhielt Enzler dann aber seine Chance. Beim Ligakrösus Servette zeigte er einen starken Auftritt. Bis zur Winterpause wechselten sich Enzler und Osigwe ab, seit der Winterpause ist Enzler Stammkeeper.

Arbeitet 40 Prozent in der Immobilienbewirtschaftung

Mit dem SC Kriens hat Enzler einen speziellen Challenge-League-Verein vorgefunden. Die Krienser verfügen über keinen Profibetrieb, die Spieler sind neben dem Fussball noch in anderen Berufen tätig. Enzler arbeitet 40 Prozent als Sachbearbeiter in der Immobilienbewirtschaftung bei der Firma Gewerbe-Treuhand AG in Luzern. Montags und Freitags findet man ihn somit statt auf dem Fussballplatz im Büro. «Es ist ein toller Ausgleich», findet Enzler, der im selben Betrieb vor zwei Jahren seine Berufslehre als Kaufmann abschloss.

Doch auch wenn Simon Enzler derzeit kein richtiger Profi ist, ist er Profi durch und durch. Fleissig trainiert er seinen schwächeren linken Fuss alleine auf dem Platz oder seinen Oberkörper im Kraftraum. «Ich muss noch kräftiger werden und an Masse zulegen», findet der 1,87 m grosse Enzler.

Er ist drei Zentimeter kleiner als der heutige FC-Basel-Goalie Jonas Omlin. Also den einzigen Torhüter, der Zibung beim FCL auf Dauer verdrängen konnte. Enzler erlebte dies hautnah mit. Als Omlin zum FCL-Stammgoalie aufstieg, trainierte Enzler als dritter Torhüter mit der ersten Mannschaft. Enzler sagt dazu:

«Den Weg, den Jonas gemacht hat, beeindruckt mich. Jonas ist ein Vorbild. Es zeigt, dass es möglich ist, sich durchzusetzen.»

Omlin wurde einst ebenfalls für eine Saison in die Challenge League (Le Mont) ausgeliehen, danach startet er beim FCL durch.

Zunächst konzentriert sich Simon Enzler jedoch auf den Auftritt mit Kriens am Samstag – und darauf, möglichst bald den Ligaerhalt klar zu machen.

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