Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kein Lohn für Leistung - Kriens verliert in Winterthur

Der HC Kriens-Luzern verliert seine Partie gegen Pfadi Winterthur hauchdünn mit 23:24. Nach einer starken Leistung trat das Team die Heimreise mit leeren Händen an. Dabei hätte der mutige Auftritt durchaus zumindest einen Punkt verdient.
Trotz hervorragender Leistungen etwa von Tom Hofstetter fehlten dem Team in der Schlussphase aber die letzten Reserven, um den möglichen Punkt vielleicht doch noch festzuhalten. (Bild: Archiv / Neue LZ / Philipp Schmidli)

Trotz hervorragender Leistungen etwa von Tom Hofstetter fehlten dem Team in der Schlussphase aber die letzten Reserven, um den möglichen Punkt vielleicht doch noch festzuhalten. (Bild: Archiv / Neue LZ / Philipp Schmidli)

Am Schluss aber fehlte dem HCK die Kraft nach einem Doppelspiel-Wochenende bei nur sieben eingesetzten Feldspielern. Und es fehlte etwas das Wettkampfglück, dem die beiden Refs mit unglücklichen Entscheiden in wichtigen Phasen sanft nachgeholfen haben.

Mit einem beherzten Auftritt legte der HC Kriens-Luzern in der Winterthurer Eulachhalle den Beweis dafür ab, dass der aktuelle Spitzenplatz in der Tabelle kein Zufallsprodukt ist. Zwar führte die Niederlage nun zu einem Zusammenrücken (zwischen Rang 2 und Rang 6 liegen gerade mal 2 Punkte). Aber der HCK sah auch, dass er sich selbst bei ungünstigsten Voraussetzungen vor Spitzenteams nicht verkriechen muss. Denn mit Pfadi Winterthur war einer der Titelaspiranten der laufenden Saison der Gastgeber. Und der wankte während 25 Minuten bedrohlich.

Dass er letztlich aber dennoch nicht fiel, hat mit dem unglücklichen Spielplan und der Personalnot beim HCK zu tun. Schon am Freitag war der HCK mit knappen Aufgebot angetreten und hatte gegen den RTV Basel einen wichtigen Sieg eingefahren. Jetzt, 48 Stunden später, konnte zwar Tom Hofstetter wieder mittun (und zeigte eine überragende Leistung), im Team insgesamt aber fehlte in der Schlussphase die letzte Reserve, um den durchaus möglichen Punkt vielleicht doch noch festzuhalten. Das äusserte sich darin, dass die Würfe aufs Tor eben nicht mehr mit letzter Präzision kamen, womit die Effizienz des HCK sank.

Dass es überhaupt aber erst so eng wurde, lag daran, dass der HCK nach der Pause eine starke Leistung in der Defensive zeigte. Gerade mal 11 Tore musste man Pfadi zugestehen - ein starker Wert. Dabei zeigte die Abwehr eine gute Leistung, sehr stark unterstützt von Andi Portmann, der sich 15 Saves gutschreiben liess.
Mit der verstärken Abwehr konnte der HCK nach dem Seitenwechsel merklich aufdrehen, machte wichtige Tore und lag nach 38 Minuten erstmals in Front. 12 Minuten lang hielt die Führung mit bis zu zwei Toren. Den womöglich vorentscheidenden dritten Treffer konnte der HCK aber nicht zwischen sich un den Gegner legen. Zum einen, weil jetzt mit zunehmender Müdigkeit Fehler unterliefen. Zum anderen aber auch, weil der in wichtigen Szenen von den Aussenpositionen die Foul-Toleranz der beiden Unparteiischen ein normales Mass doch deutlich überschritten. Statt Siebenmeter gabs Gegenstoss...

Doch es spricht für die Moral der aktuellen HCK-Truppe, dass sie sich deswegen nicht aufgab. Sie holte einen Zweitore-Rückstand wieder auf, für ein zweites Mal aber reichte die Kraft nicht mehr.

Für den HCK gilt es deshalb, die positiven Aspekte auf dem Spiel mitzunehmen. Auch wenn der verdiente Lohn am Schluss ausblieb: Wer auswärts trotz schlechter Voraussetzungen den Favoriten so fordert, der darf auf sein Potenzial stolz sein. Und der darf die kommenden Partien durchaus mit Selbstvertrauen in Angriff nehmen. Denn das Ende der Personalnot rückt immer näher, weil die verletzten Spieler in den kommenden Tagen oder Wochen langsam aber sicher wieder ins Training zurückkehren.

Pfadi Winterthur - HC Kriens-Luzern 24:23 (13:10)

Eulachhalle Winterthur, 550 Zuschauer. SR Buache/Stalder

Spielverlauf: 1:0, 1:1, 3:1, 4:2, 5:3, 7:4, 9:6, 11:10, 13:10; 13:11, 14:11, 14:15, 15:17, 16:18, 18:20, 20:20, 20:22 (51.), 24:22 (57.), 24:23

Pfadi Winterthur: Vaskevicius(Bringolf (31.); Maros (1), Corovic (2), Hess (4), Pecoraro, Celestin (3), Sidorowicz (2), Gavranovic (3), Lier (1), Jud (4/3), Scheuner (2), Freivogel, Svajlen (2).

HC Kriens-Luzern: Portmann/Ineichen; Fellmann, Mühlebach (3), Blättler (1), Baviera (1), Stojanovic, Stankovic (6/2), Baumgartner (1), Schramm (2), Hofstetter (9).

Bemerkungen: Kriens ohne Spengler, Vögtli, Lehmann, Schelbert, Gwerder. Penalties: 43. Portmann hält Penalty von Jud (16:18).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.