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Gegen Schlusslicht Xamax: Der FCL stellt keinen «Wachhund» für Nuzzolo ab

Jetzt muss ein Sieg her: Der FC Luzern spielt heute (20.00) daheim gegen den Tabellenletzten Xamax Neuchâtel.
Turi Bucher
Der gefährlichste Mann der Gäste aus Neuenburg: Stürmer Raphaël Nuzzolo (links). Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Genf, 31. August 2019)

Der gefährlichste Mann der Gäste aus Neuenburg: Stürmer Raphaël Nuzzolo (links). Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Genf, 31. August 2019)

Irgendwann ist es genug, irgendwann kann man nicht mehr sagen: Die Saison ist ja noch jung. Eigentlich gehört diese Argumentation, diese Beschwichtigung, diese Ausflucht, diese Entschuldigung, wie auch immer, jetzt definitiv verbannt. Gemeint ist der FC Luzern. Nach sieben Spielen mit 6 von 21 möglichen Punkten gilt jetzt und heute vor dem Duell mit dem Tabellenletzten Xamax Neuchâtel: Der zweite FCL-Saisonsieg muss her!

Das sieht Luzerns Trainer Thomas Häberli natürlich auch so. Er sagt: «Wir haben im August zu viel Unentschieden gespielt, zu viele Punkte liegen lassen. Unentschieden nützen uns derzeit nichts, da gibt es gar nichts schön zu reden. Wir brauchen, wir wollen gegen Xamax drei Punkte.»

FCL-Sportchef Remo Meyer erklärte im Vorfeld der heutigen Partie: «Unser Anspruch im Heimspiel gegen die Neuenburger ist ein Sieg.» Deutlicher: Drei Punkte gegen das Super-League-Schlusslicht, das allerdings lediglich zwei Punkte weniger als der FCL verbucht hat, ist Pflicht. «Das kann man, das darf man so sagen», antwortet Trainer Häberli auf die Forderung von aussen, um dann gleich zu ergänzen: «Die Partie gegen Neuchâtel ist eigentlich ein Spiel wie jedes andere. Aber mir ist auch klar, dass die Chance zu siegen grösser ist als gegen die Young Boys.»

Xamax: «Knacknuss, Beton, Konter»

Häberli weiss, wovon er spricht, wenn er sagt, den FCL erwarte eine schwierige Aufgabe, «eine Knacknuss, Beton und Konterattacken». Denn der FCL-Chef verlor mit Luzern das letzte Heimspiel gegen Xamax 0:1.

Die Neuenburger haben unter Coach Joël Magnin, dem ehemaligen YB-Nachwuchstrainer und Nachfolger von Stéphane Henchoz (jetzt FC Sion) diese Saison noch nichts Grosses zu Stande gebracht. Luzern hat wenigstens einen Sieg auf dem Konto (2:1 in St.Gallen), das haben die heutigen Gäste nicht zu bieten. Xamax hat Konterangriffe im Repertoire, Xamax hat im Vergleich mit der letztjährigen Taktik aber durchaus ein offensiveres Visier, und Xamax hat vor allem eines: Nuzzolo.

Raphaël Nuzzolo, der 36-jährige Stürmer, steht diese Saison bereits wieder mit vier Toren und einem Assist zu Buche. Am Ende der letzten Saison stand der Bieler Nuzzolo mit 14 Treffern auf Rang 5 der Torschützenliste. «Er ist der beste Angreifer der Liga», sagt FCL-Trainer Häberli, «oder mindestens einer der besten.»

Der Xamax-Stürmer war im ersten Barrage-Spiel der vergangenen Saison vom Platz gestellt worden, weil er angeblich den Schiedsrichter angespuckt haben soll. Nuzzolo wurde in der Folge freigesprochen und die Spielsperren aufgehoben, weil sich die Verfehlung nicht restlos beweisen liess. Aber aufgepasst, FCL: Der Mann hat auf jeden Fall noch genug «Schpöiz», um den Luzerner Defensivleuten davonzurennen und sein fünftes Saisontor zu erzielen. Eine Sonderbewachung, einen «Wachhund», gibt es für Nuzzolo heute auf dem Swisspor-Rasen allerdings nicht. Häberli sagt: «Wir müssen alle miteinander gut verteidigen, in der Abwehrarbeit im Kollektiv präsent sein.»

Und offensiv? Häberli: «Wir haben in Lugano nach dem 0:1-Rückstand gut reagiert und in der ersten Halbzeit fast wie im Handball am Tessiner Strafraum gespielt. Wir werden gegen Xamax viele Torchancen haben. Und wir werden sie nützen.»

Schulz: «Wir können nicht zufrieden sein»

Auch FCL-Mittelfeldspieler Marvin Schulz weiss, dass heute gegen Xamax ein Sieg gefordert ist. «Klar, wir können mit der momentanen Lage nicht zufrieden sein. Doch mit dem einen oder anderen Erfolgserlebnis kann es schnell nach oben gehen. Andererseits bin ich mir bewusst, dass es auch schnell nach unten gehen kann.» Luzern gewann das erste Saisonspiel in St. Gallen, vermochte seither sechs Super-League-Spiele hintereinander keinen einzigen Sieg mehr zu landen. «Und deshalb», sagt Schulz, «werden wir gegen Neuenburg voll angreifen und auf Sieg spielen.» Trotz fehlenden Vollerfolgen sei die Stimmung im FCL-Team gut, «es wird viel gelacht», erzählt Schulz. Nun treffen heute also die schwächste Offensive (Luzern, wie Thun 6 Tore) und die schwächste Defensive (Xamax, wie der FC Zürich 14 Gegentore) aufeinander. Schulz: «Zwei, drei Tore zu erzielen – das würde uns gut tun.» (tbu.)

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