Hallensport
Aus den beiden zweithöchsten Handball-Ligen gibt es diese Saison keine Absteiger

Die Frauen des BSV Stans empfangen am Dienstag das oberklassige Herzogenbuchsee zum Cup-Achtelfinal. Im April nehmen die NLB und SPL 2 den Spielbetrieb wieder auf.

Stephan Santschi
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Für die Stanser Frauen (Julia Lussi) geht es nach über fünfmonatiger Pause wieder los.

Für die Stanser Frauen (Julia Lussi) geht es nach über fünfmonatiger Pause wieder los.

Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 23. November 2019)

Teams, die einer Liga mit semiprofessionellem Spielbetrieb angehören, dürfen seit 1. März wieder trainieren. Im Handball sind die zweithöchsten Spielklassen der Männer (NLB) mit dem BSV Stans und der Frauen (SPL 2) mit Stans, Spono Eagles II und LK Zug II in diese Kategorie eingestuft worden.

Am Dienstag steht nun der erste Ernstkampf ohne Zuschauer auf dem Programm: Die Stanserinnen empfangen im Cup-Achtelfinal das oberklassige Herzogenbuchsee, im April werden auch die beiden Meisterschaften wieder den Spielbetrieb aufnehmen. «Die Gespräche der letzten Wochen waren ermüdend, es war anstrengend, die verschiedenen Interessen der Vereine unter einen Hut zu bringen», sagt Philipp Bühlmann, der Präsident des BSV Stans. Und er fügt an: «Für uns waren zwei Punkte elementar: die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler sowie die Planungssicherheit. Für beides ist nun gesorgt, wir sind zufrieden, wie es herausgekommen ist.»

BSV Stans verlängert mit dem Hauptsponsor

Um Verletzungen vorzubeugen, erhielten die Teams genug Vorbereitungszeit auf den Restart der Meisterschaft, der für Mitte April vorgesehen ist. «Das Cupspiel der Frauen gegen Herzogenbuchsee betrachten wir als Ernstkampf mit Trainingsspiel-Charakter», so Bühlmann. Parallel dazu kann die strategische Arbeit für die kommende Spielzeit vorangetrieben werden, weil es weder in der NLB noch in der SPL 2 Absteiger geben wird. «Das ist wichtig für die Geldgeber, wir wissen nicht, wie viele dabei bleiben. Die Gespräche sind sehr schwierig», erzählt Bühlmann, der jüngst ein Erfolgserlebnis vermelden konnte: Die Nidwaldner Kantonalbank hat den Vertrag als Hauptsponsor um drei Jahre verlängert.

Der Modus wurde in beiden Ligen, die Ende Oktober unterbrochen wurden, angepasst. In der SPL 2 werden die ausstehenden Partien der Vorrunde ausgetragen, dabei handelt es sich je nach Team um ein bis drei Spiele. Dann wird die Siebenergruppe aufgeteilt: Die Top 4 spielen eine Doppelrunde, an deren Ende das beste aufstiegsberechtigte Team in einer Barrage gegen den Letzten der SPL 1 um die Promotion spielt. Die übrigen drei SPL2-Equipen absolvieren Klassierungsspiele, ebenfalls in einer Doppelrunde. Absteiger gibt es keinen, eine Aufstockung der Liga auf acht Teams für die Saison 2021/22 ist indes möglich.

Gibt es einen Aufsteiger in die NLA?

Analog ist das Vorgehen in der NLB der Männer. Auch hier wird die Vorrunde beendet, den Stansern fehlen hierzu noch fünf Begegnungen. Dann kommt es zum Cut in eine Finalrunde (Top 6) und eine Klassierungsrunde (8 Teams). Die Finalrunde ermittelt in einer Einfachrunde (fünf Spiele) die Nummer eins der NLB; ob eine Mannschaft in die NLA promoviert beziehungsweise in die NLB relegiert wird, soll nächste Woche beschlossen werden. Die acht restlichen NLB-Auswahlen werden derweil in einer Einfachrunde (sieben Partien) die Klassierungsspiele austragen. «Unsere Spieler sind topfit und ambitioniert, es herrscht ein guter Drive. Wir möchten es in die Finalrunde schaffen», hält Bühlmann fest. In erster Linie überwiegt aber die Freude, dass in den zweithöchsten Ligen nach über fünf Monaten Pause wieder Handball gespielt werden kann.

Frauen, Cup-Achtelfinal. Dienstag. 20.30: Stans (SPL 2) – Herzogenbuchsee (SPL 1).
SPL 2. Mittwoch, 14. April. 20.30: Spono Eagles II – Olten. Leimental – LK Zug II (beide 20.30). – Samstag, 17. April. 19.30: Stans – Leimental.
Männer, NLB. Samstag, 10. April. 19.30: Stans – Stäfa.