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Keine Schweizer Langlauf-Exploits – dafür ein halber Rücktritt

Vier Wettkampftage sind in Seefeld vorbei, sechs Langlaufentscheidungen sind inzwischen gefallen. Aus Schweizer Sicht sieht die Bilanz ernüchternd aus.
Ralf Streule
Nathalie von Siebenthal will nach der Saison pausieren. (Peter Schneider/KEY)

Nathalie von Siebenthal will nach der Saison pausieren. (Peter Schneider/KEY)

Die mässigen Resultate der bisherigen Weltcup-Saison, in der nur Nadine Fähndrich einen Podestplatz herauslaufen konnte, ziehen sich auch an der WM weiter. Fähndrichs siebter Platz im starken Feld der Sprinterinnen ist bisher die einzige WM-Ehrenmeldung aus Seefeld. Die Hoffnungen in Nathalie von Siebenthal und vor allem in Dario Cologna im Skiathlon vom Samstag hatten sich früh zerschlagen.

Auch im gestrigen Teamsprint in der klassischen Technik gab es keinen Schweizer Exploit. Jovian Hediger und Ueli Schnider scheiterten im Halbfinal, wenn auch nur knapp. Fähndrich und Laurien van der Graaff schafften es zwar in den Final, belegten dort aber nur den achten Platz.

Nathalie von Siebenthal: Frust und eine Weltcup-Pause

Für die beiden Schweizerinnen ist dies eine leise Enttäuschung, nachdem sie im Skating-Teamsprint an den Olympischen Spielen vor einem Jahr noch den vierten Platz belegt hatten. Doch die Vorzeichen waren für die beiden in Seefeld nicht die besten gewesen. Van der Graaff scheint im Vergleich mit der vergangenen Saison an Schnelligkeit verloren zu haben – und die eigentlich aufstrebende Fähndrich hatte nach den Sprintwettbewerben vom Donnerstag an einer Magenverstimmung laboriert. Sie habe sich «muskulär leer» gefühlt, sagte die 23-jährige Luzernerin gestern im Zielgelände nach dem Teamsprint.

Eine andere Negativmeldung aus Sicht der Schweiz hatte es bereits am Samstag gegeben, als eine «halbe Rücktrittserklärung» der Berner Oberländerin von Siebenthal für Verwirrung gesorgt hatte. Die in den vergangenen Jahren beste Schweizer Distanzläuferin will wegen Motivationsproblemen kommende Saison im Weltcup nicht an den Start gehen – sogar ein Rücktritt ist möglich. Dies bestätigte sie unvermittelt nach dem Skiathlon vom Samstag, bei dem sie auf dem 18. Platz gelandet war. Swiss Ski teilte daraufhin mit, man sei seit längerer Zeit im Gespräch mit der 25-Jährigen bezüglich ihrer Karriereplanung. «Unser Ziel ist es, dass sie bis zu den Olympischen Spielen in Peking 2022 dem Team erhalten bleibt.» Eine Pause nach der aktuellen Saison sei stets eine diskutierte Option gewesen. Es komme für den Verband aber überraschend, dass von Siebenthal bereits einen Entscheid getroffen habe und diesen auch kommuniziert habe. Man werde sich mit ihr nach der WM zusammensetzen und über ihre Karriereplanung reden.

Norwegen mit fünftem Gold im sechsten Langlaufrennen

Gewohnt erfolgreich ist auf der anderen Seite das norwegische Team an dieser WM unterwegs. Gestern sicherten Emil Iversen und Johannes Klaebo den Norwegern im sechsten Rennen die fünfte Goldmedaille. Bei den Frauen hingegen triumphierten für einmal die Schwedinnen mit Stina Nilsson und Maja Dahlqvist. Für Nilsson, die im Weltcup die Sprints dominiert hatte, ist es eine besondere Genugtuung, nachdem sie sich im Einzelsprint am Donnerstag der Norwegerin Caspersen Falla hatte beugen müssen. Diesmal blieb für die Norwegerinnen nur Bronze übrig. (rst)

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