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Klar definierte Rollen für die Schweizer

Tour Nach der Auflösung von IAM Cycling stehen weniger Schweizer Radprofis am Start der Tour de France als in den letzten zwei Jahren. Auf eigene Rechnung darf das Sextett, welches sich auf vier Teams verteilt, nur höchst punktuell fahren. Drei Schweizer Profis stellt BMC. Das mit amerikanischer Lizenz fahrende Team hat mit Richie Porte einen der grössten Anwärter auf den Gesamtsieg in den eigenen Reihen. Dementsprechend ist alles auf die Bedürfnisse des Australiers ausgerichtet. «Das Ziel ist, dass Richie zum Tour-Ende auf dem Podest steht. Noch schöner wäre natürlich, wenn er sogar gewinnt. Das durfte ich schon einmal mit einem Australier im Team erleben», sagt Michael Schär. 2011, bei seiner ersten von nun bald sieben Tour-Teilnahmen in Serie, war er bei Cadel Evans’ Triumph dabei. Auch in den nächsten Wochen wird der Luzerner «vor allem im Flachen» seinen Beitrag leisten. Schär gehört zu den besten Profis, wenn es darum geht, bei den oftmals gefährlichen Sprintankünften den Teamcaptain möglichst ohne Probleme ins Ziel zu bringen.

Wie Schär gehört auch Stefan Küng, der sich im 14 km langen Auftakt-Zeitfahren in Düsseldorf gute Chancen auf den Sieg ausrechnen darf, zu den tempofesten Profis. Der Thurgauer steht vor seinem Tour-Debüt. Der Freiburger Danilo Wyss, ein starker Allrounder, startet zum zweiten Mal zur «Grande Boucle».

Frank: Helfer statt Leader

Der Luzerner Mathias Frank kommt bei der französischen Equipe AG2R die Rolle des Edelhelfers des letztjährigen Gesamtzweiten Romain Bardet zu. Eine Rolle, die er gesucht habe, sagt Frank, 2015 als IAM-Teamleader selber Gesamtachter. Frank will den Franzosen in den Bergetappen möglichst lange unterstützen: «Ich sehe mich als Romains letzten Helfer am Berg.» Seinen Formstand schätzt der Gesamtsiebente der Tour de Suisse als gut ein. «Ich bin nicht weit von meinem besten Niveau weg.»

Der Thurgauer Reto Hollenstein fährt nun für Katjuscha-Alpecin. Die ursprünglich fast rein russische Mannschaft fährt als einziges World-Tour-Team mit Schweizer Lizenz. Für den Auftakt seiner vierten Tour de France hintereinander hat Hollenstein ein ideales Szenario im Kopf: «Nur allzu gerne würde ich Helferdienste für meinen in Gelb fahrenden Teamkollegen Tony Martin leisten.»

Michael Albasini, ebenfalls aus dem Thurgau, ist beim australischen Team Orica-Scott eine verlässliche Grösse. Er erreichte schon zahlreiche Etappensiege bei mittelgrossen Rennen wie der Tour de Suisse. Heuer triumphierte er in der Romandie und auch bei der Baskenland-Rundfahrt. Ob er von der Teamführung sporadisch Ausgang erhalten wird, um einen Tagessieg anzustreben, ist unklar. Es sei das erste Mal, dass das Team von Anfang an auch aufs Gesamtklassement acht gebe (mit Esteban Chaves und Simon Yates). «Mal schauen, wie viel Freiraum da bleibt», so Albasini. (sda)

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