Klare Niederlage der Krienser in Thun

Nach einer starken Europacup-Partie in Kroatien haben die Krienser in der Meisterschaft einen herben Dämpfer erlitten. Sie verlieren das Spitzenspiel in Thun mit 22:30.

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Daniel Baverud - hier im Spiel gegen Pfadi Winterthur am 8. Februar - war gegen Wacker Thun bester Torschütze mit 8 Treffern. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

Daniel Baverud - hier im Spiel gegen Pfadi Winterthur am 8. Februar - war gegen Wacker Thun bester Torschütze mit 8 Treffern. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

Mit einem verpatzten Auftritt kehrte der HC Kriens-Luzern nach der Europacup-Woche in die Meisterschaft zurück. Gegen den Tabellenzweiten Wacker Thun verloren die Krienser gleich mit 22:30. Die Berner Oberländer gewannen in dieser Höhe verdient.

Ob der HCK nach dem Europacup müde war? Oder in Gedanken bereits beim Rückspiel am Samstag? In der Thuner Lachenhalle schienen die Innerschweizer lange Zeit nicht angekommen zu sein. Auf 2:2 hatte Daniel Båverud mit zwei Treffern ausgeglichen, ehe wieder für 10 Minuten Sendepause war. Wacker Thun, engagiert und mit viel Feuer, liess sich nicht zweimal bitten und distanzierte den Gast auf 8:2.

Während die Thuner ruhig und clever spielten, fand der HCK nie ins Spiel. Defensiv war das Team kaum je wach genug, um die wirbligen Thuner effizient zu stören. Gegentore oder (zu) viele Strafen waren die Folge. Und offensiv wollte dem Team fast gar nichts gelingen. 12 Fehlschüsse, 24 Ballverluste nach Fehlern – das sind Werte, die man sich vom HCK selbst in dieser Saison nicht gewohnt ist.

So kam es, wie es kommen musste: Thun wirbelte, Kriens stolperte. Trotz allem gelang es den Kriensern, das Spiel nach dem Seitenwechsel zumindest phasenweise offen zu gestalten. Doch die Thuner führten alles in allem die feinere Klinge. Auf 16:20 kam der HCK zwischenzeitlich heran, ehe die Berner einen Gang höher schalteten und innert fünf Minuten auf 26:16 davonzogen.

Der HCK erhält am Samstag die Chance, sich für die schwache Leistung zu rehabilitieren. Schliesst die Mannschaft an die starke Leistung von Siscia (Kroatien) vom letzten Wochenende an und sollte sie sich für die Viertelsfinals im Europacup qualifizieren, so kann das Spiel gegen Wacker Thun als «Betriebsunfall» bezeichnet werden.

Benedikt Anderes/ks

Wacker Thun – HC Kriens-Luzern 30:22 (15:9)
Lachenhalle: 720 Zuschauer
SR Bernet/Wick
Spielverlauf: 1:0, 2:2, 8:2 (!), 10:3, 10:5, 12:7, 15:7, 15:9; 17:9, 18:12, 19:15, 20:16 (47.), 26:16 (52.), 28:18, 29:22, 30:22.
Wacker Thun: Merz/Winkler; Dähler, Buri (3), Caspar (2), Friedli (2), von Deschwanden (5), Hess, Rathgeb, Szymanski (7), Studer, Getzmann (5/3), Isailovic (2), Badertscher (4/1)
HC Kriens-Luzern: Schelbert (6 Paraden, davon 2 Penalties)/Aleksejev(4 Paraden/ab 31.); Willisch, Mühlebach, Schmid (1), Båverud (8), Steiger (1), Raemy (3), Beljanski (2), Nyffenegger, Baviera, Hess (4), Stankovic (3/3), Lengacher.
Bemerkungen: Strafen: Wacker 2, Kriens 8x2 Minuten (inkl. Rote Karte gegen Beljkanski nach 3x2 Minuten n der 52.). Kriens ohne Fellmann und Petrig (verletzt). Wacker Thun (Badertscher und 2 x von Deschwanden) verschiesst total 3 Siebenmeter in der ersten Hälfte.