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Swiss Central Basketball: Trotz kleinstem Budget der Liga ein grosses Ziel

Swiss Central startet am Samstag (18 Uhr, Maihof) gegen Starwings Regio Basel in die fünfte NLA-Saison.
Daniel Schriber
Ist bereit, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen: Swiss Central Basketball mit Coach Danijel Eric (mit Ball). (Bild: Daniel Schriber (Weggis, 15. September 2019))

Ist bereit, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen: Swiss Central Basketball mit Coach Danijel Eric (mit Ball). (Bild: Daniel Schriber (Weggis, 15. September 2019))

Die Vergleiche zwischen Swiss Central Basketball (SCB) und der Konkurrenz aus der Romandie und dem Tessin entsprechen eigentlich nicht den Begebenheiten. Denn obwohl die Zen­tralschweizer in den vergangenen vier Jahren in vielerlei Hinsicht Fortschritte gemacht hatten, haben sie finanziell noch immer deutlich das Nachsehen. Auch in der kommenden Saison geht SCB mit dem (mit Abstand) kleinsten Budget der Liga auf Korbjagd. «Das ist unsere Realität», sagt Cheftrainer Danijel Eric – um gleich anzufügen. «Jammern bringt aber nichts», dazu hätten er und seine Spieler auch gar keine Zeit.

«Obwohl bei uns die grosse Mehrheit der Spieler Amateure sind, trainieren wir fast täglich», so Eric. Auch deshalb ist es dem Coach und seinem Team in den vergangenen vier Jahren gelungen, sich in der NLA einen Namen zu schaffen. «Nach unserem Aufstieg wurden wir vermutlich von den meisten Teams unterschätzt», weiss der Coach. Nach vier Jahren in der höchsten Liga dürfte dies in der neuen Saison nicht mehr der Fall sein. «Mittlerweile wissen sie in der Romandie und im Tessin, dass wir auch in der Zentralschweiz gutes Basketball spielen können.»

Wieder Zweikampf um den Meistertitel

Diesen Aufschwung soll die Konkurrenz auch in der kommenden Spielzeit zu spüren bekommen. Eric betont: «Wir wollen nicht nur mitspielen, sondern Spiele gewinnen.» Mehr als das: Eric peilt zum zweiten Mal seit 2017 die Playoffs an. «Ich bin überzeugt, dass wir dieses Ziel mit unserem Kader erreichen können.» Der 38-jährige Luzerner rechnet mit einer ausgeglichenen Meisterschaft – mit zwei grossen Ausnahmen: «Der Kampf um den Meister­titel wird wohl auch dieses Jahr wieder zwischen Genf und Fribourg entschieden.»

Im Hinblick auf die am Samstag beginnende Spielzeit erfuhr das Kader von Swiss Central einige Veränderungen. Während Ibrahima Camara (neu bei Lugano) und US-Spielmacher Derek Jackson (Wechsel nach Österreich) das Team verlassen haben, werden die Zentralschweizer neu von Center Randy Phillips (2,05 m, USA), Spielmacher Ricky Price (1,80 m, USA) und Flügel Laurynas Samenas (1,92 m, Litauen) unterstützt. «Ich erwarte von den drei Neuzugängen, dass sie uns nicht nur in der Offensive mit ihren Punkten und Rebounds, sondern auch in der Verteidigung und der Spielorganisation unterstützen», so Eric. Neu dabei ist auch Luc Schärer. Der 18-jährige, athletische Flügel war in der vergangenen Saison wichtiger Leistungsträger beim Schweizer U20-Vizemeister von Swiss Central. Nebst den Neuzugängen hält ein grosser Teil des letztjährigen NLA-Kaders SCB auch in der neuen Spielzeit die Treue – darunter der langjährige Captain Michael Plüss.

Dem Nachwuchskonzept treu bleiben

Darüber hinaus sollen auch dieses Jahr wiederum viele junge Talente zum Zug kommen. «Wir bleiben unserem Nachwuchskonzept treu und werden unser Bestes dafür tun, um unsere jungen Spieler zu entwickeln.» Coach Danijel Eric bleibt auch wenig anderes übrig: Die Hälfte des aktuellen Kaders befindet sich noch im U20-Alter. «Gerade unsere jungen Spieler werden nach ihren Erfahrungen in der vergangenen NLA-Saison erneut einen Schritt nach vorne machen», ist Eric überzeugt. Und der Coach verspricht: «Sie alle werden dieses Jahr ihre Chance erhalten, sich auf dem Spielfeld zu beweisen.»

Ein Vorbild für die Deutschschweiz

Noldi Huber, Präsident Swiss Central

Noldi Huber, Präsident Swiss Central

«Eine Vision verdrängte 2009 alle meine Träume für die Zeit nach der Pensionierung.» So beginnt die Grussbotschaft von Noldi Huber im Vereinsmagazin zum 10-Jahr-Jubiläum von Swiss Central Basketball (SCB). Denn statt sich wie andere Pensionäre auf das Reisen, die Gartenarbeit oder andere Hobbys zu fokussieren, investierte Huber seine frei gewordene Zeit fast vollumfänglich in das Projekt SCB. «Die Gründung eines Stützpunkts für Breiten- und Spitzenbasketball sollte die acht Zentralschweizer Basketballvereine enger kooperieren lassen», so Huber.

Aus dem Projektteam 2010 ist im Laufe der Zeit ein gut organisierter Verein geworden. Nach je 5 Jahren in der NLB und NLA sowie verschiedenen Erfolgen im Nachwuchs hat sich Swiss Central einen festen Platz im Schweizer Basketball gesichert. Das betont auch Giancarlo Sergi, der Präsident des nationalen Verbandes:

«Swiss Central ist ein Vorbild für die Deutschschweiz. Die Dynamik des Klubs erfreut uns und ist Beleg dafür, dass auch in dieser Sprachregion ausgezeichnete Basketballklubs existieren können.»

Dies nicht zuletzt deshalb, weil es Swiss Central seit 2009 immer wieder gelungen sei, Talente zu entdecken und erfolgreich zu fördern.

Nachhaltige Finanzstruktur als grosses Ziel

Ähnlich klingt es bei Wilhelm Pfeifer, dem Präsidenten des Deutschschweizer Verbandes Probasket: «Mit der Zeit ist es gelungen, die grosse Mehrheit der Zentralschweizer Basketballvereine vom Konzept von Swiss Central zu überzeugen.» Um längerfristig an der Spitze ein Wörtchen mitreden zu können, brauche es nun einen weiteren Entwicklungsschritt.

Natürlich freut sich auch Noldi Huber über die sportlichen Erfolge – aber eben nicht nur. «Die Sportart Basketball ist prädestiniert, Jugendliche auch für Schule, Beruf und Leben vorzubereiten», betont Huber. Prävention, Integration und Sozialisierung seien deshalb zentral in der Jugendarbeit von Swiss Central und seinen Stammvereinen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Auch dann, wenn Noldi Huber zum Ende dieser Saison seinen definitiven Abschied als Präsident geben wird. Sein Wunsch: «Nebst der sportlichen Entwicklung muss es in Zukunft vor allem gelingen, eine nachhaltige Finanzstruktur zu schaffen.»

Männer, NLA

Swiss Central Basketball – Coach: Eric Danijel (Sz/1981, bisher). – Assistenztrainer: Cokara Josip (Sz/1980, neu), Bär Orlando (Sz/1990, neu). – Kader: Ganic Mirza (Sz/Jahrgang 2001/Grösse 1,92 m). Früh Noah (Sz/2000/1,88). Leucio Harry (FRA/2001/1,90 m). Price Ricky (USA/ 1993/1,84 m). Zoccoletti Laurent (Sz/1999/ 2,01 m). Ganic Mirnes (Sz/2001/1,91 m). Nana Harding (CMR/1981/2,03 m).Plüss Michael (Sz/1990/1,90 m). Jusovic Haris (Sz/2002/ 2,04 m). Samenas Laurynas (Litauen/ 1988/1,91 m). Obim Kelechi (Sz/2001/1,93 m). Phillips Randy (USA/1995/2,03 m). Schärer Luc (Sz/2000/1,93 m).

1. Runde – Samstag. 17.00: Lugano Tigers – Union Neuchâtel. – 17.30: Lions de Genève – Massa­gno. Nyon – Monthey-Chablais. – 18.00: Swiss Central – Regio Basel (Maihof). – Sonntag. 16.00: Pully Lausanne – Vevey.

Modus: Aufgrund des Aufstiegs von Nyon bestreiten 12 Teams die NLA-Meisterschaft. Zwischen Oktober und März findet eine Doppelrunde (je 22 Spiele) statt, danach eine einfache Zwischenrunde (je 5 Spiele). Dabei spielen die Top 6 um die beste Ausgangslage für die Endrunde, während die Teams auf den Rängen 7–12 um die letzten zwei Playoff-Plätze kämpfen. In den Playoffs (Viertelfinals, Halbfinals, Final) gilt der «Best-of-5-Modus.

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