Knapper Krienser Sieg gegen BSV Muri Bern

Das Spiel vom Samstagabend ähnelte dem bisherigen Verlauf der Saison des HC Kriens-Luzern, eine Partie geprägt von Höhen und Tiefen. Lange auf der Verliererstrasse, gewannen schliesslich die Krienser mit 28:25.

Benedikt Anderes / Hc Kriens-Luzern
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Thomas Hofstetter zeigte eine starke Leistung und erzielte 10 Tore. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Thomas Hofstetter zeigte eine starke Leistung und erzielte 10 Tore. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Im «Spiel der Wahrheit» trat der HCK gegen einen fordernden BSV Bern Muri mit zwei Gesichtern auf und liess die bisherige Saison, gezeichnet von Höhen und Tiefen, in 60 Minuten Revue passieren. Die Fans erlebten eine Achterbahn der Gefühle – mit dem guten Ende auf Krienser Seite.

Dabei hatte es lange Zeit nicht nach einem Erfolg ausgesehen. Der HCK verlor nach gutem Start wieder den Faden, drohte erneut auf die Verliererstrasse gedrängt zu werden. Insbesondere deshalb, weil der BSV Bern Muri fightete und der HCK selber an den eigenen Nerven zu scheitern drohte. Mit Herz und Kampfbereitschaft kam der Gastgeber aber in der Schlussviertelstunde zurück ins Spiel und überzeugte einmal mehr durch den längeren Atem als der Gegner. Nach 50 Minuten glückte dem HCK erstmals wieder der Ausgleich, er war wieder im Spiel. Nach 55 Minuten stand es 24:24 – die Partie hätte gut und gerne auf beide Seiten kippen können. Sie kippte aber auf die Seite des Gastgebers, weil der mit Geduld und Leidenschaft das Wettkampfglück auf seine Seite zwang.

Routiniers machen den Unterschied aus

Zuerst wehrte Schelbert einen Siebenmeter von Marco Kurth ab, dann trumpfte Keeper Andi Portmann weiter gross auf. Innert vier Minuten zogen die Krienser auf 28:24 davon. Wieder einmal wurde ein Handball-Spiel in den letzten Minuten entschieden.

Es war eine feine Teamleistung des HCK, bei der vor allem die Routiniers herausragten: Tom Hofstetter zeigte das wohl beste Spiel der Saison, die Linkshänder Boris Stankovic und Nik Tominec tauten gerade zur rechten Zeit auf, Luca Spengler zeigte eine starke Rückkehr nach der Verletzung. Sieger aber blieb letztlich das Team, das sich damit im Finalrunden-Geschäft definitiv zurückmeldete.
 
 

HC Kriens-Luzern - BSV Bern Muri 28:25 (11:12)

Krauerhalle, 800 Zuschauer. SR Bernet/Wick

Spielverlauf: 0:1, 1:2, 4:3, 5:3, 6:4, 9:7, 9:9, 11:11, 11:12; 12:13, 13:15, 14:17, 15:18, 16:19, 18:19, 19:20, 20:21, 22:22 (52.), 23:23, 24:24 (55.), 28:24 (60.), 28:25.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann; Fellmann (3), Mühlebach (1), Blättler, Spengler (3), Stojanovic (2/2), Baviera, Lima, Stankovic (4), Baumgartner (1), Tominec (3), Schramm (1), Hofstetter (10).

BSV Bern Muri: Marjanac/Rosenberg; Langeacher (3), Reber (3), Steiger (1), Röthlisberger (1), Prachar (1), Striffeler, Kurth (5/3), Nyffenegger (7), Räz, Mitrovic, Mühlemann (3), Getzmann (1)
Bemerkungen: Strafen: Kriens 2, BSV Bern 4x2 Minuten. 56. Schekbert hält Penalty von Kurth (25:24).