Kommentar
Nach dem Remis gegen Lausanne: Die Sorgen beim FC Luzern bleiben

Der FC Luzern hat auch das fünfte Meisterschaftsspiel nicht gewinnen können. Das ist beunruhigend, aber noch kein Grund zur Panik.

Cyril Aregger
Cyril Aregger
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Grosse Enttäuschung bei FCL-Spieler Varol Tasar nach dem 1:1-Remis gegen Lausanne.

Grosse Enttäuschung bei FCL-Spieler Varol Tasar nach dem 1:1-Remis gegen Lausanne.

Martin Meienberger / Freshfocus (Luzern, 29. August 2021)

Eigentlich kennt man es ja: Der FC Luzern startet schwach in die Meisterschaft, befindet sich in Abstiegsgefahr – und orientiert sich am Ende doch in Richtung der europäischen Plätze. Alles wie gehabt also?

Nein. Denn anders als in den vergangenen Saisons stand der Kader für FCL-Verhältnisse früh, konnte die Vorbereitung fast komplett absolvieren. Mit den Zuzügen der Bundesliga-Routiniers Christian Gentner und Holger Badstuber wurde der FCL von manchen gar als Transfersieger der Super League betrachtet. Die Realität sieht anders aus: Tabellenletzter mit zwei Punkten aus fünf Meisterschaftsspielen, ein erzitterter 1:0-Sieg im Cup gegen Cham und zwei chancenlose Auftritte in der Conference-League-Quali gegen Rotterdam.

Das gestrige 1:1 gegen Lausanne war eine klare Steigerung. Trotzdem überzeugt der FCL weiterhin nicht. Die neuen Spieler füllen ihre Führungsrollen noch nicht aus. Und auch Trainer Fabio Celestini muss sich kritische Fragen gefallen lassen. Weshalb trat sein Team in vielen Partien so saft- und kraftlos auf? Und wo ist die Balance zwischen schneller Angriffsauslöung und Defensive, welche die Luzerner in der letzten Saison bis zum Cup-Sieg führte?

Die Erfahrung zeigt: Panik ist (noch) nicht angebracht. Dass Celestini an den richtigen Stellschrauben drehen kann, hat er schon bewiesen. Bis er diese aber findet, muss man sich um den Cup-Sieger sorgen.

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