Kommentar
Russi, Zurbriggen, Cuche? Ach was – Beat Feuz ist der Beste

Mit seinem Triumph in der Olympiaabfahrt hat Beat Feuz nun alle grossen Abfahrten gewonnen. Macht ihn das automatisch zum Besten? Und was hat die Frage mit Roger Federer zu tun?

Martin Probst
Martin Probst
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Wer ist der beste Schweizer Abfahrer der Geschichte?

Wer ist der beste Schweizer Abfahrer der Geschichte?

Freshfocus (1)/ Keystone (3)

Wer ist der Beste der Geschichte? Es ist eine Frage, die viele fasziniert – und die vor allem immer wieder gestellt wird, wenn Menschen Aussergewöhnliches leisten. Be­sonders im Sport.

Bei Roger Federer wird sie schon fast zur Staatsangelegenheit. Zumindest könnte man das meinen, wenn man sieht, wie emotional ge­wisse Schweizerinnen und Schweizer reagieren, wenn nicht er genannt wird.

Bei Beat Feuz stellt sich die Frage nun auch. Ist er der beste Schweizer Abfahrer der Geschichte? Besser als Bernhard Russi, besser als Pirmin Zurbriggen oder Didier Cuche?

Es ist eine heiss diskutierte Frage, aber auch eine, die sich nüchtern beantworten lässt: Feuz ist seit Montag Olympia­sieger, 2017 wurde er Weltmeister, in Wengen und Kitzbühel hat er mehrmals gewonnen und damit die beiden grössten Klassiker im Weltcup. Das hat vor ihm kein Schweizer geschafft.

Und noch etwas spricht für Feuz: Viermal in Serie wurde er zuletzt bester Abfahrer eines Winters. Für die Athleten selbst ist das die höchste Auszeichnung, weil sie belegt, wer konstant der Beste ist.

Es gibt ­Zu­fallsweltmeister und Zufalls­olympiasieger. Die Abfahrtswertung gewinnt niemand zufällig. Einzig Cuche kann hier mit Feuz mithalten.

Ja, Beat Feuz ist der beste Schweizer Ab­fahrer der Geschichte. Falls Sie anderer Meinung sind, bitte nicht ärgern. Sind wir froh, dass die Schweiz immer wieder so tolle Abfahrer hat. Weil verzückt haben sie uns alle.

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