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KOMMENTAR: Topfavorit Stucki überragt alle

Sportredaktor Claudio Zanini schreibt in seinem Kommentar zum Unspunnen-Schwinget, dass Sieger Christian Stucki im Karriereherbst technisch filigraner und flinker geworden sei.
Claudio Zanini Sport-Journalist Neue Luzerner Zeitung (Neue LZ/Dominik Wunderli) Fotografiert am 10.08.2015 Portrait Kopfsalat (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Claudio Zanini Sport-Journalist Neue Luzerner Zeitung (Neue LZ/Dominik Wunderli) Fotografiert am 10.08.2015 Portrait Kopfsalat (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Obschon Schwingfeste nur selten einer Logik folgen, kam der Unspunnen-Sieg von Christian Stucki mit Ansage. In dieser Saison war der Berner die überragende Figur. Schon vor dem Höhepunkt in Inter­laken stürmte Stucki zu fünf Kranzfestsiegen. Dass er auf dem Brünig an einem für seine Verhältnisse durchschnittlichen Tag den Co-Sieg holte, hatte der Konkurrenz schon Ende Juli zu denken gegeben. Ein anderes Beispiel für seine Dominanz: Am Innerschweizerischen konnte man den Publikums­liebling nur bremsen, indem man ihm die ganze regionale Elite zuteilte.

Am Sonntag war schon früh klar, dass keiner diesen 142 Kilogramm schweren Koloss stoppen kann. Die ersten vier Gänge gewann Stucki mit der Maximalnote. Und dabei erdrückte er die Kontrahenten nicht nur mit seiner Masse. Der 32-Jäh­rige ist im Karriereherbst technisch filigraner und vor allen Dingen flinker geworden. Nebst dem Kilchberger und dem Unspunnen fehlt ihm jetzt einzig der Königstitel zum Schwinger-Grand-Slam.

Punkte liess Stucki bloss gegen den Luzerner Sven Schurtenberger liegen. Dieser machte damit Teamkollege Joel Wicki den Weg frei. Wicki hätte bei einem gestellten Schlussgang den Sieg geerbt. Er beendete den Wettkampf schliesslich auf dem zweiten Rang. Angesichts seiner fünfwöchigen Verletzungspause im Sommer ist diese Leistung beachtlich. Dennoch hielt sich die Begeisterung bei Wicki in Grenzen. Aber mehr war nicht möglich. Stucki und Curdin Orlik, die beiden Berner im Schlussgang, hätten bei einem gestellten Duell den Sieg an Wicki und die Innerschweiz verschenkt. Davor hüteten sie sich offensichtlich.

claudio.zanini@luzernerzeitung.ch

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