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Kompliment von Halbmarathon-Siegerin Melina Frei: «Coolster Schweizer Stadt-Halbmarathon»

Halbmarathon-Siegerin Melina Frei war nach ihrem Erfolg das Glück auffallend markant ins Gesicht geschrieben.
Jörg Greb
Berglauf-Spezialistin Melina Frei (vorne) auf dem Weg zum Sieg. (Bild: Dominik Wunderli)

Berglauf-Spezialistin Melina Frei (vorne) auf dem Weg zum Sieg. (Bild: Dominik Wunderli)

Es gibt Tage, an denen passt einfach alles. So war es auch für Melina Frei aus Dübendorf. Für die Zürcherin passte in Luzern alles. Sie siegte im Halbmarathon der Frauen, kam mit ihrer Zeit von 1.17.52 Stunden bis auf 12 Sekunden an ihre Bestmarke heran, die sie vergangenen Februar auf dem ultraschnellen, aber topografisch anspruchsvollen Rundkurs im spanischen Sevilla aufgestellt hatte. Und sie stellte erstaunt fest: «Ich habe eine lange Bergsaison hinter mir und war deswegen wenig auf dieses Rennen fokussiert.» So absolvierte sie unter anderen auch den Jungfrau-Marathon Mitte September. Berglauf-Klassiker lief sie auf den starken achten Platz. Danach war Erholung angesagt. Mit dem Wiederaufbau hatte sie erst kürzlich wieder begonnen – und hat sich vor zwei Wochen spontan entschieden, den Swiss City Marathon zu laufen. Und lieferte diese starke Leistung ab.

Die 30-Jährige strahlte nach dem Zieleinlauf über das ganze Gesicht. Aus ihrem Mund sprudelten nach kurzer Erholung im Ziel sofort die Superlativen. Von einem «grossartigen Rennen» sprach sie. Von den hervorragenden Witterungsbedingungen und vom tollen Publikum. «Unglaublich, was da am Strassenrand alles abging – und das fast auf der ganzen Strecke.» Und sie münzte die Unterstützung der fanatischen Zuschauer in zeitliche Dimensionen um: «Ohne diese Anfeuerungsrufe wäre ich bestimmt zwei Minuten langsamer gewesen.»

Nur sieben Läuferinnen in diesem Jahr schneller

Und dann zog die routinierte Langstreckenläuferin einen Vergleich, der für den Swiss City Marathon spricht: «Dank diesen Crazyfans ist Luzern der coolste Stadt-Halbmarathon in der Schweiz.» Hinzu kommt, dass in der Schweiz in diesem Jahr nur sieben Läuferinnen schneller gelaufen sind. Und Melina Frei möchte dieses Resultat für einen weiteren Motivationsschub in ihrer Karriere nutzen. Die Marketing-Spezialistin mit Vollzeitanstellung beim Schweizerischen Eishockey-Verband denkt dabei vor allem an die doppelte Distanz, an den Marathon. Bei 2.53.12 Stunden steht seit dem letzten Jahr derzeit ihre Bestmarke. Wiederum hat sie Sevilla im Visier, wo sie Anfang 2020 antreten und diesen Rekord knacken möchte.

Flavia Stutz aus Ufhusen wird – wieder – Zweite

Mit dem Vorhaben, das Luzerner Resultat vom vorletzten Jahr zu verbessern, stieg auch Flavia Stutz in den Halbmarathon. Die 23-Jährige aus Ufhusen musste aber die Überlegenheit von Melina Frei anerkennen und somit ihre Perspektiven auf den Sieg frühzeitig begraben. Bestehen blieb für die Athletin von der LR Gettnau aber die Aussicht auf eine zeitliche Verbesserung. «Ich will unter 1.20 Stunden laufen», hatte die profilierte Langstrecklerin im Kopf. Doch trotz den perfekten Bedingungen glückte dieses Unterfangen nicht – 37 Sekunden fehlten. Von «zwiespältigen Gefühlen», sprach Stutz nach dem Rennen. Allerdings, und dieses Argument konnte sie mit gutem Gewissen vorbringen, fühlte sie sich in letzter Zeit körperlich nicht optimal.

Auf dem Weg zu ihrem nächsten internationalen Ziel, den Cross-Europameisterschaften von Mitte Dezember, meldeten sich in den letzten Wochen vermehrt Schmerzen im Schienbein. «Ich entschied mich deshalb erst am Samstagmorgen für einen Start in Luzern», hielt die 23-Jährige. Der Entscheid schien vernünftig. Bemerkbar machte sich das Schienbein aber kaum – ausser bei den Bergabpassagen. Und diese Meldungen drangen während des Laufes bis ins Gehirn vor. Stutz sagte aber: «Die tolle Kulisse und das laute Publikum lenkten perfekt ab.»

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