Kriens-Trainer Bruno Berner sagt vor der Partie gegen den FC Schaffhausen: «Spieler sind körperlich und mental am Limit»

Der SC Kriens trifft am Freitag (18.15) auswärts auf den FC Schaffhausen. Für Grün-Weiss ist es das fünfte Spiel in 13 Tagen. Die Personalsituation hat sich mittlerweile leicht entschärft.

Philipp Zurfluh
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Die 0:3-Niederlage gegen Aufstiegsfavorit FC Lausanne-Sport ist vergessen, der Blick geht nach vorne: «Mund abwischen und weiter geht’s», sagt Kriens-Trainer Bruno Berner. «Gedanklich bin ich schon beim Spiel gegen Schaffhausen.» Er erwartet gegen die Mannschaft von Murat Yakin eine Partie auf Augenhöhe, ein zähes Duell. «Schaffhausen hat viele technisch beschlagene Spieler, sie werden uns alles abverlangen.»

Berner monierte nach dem Match gegen Lausanne zu viele Abspielfehler und technische Mängel bei der Ballverarbeitung. «Das war schon gegen Chiasso teilweise der Fall», so der Trainer. «Natürlich hat das auch mit der Müdigkeit zu tun. Wenn die Beine nicht frisch sind, macht sich das noch mehr bemerkbar. Aber wir müssen wieder eine Schippe drauflegen.»

Willenskraft als entscheidender Faktor

Der SCK trat zuletzt dreimal mit derselben Startelf an – auch notgedrungen durch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle. «Die gleichen elf Spieler dreimal nacheinander von Beginn, das habe ich in meiner Trainerkarriere noch nie gemacht», schmunzelt Berner. Gegen den formschwachen FC Schaffhausen wird es für den Kleinfeld-Club die fünfte Partie in 13 Tagen – ein Mammutprogramm. «Die Spieler sind körperlich und mental am Limit. Das kann ich absolut nachvollziehen», sagt Berner und erinnert sich an englische Wochen zurück, als er selbst noch die Fussballschuhe schnürte. «Es ist entscheidend, welche Teams am besten mit den Strapazen umgehen können. Die Willenskraft jedes Einzelnen macht den Unterschied aus», so der Trainer und spricht von einem Lernprozess: «Es ist spannend, mit Absenzen umzugehen.»

Bruno Berner ist froh, dass er wieder auf Burim Kukeli zurückgreifen kann. Der 36-Jährige hat zuletzt in Albanien einen Trainerkurs absolviert. Gestern trainierte der Routinier wieder mit der Mannschaft. «Nur schon seine Präsenz ist Gold wert für uns», betont Berner. Mit Daniel Follonier und Albin Sadrijaj (beide eingewechselt gegen Lausanne) kann der SCK-Trainer im morgigen Spiel auf zwei genesene Akteure zählen.

Dass die Krienser in dieser Saison gegen den morgigen Kontrahenten eine gute Bilanz aufweisen (2 Siege und 1 Unentschieden), ist für den SCK-Trainer nicht von Relevanz.

«Solche Statistiken interessieren mich nicht. Es zählt die Leistung auf dem Platz. In der jetzigen Phase umso mehr.»

Obwohl das Benzin im Tank der Spieler immer weniger wird, reist Berner optimistisch nach Schaffhausen. «Wir wollen punkten.» Mit drei Punkten Rückstand auf den FC Vaduz haben die Krienser nach wie vor gute Chancen, ein Wort um Rang 3 mitzureden. «Wir werden alles in die Waagschale werfen», sagt Bruno Berner kämpferisch.