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Kriens ärgert Wil ... und sich selber

Aufsteiger SC Kriens punktet auch gegen den Tabellenzweiten: 1:1 (0:0) gegen den FC Wil. So wirklich freuen mochte man sich beim SCK aber nicht.
Turi Bucher
Der Krienser Dominic Schilling spediert den Ball zum 1:0 ins Wiler Tor. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 26. August 2018))

Der Krienser Dominic Schilling spediert den Ball zum 1:0 ins Wiler Tor. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 26. August 2018))

Heute in einer Woche soll das allererste Kunstrasenstück im neuen Krienser Kleinfeld-Stadion geleimt werden. Deshalb musste Kriens gestern erneut in der Luzerner Swisspor-Arena spielen. Der Rasen hier: Nach wie vor fragwürdig. Gut jedenfalls, dass Campino und die Toten Hosen am Abend zuvor auf der anderen Allmend-Seite aufgespielt hatten. Dani Wyler, ehemaliger TV-Fussballreporter und heutiger FC-Wil-Kommunikationschef, meinte vor dem Anpfiff witzig: «Da muss man sich ja mit dem Navi-Gerät seinen Weg suchen.»

Kriens fand dann nach rund einer Viertelstunde den Weg in die Partie und bot in der Folge einen wirklich starken Auftritt. Die schwache erste Halbzeit im ersten Heimspiel gegen Rapperswil-Jona mit einem 0:3-Pausenstand war weit weg. Der SCK, das war an diesem Sonntagnachmittag Disziplin, Fleiss, Arbeit, Kampf, das saubere Erledigen der geforderten Arbeit. Aber Kriens liess in der zweiten Halbzeit durchaus auch den Ball schön durch die eigenen Reihen und konkret nach vorne laufen. Das Problem: der Japan-Holländer und 1,97-m-Wil-Innenverteidiger Nikki Havenaar putzte vor dem eigenen Tor praktisch alles weg.

Kriens versuchte es weiter, wobei lange Zeit das Schwyzer FCL-Talent Dario Ulrich viel Dampf machte und mit seinen kluge Ideen in der Vorwärtsbewegung für Unruhe und Ärger in der Wiler Defensive sorgte. Die Krienser Führung in der 75. Minute war hoch verdient. Der eingewechselte Admir Seferagic hatte sich den Ball auf der rechten Seite erobert; Nico Siegrist hielt den Ball im Wiler Strafraum im Spiel; der gut nachgerückte Dominic Schilling spedierte den Ball via linken Innenpfosten zum 1:0 ins FCW-Tor.

Das Kompliment von Wil-Trainer Fünfstück

Die Krienser Führung hielt nicht lange Zeit. Nur zwei Minuten. Kriens-Goalie Sebastian Osigwe leistete sich einen Fehler, unterlief den Wiler Corner, der Ball spritzte Schilling ans Bein und von da als Eigentor zum 1:1 ins Netz. Richtig beeindruckend danach: Der SC Kriens drückte in den Schlussminuten massiv auf das Tor der Ostschweizer, suchte das siegbringend 2:1. Ohne Erfolg allerdings.

Am Ende gingen die Meinungen bei den Trainern auseinander. Kriens-Coach Bruno Berner sagte: «Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Der Ärger über die fehlenden beiden Punkte ist grösser als die Freude über den gewonnenen Punkt. Wir haben eine gute Leistung selber nicht richtig belohnt.»

Wil-Trainer Konrad Fünfstück meinte: «Nach dem 0:1 wurde es knifflig für uns. Eine Niederlage wäre aber unverdient gewesen, weil wir in der ersten Halbzeit besser waren.» Fünfstück hatte allerdings auch ein dickes Kompliment an die Adresse der Krienser parat: «Dieses leidenschaftlich Kriens ist eine Bereicherung für die Liga. Ich lege mich fest: Kriens wird die Liga halten können.»

Dario Ulrich, der Krienser Motor auf der rechten Flanke, fand: «Ein Punkt ist gut, aber wir hatten die Chancen für den Sieg. Auch ich selber muss vor dem gegnerischen Tor noch effizienter werden.»

Statt drei Punkten gab es für Kriens also nur einen Punkt und Komplimente. Statt Rang 5 ist es halt nur Rang 7. Gleich dahinter folgt punktgleich der FC Vaduz. Die Liechtensteiner sind am nächsten Sonntag der nächste Kriens-Gegner. Sie müssen nach der gestrigen Niederlage in Rapperswil gegen den SCK dringend einen unbefriedigenden Saisonstart korrigieren.

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