KRIENS - BASEL 29:31: Trotz «Fluch» bot HCK eine gute Saison

Im letzten NLA-Spiel der laufenden Saison verliert der HC Kriens gegen den RTV Basel mit 29:31 (10:14). Die Basler waren unter dem Strich effizienter und williger, diese letzte Hürde im Meisterschaftsrennen für sich zu entscheiden.

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Kriens' Yalciner, rechts, gegen Basels Hlavtur, Mitte, und Arjona. Archivbild.(Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Kriens' Yalciner, rechts, gegen Basels Hlavtur, Mitte, und Arjona. Archivbild.(Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der HC Kriens leistete sich in dieser Partie zu viele Aussetzer, als dass er das Spiel hätte gewinnen können. Dass in den letzten Saisonminuten 08/09 noch einmal so etwas wie Spannung aufkam, lag daran, dass die Basler den Sieg clever und routiniert über die Distanz spielten. Bei Kriens hatte die "Starting Seven" (mit Ausnahme von Pascal Willisch) längst auf der Bank Platz genommen.

In der Aufstellung Müller / Mitrovic / von Deschwanden / Tschannen / Wymann / Willisch hielt der HCK zumindest die Distanz und begann sich erst 55 Minuten mit letzter Konsequenz gegen die Niederlage zu stemmen. Da aber war es bereits zu spät. Zu nachlässig wurde in der Zeit zuvor verteidigt, zu grosszügig ging man mit den Chancen um. Und - auch das sei erwähnt - zu gross war das Pech mit nicht weniger als 5 Pfosten-/Lattentreffern.

Der HC Kriens fand nie richtig ins Spiel. Der RTV Basel hingegen ging konzentriert zur Sache und fand den Weg zum Tor immer wieder auf einfache Art und Weise. Hätten nicht auch die Basler im Abschluss gesündigt (Gulbicki traf unbehindert aus 12 Metern das sogar vom Torhüter verlassene Tor nicht...), wäre Kriens schon frühzeitig hoffnungslos in Rückstand geraten.

So betrug der Rückstand maximal sieben Tore (12:19), ehe Copach Rolf Dobler seine Arivierten auf die Bank beorderte und für einen vorzeitigen Saisonschluss sorgte. Die junge Garde machte seine Sache im Anschluss gut und sorgte offensiv für den nötigen Druck. Weil aber in der Defensive jetzt die Ordnung fehlte, war in Sachen Sieg nichts mehr zu machen.

Damit konnte der HC Kriens gegen den RTV Basel ein weiteres Mal nicht gewinnen - der Fluch bleibt. Vielleicht aber ist es auch einfach eine Aufgabe, die man sich für die kommende Saison aufgespart hat, wenn ein Sieg dann in Sachen Meisterschaft zählbares bringt.

Jetzt belegt Kriens in der NLA Rang 8 - ein gleichwohl tolles Ergebnis. Ein Ergebnis auch, zu dem die Fans der Mannschaft mit einer zweiminütigen Standing Ovation gratulierten.

Benedikt Anderes/HC Kriens

HC Kriens - RTV Basel 29:31 (10:14)

Krauerhalle Kriens.- 450 Zuschauer. - SR Sager/Styger.

Spielverlauf: 0:1, 1:2, 2:5, 5:6, 7:11, 8:12, 10:12, 10:14; 11:15, 12:16, 12:19, 14:19, 16:20, 17:23, 19:23, 19:25, 22:26, 23:27, 25:30, 28:30, 29:31.

HC Kriens: Schelbert (1.-20. Und ab 45.)/Hodel (21.-44); Wymann (2), Müller (2), Mitrovic (1), Nyffenegger (4), von Deschwanden (4), Tschannen (3), Stankovic (3), Yalciner (3), Bislimi (1), Willisch (6).

RTV Basel: Stauber/Rätz (ab 41.); Milovanovic (1), Hwangbo (4), Gulbicki (2), Göpfert (1), Stamenov (8/3), Mettler (2), Kuppelwieser (1), Cano Arjona (1), Jovovic (3/1), Hlavtur, Stalder (6), Golubovic (2).

Bemerkungen: Strafen: Kriens 3, RTV Basel 2x2 Minuten. Kriens ohne Portmann, Schlegel, Schmid und Zimmermann. RTV ohne Hofstetter, setzt Hlavtur nicht ein.