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Kriens gewinnt gegen GC Amicitia und übernimmt die Tabellenspitze

Die Krienser Handballer gewinnen gegen GC Amicitia auswärts mit 29:20. Am kommenden Mittwoch folgt der Härtetest.
Roland Bucher
Trainer Goran Perkovac sagt: «Wir sind effizient – und so funktioniert halt der erfolgreiche Handball.» (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 8. September 2018))

Trainer Goran Perkovac sagt: «Wir sind effizient – und so funktioniert halt der erfolgreiche Handball.» (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 8. September 2018))

Es war eine nahezu perfekte Vorstellung des HC Kriens-Luzern. Es war die optimale Interpretation der Vorgabe für einen Favoriten, der einen aufmüpfigen Aussenseiter resolut in die Schranken zu weisen hat: Routine, Cleverness, offensive Vielfalt, defensive Stabilität, Disziplin. Und viel Freude am Spiel. Genau so, wie es Goran Perkovac, der Chef, fordert. Kurzum: Dieses Team hat am Sonntag bei einem «so souveränen Sieg, wie wir das letztes Jahr nie zustande gebracht haben» (Perkovac), enorm Spass gemacht.

Es wurde schnell einmal zum Schaulaufen einer Mannschaft, die ihrem Widersacher in jeder Beziehung überlegen war. Nach 20 Minuten (5:10) war der Mist geführt, hatte Kriens im Anschluss nichts anderes im Sinn, als zu beweisen, was es in der Vorbereitung gelernt hat: Hinten in der Abwehr Muskelkraft, ­vorne – wo Schnelligkeit und Geistesblitze gefragt sind – die Leichtigkeit des selbstsicheren Siegers. «Ich freue mich», resümierte Perkovac stolz, «wie das Team meine Vorgaben umgesetzt hat. Hinten zupacken, dann der schnelle Gegenstoss.» Kriens machte es fast perfekt.

Der Trainer geizt nicht mit Lob

Er sei, gestand Goran Perkovac ohne Umschweife, «nichts als zufrieden», Freude habe ihm sein Team bereitet; er beginne zu spüren, wie seine Philosophie zu greifen beginne: «Wir haben keine Leute mehr, die sieben Tore werfen, aber zehn Fehler begehen. Wir sind effizient – und so funktioniert halt der erfolgreiche Handball.»

Als Kriens Sieg Nummer 3 in dieser Meisterschaft im Prinzip bereits abklatschen durfte, bekam auch die junge Garde noch NLA-Schnupperluft; Oertli, Idrizi und Rellstab bedankten sich mit schönen Treffern, Kayoum Eicher, der junge Goalie, den sie «Crazy» nennen, parierte einige Male so stark, dass es nicht ganz verrückt ist, zu behaupten, dass er durchaus die Fähigkeiten besitzt, dereinst die Nachfolge des ebenfalls vorzüglich abwehrenden Paul Bar anzutreten. Bestandene Leute wie Harbuz, Gavranovic, Ramseier oder Papez sind zwar nach ­ wie vor das Rückgrat dieser Equipe – doch gut zu wissen ist: Das Kader an NLA-tauglichen Akteuren ist diese Saison wesentlich breiter.

In der Rekapitulation dieser Partie, die zwar keine hohen Wellen, aber einen klaren Sieg der Krienser abwarf und sie auf Rang eins hisste, darf man, um den Bogen zu schliessen, durchaus sagen: Kriens hat beim Saisonstart seinen Pflichtteil mit drei Siegen (gegen allerdings unterdotierte Gegnerschaft) souverän bewältigt. Was genau dieser HCK wert ist: Die Auflösung des kleinen Geheimnisses ist am Mittwoch vorgesehen. Dann bittet Goran Perkovacs Mannschaft den hohen Meisterschaftsfavoriten Schaffhausen zum Tanz um den Leaderthron. Bestätigt der HCK seine bisherigen Darbietungen – dann wird’s spannend. «Schaffhausen ist und bleibt der klare Favorit», dämpft Perkovac die womöglich jetzt aufkeimende Euphorie, «aber wir haben gezeigt, dass wir stark sind. Um einiges stärker als in der letzten Saison.» Das darf man so stehen lassen.

NLA. 3. Runde: GC Amicitia Zürich – Kriens-Luzern 20:29. Pfadi Winterthur – Suhr Aarau 25:17. - Rangliste: 1. Kriens-Luzern 3/6. 2. Pfadi Winterthur 3/5. 3. Kadetten Schaffhausen 3/4. 4. St. Otmar St. Gallen 3/4. 5. Suhr Aarau 3/4. 6. BSV Bern 3/3. 7. Wacker Thun 3/2. 8. Endingen 3/1. 9. RTV Basel 3/1. 10. GC Amicitia Zürich 3/0.

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