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Kriens-Luzern schlägt St. Otmar St. Gallen 33:30 und hofft weiter auf Finalrunde

Kriens-Luzern schlägt das heimstarke St. Otmar St. Gallen überraschend mit 33:30. Im Kampf um die Finalrundenteilnahme dürfte der Exploit allerdings zu spät kommen.
Stephan Santschi
Überzeugte und erzielte sechs Tore für die Krienser: Filip Gavranovic (links). (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 9. Dezember 2018))

Überzeugte und erzielte sechs Tore für die Krienser: Filip Gavranovic (links). (Bild: Urs Bucher (St. Gallen, 9. Dezember 2018))

Zwei Minuten vor Spielschluss begannen sie sich auf der Krienser Bank abzuklatschen. Goalie André Willimann hatte gerade den Wurf von St. Gallens Linkshänder Max Höning abgewehrt, sein Team lag 32:29 in Front, die Partie war entschieden. Nach dem 28:26-Sieg in Thun von Anfang November war der Sieg am Sonntag beim drittklassierten St. Gallen der zweite Exploit in dieser Saison. «Endlich haben wir mal richtigen Handball gespielt, diese Reaktionen vernahm ich auch aus dem Publikum. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, gepaart mit individuellen Stärken», freute sich der Krienser Trainer Goran Perkovac.

Zwar dauerte es bis zur 13. Minute, ehe die Luzerner vor 1100 Zuschauern erstmals in Führung gingen, dafür liessen sie sich diese danach nicht mehr nehmen. Sie verteidigten beweglich, homogen, solidarisch, und im Angriff traten sie so ausgewogen wie nur selten auf. Von jeder Position aus waren sie torgefährlich, am meisten im linken Aufbau, wo Zweimetermann Luca Spengler mit neun Treffern einen Sahnetag erwischte. «Herausragend», lobte Perkovac, «Luca traf aus allen Lagen.» Auch Aleksandar Radovanovic, Filip Gavranovic (beide 6 Tore) und Tom Hof­stetter (5) wussten mit ihrer Durchschlagskraft zu gefallen.

Die bisher heimstarken St. Galler – fünf von sechs Heimspielen hatten sie für sich entschieden – fanden kein Rezept gegen die wackeren Zentralschweizer. Bis zur 46. Minute gerieten sie sogar mit 20:26 ins Hintertreffen, Kriens-Luzern schien einem sicheren Sieg entgegenzustreben. Dann stellte St. Otmar in der Abwehr auf ein 5:1-System um, der glücklose Nationalkeeper Aurel Bringolf machte Jonas Kindler Platz, und im Angriff entschied sich Spielertrainer Bo Spellerberg doch noch zum Einsatz des siebten Feldspielers. «Damit hatte ich früher gerechnet», merkte Perkovac an – phasenweise agierten die St. Galler in dieser Saison nämlich während der gesamten Spielzeit mit einem zusätzlichen Angreifer. Die Gastgeber kamen nochmals auf, verkürzten bis zur 55. Minute auf 28:30, doch zu mehr als Resultatkosmetik sollte es nicht mehr reichen.

Perkovac möchte sich die Berner schnappen

So schön der 33:30-Sieg in St. Gallen auch ausschaut, die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Exploit im Kampf um einen Platz in der Finalrunde zu spät kommt. Zwei Spieltage werden in der NLA-Hauptrunde noch ausgetragen, der Rückstand auf den Strich beträgt für Kriens-Luzern zwei Punkte, darüber hinaus hat es das schlechteste Torverhältnis aller Teams, die noch auf den Einzug in die Top 6 hoffen. «Das interessiert mich eigentlich nicht», sagte Perkovac, der lieber die positive Entwicklung herausstreicht. «Wir haben uns stabilisiert, jeder kennt nun seine Rolle.»

Ganz aufgegeben hat er die Finalrunde aber noch nicht. Mit Blick auf das Restprogramm sieht er am ehesten noch den BSV Bern einholbar. «Wir brauchen zwei Siege gegen Pfadi Winterthur und GC Amicitia Zürich. Wenn Bern gegen Schaffhausen und in Thun zweimal klar verliert, können wir es noch schaffen.» Und wenn nicht? «Werden wir uns in der Abstiegsrunde gut vorbereiten und als Siebtplatzierter erholt in die Playoffs starten. Kein Zweitklassierter wird sich dieses Kriens als Gegner wünschen.»

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